Die 15 wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Paris

Kaum eine andere Stadt hält ihre berühmten Wahrzeichen so gut in Schuss und setzt gleichzeitig immer wieder neue, spektakuläre Glanzlichter. Wir zeigen die Top 15 Sehenswürdigkeiten in Paris.
Text Mila Krull
Datum24.03.2026

Prächtige Boulevards und Kirchen, weltberühmte Kunstmuseen und Sehenswürdigkeiten: Paris strotzt nur so vor ikonischen Wahrzeichen. Ein idealer Ausgangspunkt für Sightseeing in der französischen Hauptstadt ist das 7. Arrondissement rund um das Ufer der Seine. Ein Tipp für diejenigen, deren Füße schmerzen: Auch vom Schiff aus lassen sich die Attraktionen von Paris bestens erkunden. In gemütlichem Tempo schippern die Ausflugsboote vorbei an Eiffelturm, Notre-Dame und Louvre. 

Doch auch abseits der bekannten Hauptattraktionen gibt es in der Millionenstadt eine Menge zu entdecken. Die besten Sehenswürdigkeiten von Paris verraten wir im Folgenden. 

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Montmartre und Sacré-Cœur

Beliebter Treffpunkt bei Sonnenuntergang: die Treppen vor der Sacré-Cœur in Paris

Viele beginnen ihre Sightseeing-Tour gern mit einem Weitblick über die Stadt. Im nördlichen Zentrum liegt einer der berühmtesten Aussichtspunkte von Paris: das lebendige Viertel Montmartre und seine markante Basilika Sacré-Cœur. Die weiß getünchte Wallfahrtskirche wurde zwischen 1875 und 1914 errichtet, unter anderem als Symbol der Versöhnung nach dem Deutsch-Französischen Krieg. Von außen beeindruckt der neobyzantinische Stil mit imposanten Kuppeln und Türmen; im Inneren besticht die Basilika durch hohe Gewölbe, kunstvolle Verzierungen und bunte Glasfenster. 

Besonders voll wird es hier in den Abendstunden, wenn sich Einheimische und Besucher auf den Treppen am Hügel niederlassen. Von hier aus eröffnet sich ein romantisches Panorama auf den Eiffelturm und die zentralen Arrondissements der Stadt, die einem mit ihren glitzernden Lichtern zu Füßen liegen. Beschwingte Stimmung herrscht dann auch in den Gassen von Montmartre, in denen Künstler ihre Werke präsentieren und Musiker ihre Lieder zum Besten geben. 

sacre-coeur-montmartre.com

2

Eiffelturm

Die Ikone der Stadt ist nicht zu übersehen.

Der samt Sendespitze 324 Meter hohe Turm aus Eisenfachwerk ist ohne Frage die Ikone der Stadt. Der Besuch des Eiffelturms steht daher bei vielen Touristen ganz oben auf der To-Do-Liste: Rund sieben Millionen stehen jährlich in der Schlange, um das berühmte Wahrzeichen zu besichtigen. Für einen grandiosen Blick auf die Stadt und das Erlebnis reicht die Auffahrt zur zweiten von drei Plattformen völlig aus. Von hier aus können Sie die vielen Häuser und ihre Details nämlich noch gut erkennen. Wichtig: Unbedingt vorab ein Online-Ticket reservieren. So vermeiden Sie zumindest lange Wartezeiten. Besucher können den Eiffelturm mit einem der Fahrstühle oder per Treppe erklimmen. 

Merian-Tipp: Rund um den Eiffelturm erstrecken sich die blühenden Jardins de Trocadéro, die mit ihren Fontänen und Blumenbeeten eine fotogene Kulisse abgeben. Einen tollen Seitenblick auf das Wahrzeichen haben Sie von den östlichen Gärten entlang der Allee Jean Paulhan. Wer erleben will, wie der Eiffelturm magisch glitzert, kann sich hier ab Sonnenuntergang einfinden. Dann erstrahlt die „Dame de Fer“ – die Eiserne Dame – immer zur vollen Stunde für fünf Minuten im funkelnden Lichterkleid. 

toureiffel.paris/de

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Musée du Louvre

Das berühmteste Gemälde im Musée du Louvre: die „Mona Lisa“ von Leonardo da Vinci.

Das Kunstmuseum schlechthin und Heimat zahlreicher Werke von Weltruhm: Mit Menschentrauben vor Gemälden wie der „Mona Lisa" von Leonardo da Vinci und „Die Freiheit führt das Volk“ von Eugène Delacroix müssen Besucher des Musée du Louvre zu jeder Tageszeit rechnen. Wer jedoch die Zeit vor dem großen Ansturm nutzen will, dem sei ein Besuch um 9 Uhr morgens empfohlen. Auch kann es helfen, sich mit der kostenlosen Museums-App oder anhand eines Lageplans eine Orientierung zu verschaffen und eine Route zu überlegen. Hinweis: Montags ist der Louvre meist restlos überfüllt, dienstags hat Paris’ berühmtestes Museum hingegen geschlossen. 

Ein weiterer Tipp: Statt des oberirdischen Eingangs nutzen Sie am besten den Zugang über die Einkaufspassage Carrousel du Louvre. Über die Rue de Rivoli (Nummer 99) und eine Treppe oder die Metrostation Palais Royale – Musée du Louvre gelangen Besucher auf direktem Weg zum unteren Eingangsbereich. 

Übrigens: Weitere spannende Kunstmuseen von Paris empfehlen wir Ihnen hier.

louvre.fr/en

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Kathedrale Notre-Dame de Paris

Neben dem Eiffelturm ein weiteres Wahrzeichen der französischen Hauptstadt: die Kathedrale Notre-Dame de Paris.

Im April 2019 musste ganz Paris machtlos dabei zusehen, wie die gotische Kathedrale einem Großbrand zum Opfer fiel. Nur wenige Stunden später trat Präsident Macron vor die Mikrophone und kündigte den Wiederbau der Notre-Dame an. Rückendeckung bekam er dafür nicht nur von den Bewohnern Paris', sondern auch vom Großteil des französischen Parlaments, das sich wenige Monate nach dem Feuer für eine umfassende und möglichst originalgetreue Restaurierung aussprach.

Fünf Jahre – exakt wie von Macron angekündigt – haben die aufwändigen Arbeiten am Place Jean-Paul II. gedauert. Rund 2.000 Spezialisten waren am Aufbau beteiligt, in Zuge dessen mittelalterliches Handwerk und Werkzeuge aus dem 12. bis 14. Jahrhundert zum Einsatz kamen. Seit dem 7. Dezember 2024 ist die imposante Kathedrale wieder vollständig zugänglich. Im Zuge des Wiederaufbaus wurden sämtliche Bereiche der Notre-Dame aufwändig gesäubert, ihr Inneres ist daher deutlich heller als vor dem Feuer. Zu den architektonischen Besonderheiten zählen die berühmte Westfassade mit dem prächtigen Rosenfenster und die Fassade des Querhauses. Auch Kunstschätze wie die 13 Mays-Gemälde, Wandteppiche und Fresken haben den Brand überlebt. 

Hinweis: Der Zugang zur Kathedrale ist kostenlos. Auf der Webseite der Notre-Dame haben Besucher jedoch die Möglichkeit, einen Timeslot zu reservieren, um Wartezeiten zu vermeiden. 

notredamedeparis.fr

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Musée d'Orsay

Ein Highlight im Inneren des Musée d'Orsay ist die alte Bahnhofsuhr.

Schon als Bahnhof war der riesige und doch filigrane Bau an der Seine ein Kunstwerk, als Museum ist er Weltklasse. Seit der Eröffnung 1986 hängt dort unter anderem die Crème de la Crème des Impressionismus. Der Louvre gab alle Bilder von nach 1820 geborenen Künstlern ab, das Centre Pompidou alle Werke von bis 1870 geborenen. So kamen mehr als 4.000 Klassiker zusammen, die man fantastischer nicht präsentieren könnte. Die Gemälde, Skulpturen und Grafiken alter Meister begeistern Paris mehr denn je: Im Jahr 2023 verzeichnete das Musée d'Orsay mit mehr als 3,8 Millionen Besuchern einen neuen Rekord. 

musee-orsay.fr

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Arc de Triomphe und Avenue des Champs-Élysées

Mit dem Pkw sollte man sich nicht zu nah an den Pariser Arc de Triomphe heranwagen, zu Fuß oder mit dem Rad ist es entspannter.

Vom Arc de Triomphe, den man mit dem Auto am besten weiträumig umfährt, führt die berühmte, knapp zwei Kilometer lange Avenue des Champs-Élysées mitten durch das Zentrum von Paris. Entlang des Prachtboulevards finden sich die teuersten Boutiquen, Design-Geschäfte und Restaurants der Stadt, die zum ausgiebigen Flanieren einladen. Allein wegen der edlen Schaufenster-Arrangements von Luxusmarken wie Louis Vuitton, Chanel und Hérmes lohnt ein Abstecher. Im Zuge der Olympischen Spiele 2024 wurde die Straße übrigens neu gestaltet und um Fußgängerbereiche und Grünflächen erweitert. 

paris-arc-de-triomphe.fr

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Rue Crémieux

Die bunte Rue Crémieux liegt im 12. Arrondissement von Paris.

Bis 1990 war diese schmale, von alten und pastellfarbenen Häusern gerahmte Wohnstraße im 12. Arrondissement einfach nur hübsch. Dann wurde sie zur Fußgängerzone, die Anwohner stellten Blumenkübel vor die Türen und machten die Rue Crémieux zur fotogenen Schönheit. Das blieb nicht lange unentdeckt: Auf Instagram lancierte die Straße zum Hotspot, zahlreiche Touristen posieren hier regelmäßig für ein perfektes Foto. Sehr zum Leidwesen der Nachbarn, die die ruhigeren Zeiten vermissen. Am besten lässt man bei einem Besuch also das Smartphone in der Tasche und erfreut sich am puren Anblick der bunten Fassaden.

8

Hôtel des Invalides

Blick auf das Hôtel des Invalides und den Invalidendom

Um Veteranen besser versorgen zu können, ließ Sonnenkönig Ludwig XIV Mitte des 17. Jahrhunderts ein gigantisches Kriegsinvalidenheim am Ufer der Seine errichten. Heute ist im Hôtel des Invalides das Armeemuseum beheimatet – mit besonderen Ausstellungsstücken wie einer Enigma­-Chiffriermaschine aus dem Zweiten Weltkrieg, verschiedenen mittelalterlichen Rüstungen und einem Pistolen-Set Napoleons. Dessen Spuren können Besucher übrigens auch an anderer Stelle folgen, nämlich im Inneren des Invalidendoms. Der Kuppelbau, der lange Zeit als Kirche diente, wurde Mitte des 19. Jahrhunderts zur Grabstätte umfunktioniert, in der sich seither ein Sarkophag mit den sterblichen Überresten des französischen Herrschers befindet. 

napoleon.org/jeunes-historiens

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Opéra Garnier

Prächtiges Bauwerk: die Opéra Garnier von Paris

Meist stehen in der Opéra Garnier Ballettaufführungen auf dem Programm, es werden aber auch klassische Opern und Konzerte gespielt. Erbauer Charles Garnier gab dem architektonischen Schmuckstück seinen Namen. Übrigens: Es muss nicht immer eine Aufführung sein. Allein die Führung durch die 1875 eröffnete Oper ist ein Erlebnis. Eine Marmortreppe führt ins Grand Foyer, das mit seinem Golddekor und Kronleuchtern an Pracht kaum zu übertreffen ist. Das Deckengemälde an der Kuppel des Zuschauerraums schuf Marc Chagall im Jahr 1964.

operadeparis.fr

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Die Katakomben von Paris

Die Katakomben von Paris zählen zu den ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten der Stadt: Tief unter den Straßen erstreckt sich ein weit verzweigtes Tunnelsystem, das ursprünglich aus alten Steinbrüchen entstand. Ende des 18. Jahrhunderts wurden hier die Gebeine von Millionen Pariserinnen und Pariser hingebracht, da die Friedhöfe der Stadt überfüllt waren – heute ruhen in dem unterirdischen Beinhaus die Überreste von mehr als sechs Millionen Menschen. Ein kleiner Teil dieses Labyrinths ist für Besucher zugänglich und vermittelt mit seinen kunstvoll aufgeschichteten Schädeln und Knochen einen ebenso eindrucksvollen wie beklemmenden Einblick in die Geschichte der französischen Hauptstadt.

Hinweis: Derzeit sind die Pariser Katakomben im Zuge von Modernisierungsarbeiten für Gäste geschlossen. Die Wiedereröffnung soll noch im Frühling 2026 stattfinden.

catacombes.paris.fr

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Radtour am Canal Saint-Martin

Wer es etwas ruhiger mag, ist am Canal Saint-Martin in Paris bestens aufgehoben.

Die Straßen um diesen alten Wasserweg, der teils unterirdisch verläuft, haben sich in den letzten Jahren zum Trendviertel entwickelt. Wer Paris von einer anderen Seite und aktiv erkunden will, dem legen wir eine Radtour ans Herz. Mit dem öffentlichen Leihsystem Vélib‘ können auch Ortsfremde ein Fahrrad mieten, sofern sie über eine Kreditkarte verfügen. Alternativ gibt es an vielen Orten in Paris Fahrradverleihe. Eine spannende Route führt am Canal Saint-Martin entlang von der Bastille-Oper bis zum Bassin de la Villette mit seinen Kneipen, Kinos und Badeschiffen. 

Merian-Tipp für eine Pause zwischendurch: das Hôtel du Nord direkt am Kanal, bekannt aus Marcel Carnés' gleichnamigem Filmklassiker von 1938. Heute befindet sich hier ein Bistro, das klassische Speisen wie Entenconfit, Pilzrisotto und Blutwurst serviert.

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Bibliothèque Nationale, Site Richelieu-Louvois

Der Lesesaal am Standort Richelieu-Louvois ist besonder prächtig.

Groß war der Aufschrei, als die Idee aufkam, einen Neubau für die Nationalbibliothek zu errichten. Immerhin ist man in Frankreich sicher, am historischen Standort in der Rue de Richelieu 5, nahe Louvre und Oper, den schönsten Lesesaal der Welt zu haben. Tatsächlich gilt die filigrane Gusseisenkonstruktion aus den 1860er Jahren als wegweisend für die französische Architektur des Fin de Siècle. 

Doch die Bibliothèque Nationale, mit ihren 30 Millionen Büchern und Dokumenten eine der größten Sammlungen überhaupt, brauchte Platz. 1996 zog ein Großteil in einen spektakulären Glasbau im 13. Arrondissement. Glücklicherweise ist der Standort Richelieu-Louvois nach wie vor zugänglich und dient heute als Schatzkammer für Manuskripte, Kupferstiche, Karten und Münzen. Auch der berühmte Salle Labrouste lädt weiterhin zum Lesen und Staunen ein. 

Übrigens: Hier haben wir die schönsten Bibliotheken weltweit gesammelt.

bnf.fr/fr

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Cimetière du Père Lachaise

Berühmter Friedhof: der Cimetière du Père Lachaise

Die Alleen und die kunstvoll gestalteten Gräber und Mausoleen auf dem größten Friedhof von Paris sind eine Augenweide. Seinen Ruhm verdankt der Cimetière du Père Lachaise aber den berühmten Menschen, die hier begraben sind – darunter Oscar Wilde, Edith Piaf, Marcel Proust und natürlich Jim Morrison. Das Grab des Sängers von The Doors ist zur Pilgerstätte geworden, Fans legen neben Blumen auch Schallplatten und allerhand Merchandise ab. Für spannende Details und Sehenswertes abseits der berühmten Gräber können Gruppenführungen gebucht werden. 

paris.fr/dossiers

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Palais Royal

Für Erholungspausen inmitten des Sightseeing-Marathons bietet sich der Jardin du Palais Royal an.

Nur wenige Schritte vom Louvre entfernt, wurde der Palais Royal im 17. Jahrhundert für Kardinal Richelieu erbaut und diente lange Zeit als königliche Residenz. Heute ist vor allem der dazugehörige Garten ein echtes Highlight: Umgeben von arkadengesäumten Galerien lädt der streng symmetrisch angelegte Jardin du Palais Royal mit seinen Alleen, Blumenbeeten und ruhigen Rasenflächen zum Verweilen ein. Einst Treffpunkt der Pariser Gesellschaft mit Cafés, Boutiquen und Vergnügungen, ist er heute eine grüne Oase fernab des Großstadttrubels.

domaine-palais-royal.fr

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Ausflugsziel ab Paris: Haus und Garten Claude Monet

Hier zu sehen: das ehemalige Wohnhaus von Claude Monet in der Normandie.

Rund eine Stunde von der Hauptstadt entfernt, taucht man in Giverny in der Normandie in die Welt des Impressionismus ein. Monets liebevoll restauriertes Wohnhaus gibt Einblicke in das Leben des Künstlers, während die weitläufigen Gärten wie ein lebendig gewordenes Gemälde wirken. Berühmt ist vor allem der Wassergarten mit seiner japanischen Brücke, den Seerosen und dem sanften Spiel aus Licht und Farben. Ein Spaziergang durch diese Anlage verbindet Kunst und Natur auf einzigartige Weise und macht den Besuch zu einem der schönsten Tagesausflüge rund um Paris.

claudemonetgiverny.fr