Helgoland © Isabela Pacini
Natur

Urlaub auf Helgoland: 5 Tipps für gelungene Ausflüge

Ein Helgoland-Urlaub ist Urlaub in der Natur. Egal, ob Sie die Klippen über dem weiten Meer entlangwandern, oder die Zeit am Strand genießen – Sie werden hier (wieder) zu sich finden.

Text Simone Bauer

Hafen: Meeresspezialitäten und Duty-Free-Shops

Helgoland © Isabela Pacini

Nicht nur Kreuzfahrtschiffe steuern gerne den Hafen von Helgoland an. Von Cuxhaven oder von Sylt aus kann man für einen Tagesausflug das Schiff nehmen.

Gleich bei der Ankunft an den Helgoländer Landungsbrücken entdecken Sie die erste Sehenswürdigkeit: Bunte Häuschen reihen sich aneinander der Promenade entlang. Wie süß! In den meisten verbergen sich Läden, deren Ware Sie zollfrei erwerben können. Folgt man den hübschen Bauten entlang, kommt man im Inselkern zu weiteren Läden mit Parfüm, Zigaretten und Souvenirs im Marinelook, aber auch zu verschiedenen Restaurants.

Die Wenigsten fahren jedoch nach Helgoland, um Pizza zu essen: Die Hochseeinsel der Nordsee ist bekannt für ihre Hummerbuden. Ebenso berühmt sind die Helgoländer Knieper, die Scheren des Taschenkrebses. Doch selbst ein normales Fischbrötchen schmeckt hier fantastisch!

Klippenrandweg: Inselrundgang mit vielen Highlights

Helgoland © Jasmin Frey

Kein Helgolandurlaub ohne Klippenrundgang. Drei Kilometer umrundet man die Insel, die zu Schleswig-Holstein gehört, auf dem „Oberland“. Dieses Plateau, entstanden durch eine Sprengung der Briten 1947, erlaubt einen unfassbaren Ausblick: Die Klippen setzen sich wunderschön rot vom blauen Meer und blauen Himmel ab. Zur rechten Hand hin grüne Wiesen – was für eine Idylle! Das denken sich sicherlich auch die Schafe, die gelegentlich am Wegesrand grasen.

Das wahre tierische Highlight sind aber nicht die Schafe, sondern die Vögel. Von den unterschiedlichen dort ansässigen Arten brüten fünf Vogelarten ausschließlich auf Helgoland. Die sogenannten Lummen benennen auch den Lummenfelsen, auf dem es vor Federvieh nur so wimmelt. Die Seevögel zeigen sich dort sehr unbeeindruckt von den vielen Zuschauern.

Helgoland eignet sich übrigens für tollen Senioren-Urlaub: Statt die 182 Stufen zählende Treppe zum Oberland zu nehmen, können sie einfach auf einen Aufzug ausweichen. Am Wegesrand stehen zudem lehreiche Schilder zu Natur und Geschichte, was den einen oder anderen Ehepartner dazu bewegt, es seiner Partnerin so nachzuerzählen, als hätte er in der Schule ganz besonders gut aufgepasst.

Der Klippenrandweg führt schließlich zur Felsnadel Lange Anna, die einst durch einen Felsbogen verbunden nun völlig losgelöst aus der Nordsee emporragt. Tatsächlich wird die Lange Anna von Jahr zu Jahr dünner; Frost, Regen und Meer setzen ihr sehr zu.

Nachbarinsel: Mit der Dünenfähre zur Düne

Helgoland © Isabela Pacini

Wer ausgiebig Urlaub in Helgoland macht, darf sich die Nachbarinsel „Düne“ nicht entgehen lassen. Zu erreichen ist die tausend Meter lange und siebenhundert Meter breite Standinsel mit einer Fähre. Im November und Dezember bringen hier Kegelrobben ihre Jungen zu Welt. Man kann sich ihnen bis auf dreißig Meter nähern. Auf dem Rückweg nach Sylt beispielsweise wird aber auch an einer Seehundbank vorbeigeschippert.

Auf der Düne befindet sich ebenfalls der Friedhof der Namenslosen – ein Seemannsfriedhof mit Blick aufs Meer, wie es ihn selten vorzufinden gibt. Es ist schwer zu sagen, wann hier die ersten Seefahrer bestattet wurden. Es gibt aber Hinweise auf Gefallene aus dem Jahr 1864, die bei einer Seeschlacht zwischen Preußen, Österreich und Dänemark ihr Leben ließen.

Helgoland: Inspiration für Dichter und Denker

Helgoland © Isabela Pacini

Es entstand nicht nur August Heinrich Hoffmann von Fallerslebens dritte Strophe der Deutschlandhymne auf Helgoland. Kinderbuchautor James Krüss ist auf Helgoland geboren und aufgewachsen, weswegen ihm ein Teil des Museum Helgoland gewidmet wurde. Darüber hinaus sind auf der ganzen Insel verteilt markante Punkte zu finden, die den Schriftsteller („Timm Thaler“) inspirierten, beispielsweise der Leuchtturm auf der Hummerklippe – so auch der Name des Abenteuerbuches.

Das Museum selbst ist täglich von 10 Uhr bis 14 Uhr 30 geöffnet und kostet 5,50 Euro Eintritt. Die Buchinstallationen davor kann man aber auch ohne Eintrittskarte besichtigen.

www.museum-helgoland.de/home/themen/james-kruess.html

Badespaß: Drinnen und draußen

Helgoland © Isabela Pacini

Der Strand auf der Hauptinsel selbst lädt nicht unbedingt zum Baden ein, auch, wenn das vor hundert Jahren noch anders aussah. Heutzutage legt man sich lieber in den feinen Strand auf der Düne. Denn auf Helgoland wimmelt es vor streng riechenden Algen, die an den Strand gespült wurden. Ein schönes Fotomotiv dank der wilden Natur ist der Strandabschnitt trotzdem, da man sowieso beim Rundgang daran vorbeikommt.

Wer ohnehin lieber ins Hallenbad möchte, kann dies im mare frisicum tun. Hier locken unter anderem ein eingebauter Geysir im Innenpool sowie ein Brodelbecken im Außenbereich. Der Eintritt beträgt 5,50 Euro für zwei Stunden (als Erwachsener).

www.helgoland.de/freizeit-gestalten/schwimmbad

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