Paris © Jasmin Frey
Genuss

Exquisit essen: 8 besondere Restaurants in Paris

Gute Restaurants gibt es in Paris wie Sand am Meer. Acht ganz besondere zeigen wir Ihnen hier – von gehobener französischer Küche über vietnamesische Köstlichkeiten bis zur Trüffelpizza.

Text Simone Bauer

„Café de Flore“: Pariser Institution

Cafe de Flore © Jasmin Frey
Kultcafé „de Flore“ mit delikater Quiche.

Das Quartier Saint-Germain-des-Prés ist nicht nur für seine vielen Modeboutiqen bekannt, sondern auch für eines der ältesten Cafés in Paris. Bereits in der Zeit der Dritten Republik wurde das „Café de Flore“ eröffnet, also 1887. Wo früher Künstler wie Pablo Picasso und später die in der Nachbarschaft wohnende Modelegende Karl Lagerfeld ein- und ausgingen, sitzt heute auch einmal ein Grimmepreisträger wie Micky Beisenherz. Klar, der wurde für den TV-Dschungel ausgezeichnet, während 1964 im „Café de Flore“ richtig berühmte Intellektuelle eine Pressekonferenz zur Ausschlagung des Literatur-Nobelpreises abhielten: die Feministin Simone de Beauvoir und der Literat Jean-Paul Sartre.

Aber das „Café de Flore“ bietet nicht nur eine interessante Geschichte: Die Quiche ist überaus lecker! Trotz des hohen Touristenandrangs sind die Kellner sehr freundlich. Für einen Platz drinnen oder draußen wartet man aufgrund dieser perfekten Kombination durchaus etwas länger, aber es lohnt sich.

Gegenüber steht im Übrigen die Skulptur der Göttin Flora, die Namenspatronin des Cafés. Das Lokal ist täglich von 7.30 bis 1.30 Uhr nachts geöffnet.

172 Bd Saint-Germain, 75006 Paris
https://cafedeflore.fr/

„Bonjour Vietnam“: Südvietnam im Studentenviertel

Bonjour Vietnam © Jasmin Frey
Wunderschöne Stimmung im „Bonjour Vietnam“.

Die asiatische Community in Paris ist sehr groß, was zur Bildung eines Chinatowns im 13. Arrondissement führte. So weit muss man aber gar nicht fahren für authentische Kulinarik. Bunte Lampions strahlen innen und außen und grüßen mit fast exotischem Flair im Quartier Latin, nahe des Pantheons. Das „Bonjour Vietnam“ ist ein typisches Familienunternehmen mit typisch südvietnamesischer Küche. Geführt von der Mutter, die auch die Köchin ist, wurde das erste Restaurant 2007 eröffnet und vor vier Jahren um einen Ableger erweitert.

Der Sohn als Kellner tischt von „gar nicht scharf“ bis „oh, scharf“ eine große Auswahl auf. Es gibt zum Beispiel auch die klassische und aufwendige Phở. Für Pariser Verhältnisse sind die Preise dort sehr angemessen. Am besten rutscht das Essen mit einem Bier aus Asien. Eine nette Abwechselung zum überall sonst fließenden Wein – der im „Bonjour Vietnam“ ist gut, aber nicht herausragend. Viele Restaurants haben in dieser Stadt sonntags geschlossen, dieses hier nicht. Dienstag ist Ruhetag, ansonsten ist der Laden von 12 bis 15 Uhr und von 19 bis 23 Uhr geöffnet.

6 Rue Thouin, 75005 Paris

„Marty“: Einmal wie die Pariser

Marty © Jasmin Frey
Meeresfrüchte genießen in der noblen Ausstattung des "MARTY"

Das „Marty“ serviert gehobene französische Küche. Obwohl hier fast ausschließlich Ortsansässige essen, verfügt das Restaurant über eine englische Menükarte – und eine große Auswahl toller Desserts! Danach bietet sich ein Besuch des Cimetière Montparnasses, auf dem Ernest Hemmingway begraben wurde, an. Am nächsten liegt aber der Garten Jardin des Plantes, der sich bis zur Seine erstreckt.

Das „Marty“ öffnet täglich von 12 bis 14.30 Uhr und von 19 bis 23 Uhr seine Pforten. Und diese sind auch in der Inneneinrichtung äußerst schick! Für Meeresfrüchteliebhaber empfiehlt sich die Platte für 64 Euro für zwei Personen, man kann sich aber auch jeweils fünf Gerichten aus Vorspeise, Hauptspeise (vorzüglich: das Lamm!) und Nachspeise auch zu einem eigenen Menü für 36 Euro zusammenstellen. Nicht nur die Weinkarte ist großartig, sondern auch das Champagnerangebot.

20 Avenue des Gobelins, 75005 Paris
www.martyrestaurant.fr

Ähnlich qualitativ hochwertige französische Küche gibt es im Bouillon Racine. 1906 erstmals eröffnet, kann man von 12 bis 23 Uhr täglich vom Feinsten speisen, angesiedelt im Quartier Latin.

3 rue Racine, 75006 Paris
https://bouillonracine.fr/

„Pink Mamma“: Pizza und Pasta hinter pinker Fassade

Pink Mamma © Jasmin Frey
Bleibt ihrem Namen treu: Die „Pink Mamma“.

Täglich von 12 bis 14.15 Uhr und später von 18.45 bis 23 Uhr lockt das pinkfarbene Gebäude in der Rue de Douai. Ansässig in einem eher verruchten Viertel, das für das Moulin Rouge und zahlreiche Erotikshops bekannt ist, ist die „Pink Mamma“ ein absoluter Touristenmagnet auf vier Stockwerken. Die Inneneinrichtung ist einmalig: Der derzeitige Trend von übermäßig vielen Pflanzen wird aufgegriffen, und das Treppenhaus ist voll mit unzähligen Portraitbildern. Vor allem das junge Publikum speist hier gerne italienische Köstlichkeiten oder genießt auf der Dachterrasse Cocktails. Wer es allerdings noch authentischer und weniger voll mag, schaut zu „Chez Bartolo“.

20bis Rue de Douai, 75009 Paris

Chez Bartolo © Jasmin Frey
"Chez Bartolo" lädt zur Trüffelpizza

Gelegen zwischen dem Quartier Latin und dem Quartier Saint-Germain ist das Restaurant Chez Bartolo eine Anlaufstelle für hervorragende Trüffelpizza. Natürlich kostet diese entsprechend, dafür wird man sehr gut und freundlich bedient. Nach dem Essen rät es sich ja, die Beine zu vertreten, und das kann man auf dem Weg zum Park Jardin du Luxemburg, in dem die Freiheitsstatue in kleinerem Format steht, oder zur Kirche Église Saint-Sulpice, eine der größten in Paris.

7 Rue des Canettes, 75006 Paris
https://www.bartolorestaurant.fr/de/

„Boulangerie Patisserie de la tour Eiffel“: Näher am Eifelturm geht nicht!

Wer den Menschenmassen an Paris‘ größten Wahrzeichen zuvorkommen möchte, sollte früh aufstehen. Anschließend kann in der „Boulangerie Patisserie de la tour Eiffel“ gefrühstückt werden. Näher am Eifelturm kann man keinen Kaffee mitnehmen oder ein Stück Gebäck essen. Oder einfach nur das Defilee der Parisbesucher beobachten! Die Bedienung ist hier stets überaus freundlich.

21 Avenue La Bourdonnais, 75007 Paris

Printemps: Wine and Dine im Herzen von Paris

Ausblick Printemps © Jasmin Frey
Den Blick über Paris kann man am besten mit einem Glas Wein auf der Terrasse des Printemps genießen.

In Paris findet man bei einem Bedarf nach Luxusartikeln schnell zur Warenhauskette Printemps. Speziell die Filiale im 9. Arrondissement am Boulevard Haussmann empfiehlt sich aber noch aus kulinarischen Gründen. Wer hier mit dem Aufzug zur Dachterrasse fährt, wird mit einem atemberaubenden Blick über Paris, von Montmatre bis zum Eiffelturm, belohnt. Das Restaurant über den Dächern der französischen Hauptstadt bietet, kaum Platz genommen auf den weißen Stühlen, Küche aus der Provence wie Nizzasalat und gefülltes Gemüse. Einen Stock darunter ist es möglich, einen Drink zu nehmen und den gleichen fantastischen Ausblick über Paris zu genießen. Die Öffnungszeiten passen sich leider denen des Geschäfts an (also täglich von 10 bis 20 Uhr).

64 Bd Haussmann, 75009 Paris
https://www.printempsfrance.com/magasins/paris-haussmann

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