9 sehenswerte Orte auf der Halbinsel Chalkidiki

Drei Landzungen, eine Halbinsel: Die griechische Urlaubsregion Chalkidiki lockt mit Küstenorten, Kulturstätten und vielseitigen Landschaften. Wie die Finger einer Hand oder der Dreizack von Poseidon ragen die Gebiete Kassandra, Sithonia und Áthos ins Meer der Ägäis.
Wir stellen neun besondere Orte und Sehenswürdigkeiten auf Chalkidiki vor – vom Tempel des Ammon Zeus, über die Klöster von Áthos bis zur bedeutenden Petralona-Höhle.
Áfitos

Zu den schönsten Orten der Chalkidiki zählt der malerische Ort Áfitos, der zwar nicht mit bedeutenden Sehenswürdigkeiten, dafür aber mit einer fantastischen Stimmung überzeugen kann. Geprägt wird das Dorfbild von den ursprünglichen Steinhäusern, ruhigen Gassen und lauschigen Tavernen.
Ein Highlight ist der zentrale Platz von Áfitos, der jeden Abend – gemeinsam mit den umliegenden Gassen – für den Autoverkehr gesperrt wird. Dann versammeln sich Locals und Urlaubsgäste, kommen ins Gespräch und genießen gemeinsam den Sonnenuntergang. Ebenfalls sehenswert: der Höhenweg von Áfitos, der am Hauptplatz startet und den Blick weit über das glitzernde Meer freigibt. Direkt unterhalb dieses Pfades erstreckt sich ein einladender Strandabschnitt mit einigen Bars.
Blaue Lagune von Sithonia

Paradiesisches Ausflugsziel: Die Blaue Lagune von Sithonia lockt mit türkisfarbenem, klarem Wasser und seichten Buchten. Wegen ihrer abgeschiedenen Lage zwischen den Inseln Diaporos und Agios Isidoros kann die Lagune nur per Boot erreicht werden. Die Bedingungen fürs Schnorcheln, Schwimmen und Sonnenbaden sind an diesem Fleckchen Erde besonders reizvoll. Ausfahrten und Touren starten in den Sommermonaten regelmäßig ab Ormos Panagias oder Ouranoupoli.
Tipp: Wer lieber an Land unterwegs ist, dem empfehlen wir die karibisch anmutenden Strände rund um Vourvourou. Der Küstenort befindet sich ganz in der Nähe der blauen Lagune.
Sani

Die Geschichte von Sani reicht weit in die Antike zurück. Archäologische Funde der Gegend lassen vermuten, dass sich hier bereits im 5. Jahrhundert eine wichtige Siedlung befand. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Thessaloniki entdeckten sowohl Gräber als auch Mauerreste, Schmuck, Münzen und andere Gebrauchsgegenstände.
Auch heute noch ist Sani von großer Bedeutung – allerdings weniger als antike Stätte denn als touristischer Hotspot. Mit dem Sani Resort befindet sich hier eine der größten Anlagen von Chalkidiki mit fünf eigenständigen Hotels, knapp 30 Restaurants, mehreren Bars und einer eigenen Marina. Umgeben ist das 400 Hektar große Areal von weißen Stränden, dem Feuchtgebiet Sani Wetlands und Steilküsten im Süden.
Mönchsrepublik Áthos

Ein Ort, um den sich auch heute noch viele Mythen ranken: die Mönchsrepublik Áthos im Südwesten der gleichnamigen Landzunge. Lediglich erwachsene, männliche Pilger dürfen die abgeschottete Klostergemeinde am gleichnamigen Berg betreten und benötigen dafür ein Einreisevisum. Den meisten Besuchern bleibt der Blick hinter die mächtigen Klostermauern daher verwehrt. Wer sich diesem sagenumwobenen Ort dennoch nähern will, kann die Anlage vom Wasser aus auf einer Bootstour erkunden. Anbieter gibt es viele, die Fahrten starten in der Regel ab Ouranoupoli.
→ Hier berichten wir ausführlich über die Mönchsrepublik Áthos
Nikíti

Der hübsche Küstenort Nikíti setzt sich – wie viele andere auf Chalkidiki – aus zwei Teilen zusammen. Im ursprünglichen Zentrum, das sich ins Landesinnere erstreckt, scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Ruhig und entspannt geht es rund um die historischen Häuser und schmalen Gassen zu. Deutlich mehr los ist unweit des Meers, wo sich mit Bars, Restaurants und Geschäften das touristische Leben abspielt. Der flache Strand aus Kies und Sand eignet sich bestens für Familien; noch mehr Ruhe finden Urlauber am südlichen Strandabschnitt und am Nachbarstrand Agios Ioannis.
Neos Marmaras

Wie ein antikes Theater schmiegt sich das Küstenstädtchen Neos Marmaras an die Ägäis vor der Halbinsel Sithonia. Nur knapp 4.000 Einwohner zählt der Ort; in den Sommermonaten kommen etliche Gäste hinzu, die das große Angebot an Restaurants, Tavernen und Hotels schätzen. Einen Ausflug wert sind das nahe, idyllisch gelegene Bergdorf Parthenonas und die Sithonia Trails, die durch ein weitläufiges Wandergebiet führen.
Petralona-Höhle
Die Petralona-Höhle, auch bekannt als Höhle der Roten Steine, liegt unweit des gleichnamigen Dorfes. Das unterirdische System wurde erst vor gut 60 Jahren entdeckt und brachte einen außergewöhnlichen Schatz zu Tage. Forschende entdeckten hier einen menschlichen Schädel, dessen Alter auf rund 700.000 Jahre geschätzt wird. Seither zählt der sogenannte „Petralona-Mensch“ zu den ältesten fossilen Überresten eines Frühmenschen in Europa und ermöglicht spannende Einblicke in die Evolutionsgeschichte. Die Höhlen, durch die verschachtelte Gänge führen, können Besucher auf einem Rundweg selbst erkunden.
Tempel des Ammon Zeus

Am sanften Steilufer des Urlaubsortes Kallithea liegt diese antike Sehenswürdigkeit. Umgeben von einer parkähnlichen Anlage thront der Tempel des Ammon Zeus auf einem Plateau. Die Geschichte der Heiligenstätte reicht vermutlich bis ins 8. Jahrhundert zurück, als Siedler hier zunächst den griechischen Weingott Dionysos ehrten. Im Laufe des 10. Jahrhunderts wurde aus dem Ort eine prächtige Tempelanlage, die man dem Göttervater Zeus widmete. Die Römer erweiterten das Areal schließlich um eine Therme und Schwimmbecken. Die Stätte grenzt direkt an den Strand von Kallithea und kann auf einem kleinen Spaziergang besucht werden.
Varvara Wasserfälle

Wer auch an der Natur abseits der Küsten interessiert ist, findet im Norden der Chalkidiki grüne und fruchtbare Oasen. Bekannt und bei Ausflüglern beliebt ist das Bergdorf Varvara mit seinen umliegenden Wasserfällen. Statt Oliven und Pinien wachsen hier Moos, Farne und Kräuter. Ein malerischer Wanderpfad führt durch die hügelige Landschaft, vorbei an den Flussläufen und Kaskaden. Die Gegend eignet sich bestens für ausgedehnte Spaziergänge, Picknicks und Badepausen in den Naturpools.