Kreta Spinalonga © Evangelos Mpikakis/Unsplash
Sehenswürdigkeiten

Kulissen der Antike: Die schönsten Ziele auf Kreta

Die griechische Insel Kreta ist ein Magnet für alle Urlauber, die traumhafte Strände und das Meer genauso schätzen wie Kultur und Geschichte. Auf Kreta gibt es viele Sehenswürdigkeiten, welche Sie zurück in vergangene Zeiten versetzen.

Nicht erst seit den vergangenen zwei Jahren ist Kreta ein beliebtes Ziel für Urlaube am Mittelmeer. Traumhafte Strände, türkisfarbenes Meer und das duftende Hinterland machen die größte griechische Insel zu einer Destination, die keine Wünsche offen lässt. Von der Hauptstadt Heraklion aus lassen sich Ebenen, Plateaus, Buchten und Strände bestens erkunden. Vorbei an Städten und Ruinen aus der Antike geht es an malerische Häfen und spektakuläre Schluchten. Kommen Sie mit uns nach Kreta!

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Palast von Knossós

Kreta Palast von Knossos © TanjalaGica/iStock

Unweit der Inselhauptstadt Heraklion liegt der Palast von Knossós – eine historische Stätte, bei der Besucher die Geschichte der Insel erleben und nachvollziehen können. Viele Mauern des minoischen Palasts sind noch gut erhalten und als Besucher bekommen Sie einen Eindruck davon, wie es hier im 14. Jahrhundert vor Christus ausgesehen haben muss. 

Doch es bleibt geheimnisvoll: Beim Besuch der berühmten Sehenswürdigkeit sollte man sich jeden Moment bewusst machen, dass alle Rückschlüsse auf das Leben in der minoischen Zeit größtenteils spekulativ sind. Es handelt sich immerhin um Rekonstruktionen des Ausgräbers Sir Arthur Evans, der mehr als 40 Jahre lang in Knossós gewirkt hat. 

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Schlucht von Samaria

Samaria Schlucht Kreta © Arthur F. Selbach

Die längste Schlucht Europas befindet sich in Griechenland, genauer gesagt auf – ja, richtig – Kreta! Die Wanderung entlang der 18 Kilometer langen Schlucht dauert rund fünf Stunden. Sie haben Höhenangst? Dann sollten Sie sich besser mental auf diesen Ausflug vorbereiten. Denn es werden 1200 Meter Höhe auf Sie zukommen. Die engste Stelle der Schlucht ist gerade mal vier Meter breit. 

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Lassithi Plateau

Kreta Lassithi Plateau © PanosKarapanagiotis/iStock

Größte Hochebene Kretas: Die Lassithi Hochebene ist etwa zehn Kilometer lang und sieben Kilometer breit. Die Region und das Plateau sind aber auch bekannt für ihre Windräder, die einst dazu dienten, das Grundwasser hochzupumpen. Heute werden diese durch Strom angetrieben, doch viele der ehemals 8000 Windräder in den Bergen stehen noch. 

Ein Glück - viel zu schön ist ihr Anblick. Auf der Rundstraße am Rande der Hochebene kann man viele charmante Dörfer und Orte bewundern. Das Plateau gehört zu den fruchtbarsten und wasserreichsten Gegenden der griechischen Insel Kreta, weshalb in der Region seit der Antike bis heute Landwirtschaft eine große Rolle spielt. 

Ein anderes fruchtbares Areal ist die Messará-Ebene. Im Dorf Kousés wachsen unzähliche wilde Kräuter und hüllen die malerischen Gassen in betörenden Duft. 

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Agios Nikolaos

Agios Nikolaos © Egor Myznik/Unsplash

Die Stadt Agios Nikolaos gilt neben Chania als eine der schönsten Städte der griechischen Insel. Auf der Karte ist sie im Osten Kretas zu finden, etwa eine Stunde von Heraklion entfernt. Ungewöhnlich: In der Mitte der Stadt liegt der Voulismeni-See, der durch einen Kanal mit dem Meer verbunden ist. Hier gibt es herrliche Fischgerichte, Bootsfahrten und einen sensationellen Ausblick auf das Wasser.

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Archäologisches Museum Iraklio

Kreta Archäologisches Museum Iraklio © Banet12/iStock

Im Zentrum von Heraklion wartet ein weiterer Höhepunkt, der in jedem Reiseführer vertreten ist und keineswegs ausgelassen werden sollte: Im Archäologischen Museum Iraklio werden interessante Fundstücke der römischen und minoischen Zeit ausgestellt. Neben dem Nationalmuseum in Athen gilt es als bedeutendste Sammlung in Griechenland. Die ausgestellten Objekte stammen aus der Zeit zwischen dem 7. Jahrtausend v. Chr. bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. Planen Sie für den Museumsbesuch ca. drei Stunden ein, es gibt eine Menge zu entdecken.

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Chania

Sehenswürdigkeiten auf Kreta Chania © elifranssens/iStock

Schlendern Sie durch die Gassen und entlang des venezianischen Hafenbeckens und lassen Sie sich von dem Charme Chanias überzeugen. Die zweitgrößte Stadt Kretas besticht durch ihre romantische Stimmung. Hinter der Promenade liegen unzählige schmale Gassen, historische Häuser und Stadtpaläste sowie spannende Läden zum Einkaufen. Lassen Sie den Abend in einem kretischen Restaurant am Hafen ausklingen und die gemütliche Atmosphäre auf sich wirken.

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Alter Hafen und Burg in Rethimnon

Kreta Hafen und Burg von Rethimnon © JanMiko/iStock

Wer es liebt, am Hafen zu sitzen und bei einem Drink die Umgebung zu genießen, der sollte die Stadt Rethimnon, oft auch Rethymnon geschrieben, besuchen. Hier erwartet Sie ein Prachtexemplar eines Hafens. Auch lohnt sich ein Besuch der venezianischen Burg. Von hier aus können Sie wunderbar über die Stadt und das Meer blicken.

Eine weitere Sehenswürdigkeit Kretas: die Festung von Rethimnon, erbaut im 16. Jahrhundert. Sie entstand einst um die türkischen Invasoren abzuwehren. Heute wird Besuchern auf einer Tour durch das Fortezza die Geschichte der Insel Kreta nähergebracht.

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Ruinen von Gortyn

Kreta Gortyn © Arsty/iStock

Meilensteine der Geschichte: Der erste Gesetzeskodex Europas wurde in Gortyn, ca. 40 Kilometer südlich von Heraklion, aufgesetzt. Obwohl der Ort in der Messara-Ebene in Ruinen liegt, ist Gortyn ein beliebtes Highlight bei den Touristen. Einem Mythos zufolge ist diese Stadt der Ort, an dem Zeus mit Europa seine Söhne Sarpedon, Minos und Rhadamantys zeugte. Nicht verpassen: die Titusbasilika und das Odeon, ein typisch römisches Theater.

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Kloster Arkadi

Kreta Kloster Arkadi © TeodoraDjordjevic/iStock

Auf einem 500 Meter hohen Bergplateau – unweit der Stadt Rethimnon – liegt das Kloster Arkadi, das Nationalheiligtum der Insel. In diesem Kloster spielten sich im Rahmen der Rebellion gegen die osmanische Herrschaft einst schreckliche Szenen ab. Im Jahre 1866 griffen osmanische Soldaten die heiligen Hallen an. Daraufhin sprengten die Verteidiger ein Pulverfass, in dem sich die gesamten Sprengstoffbestände des Klosters befanden, in die Luft und verursachten so einen der größten Massenselbstmorde der Weltgeschichte.

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Insel Spinalonga

Kreta Spinalonga © Gatsi/iStock

Auch wenn die kleine Insel vor der Nordküste Kretas 1954 in Kalydon umbenannt wurde, ist in vielen Reiseführern noch immer von der schönen Insel Spinalonga die Rede. Um 1903 wurden hier Leprakranke untergebracht. Die sehenswerte Insel ist knapp 15 Kilometer von Agios Nikolaos entfernt und zieht regelmäßig viele Besucher an, die sich nach der Überfahrt mit dem Boot vor allem die ehemalige Leprastation anschauen möchten. Aber auch die Wohnhäuser, das Krankenhaus und die Kirchen können heute besichtigt werden. In Küstennähe befinden sich zudem einige der schönsten Strände von Kreta

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