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Kultur

Ritterliche Eifel: Die Burg ruft!

Wenn die Maare ihre Augen sind, dann sind die vielen Burgen die Kronen der Eifel. MERIAN stellt die schönsten Bauwerke vor: Satzvey, Reifferscheid, Ramstein, Olbrück, Bürresheim – eine ist stolzer als die andere. Wundervolle Wanderwege verbinden sie.

Datum 14.04.2021

Burg Satzvey

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Diese Wasserburg in Mechernich im Norden der Eifel ist an Wochenenden sehr gut besucht, dann starten meist stündlich Führungen (Dauer: 45 Minuten). Unter der Woche kann es hier schön ruhig sein, das Ensemble ist ohne Eintritt offen. Ab 1396 entstand die Wasserburg Satzvey. So intakt sie heute wirkt: Die Burg hat einiges überstanden, wurde umgestaltet, erweitert, teils ließ man sie verfallen, und die Bomben im Zweiten Weltkrieg zerstörten sie stark. Wieder instandgesetzt und belebt wurde sie von der Familie der Grafen Beissel von Gymnich, die das Anwesen äußerst umtriebig nutzen. Sie haben eine Burgbäckerei eingerichtet, ferner gibt es eine Senfmühle und ein Schnitzelhäuschen, dazu diverse Veranstaltungen: Ostermarkt, Sommer- und Weihnachtsmarkt, eine Hexennacht, eine Halloween-Party und in der Region mittlerweile legendäre Ritterfestspiele mit Schwertkämpfen und Bogenschießen.

www.burgsatzvey.de

Burgruine Reifferscheid

© Dominik Ketz/Eifel Tourismus GmbH

Wer diese mehr als 900 Jahre alte Burg im Westen der Eifel, an der Grenze zu den belgischen Ardennen, besucht, sollte Fantasie mitbringen. Den Wandel der Zeit hat diese Burg nicht so unversehrt überstanden wie Satzvey. Erstmals erwähnt wurde Reifferscheid, eine mittelalterliche Höhenburg, im Jahr 1106. Ein Brand zerstörte sie im 17. Jahrhundert, danach wurde sie als barockes Schloss wiederaufgebaut und später erneut zerstört. Bis heute sind die Ruine des Schlosses und die alte Burgsiedlung drumherum gut erkennbar. Gleich nebenan liegt die Kirche St. Matthias, die Gemeinde dort organisiert Führungen auf der Burg. Am ersten Adventswochenende füllt ein besonders schöner Weihnachtsmarkt die Ruine mit Leben. Tipp: Reifferscheid liegt auf der Burgen-Route, einer 17 Kilometer langen Wanderung von Hellenthal nach Blankenheim (Dauer: 5,5 Stunden).

www.reifferscheid-eifel.de

Manderscheider Burgen

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Heute stehen sie da ganz einträchtig, die Oberburg auf ihrem Berg, die Niederburg auf ihrem Felsen im Liesertal. Nur ein viertelstündiger Fußweg und das Flüsschen Lieser trennen die beiden. Die kleinere Oberburg, urkundlich verbrieft ab den 1140er Jahren, war in der Hand des Trierer Erzbistums. Auf der Niederburg, je nach Quelle verbrieft ab 1133 oder 1173, residierten die Manderscheider Grafen, Vögte der Abtei Echternach und damit Vertreter der Interessen des Herzogtums Luxemburg. Die Herren der Burgen lagen über Jahrhunderte im Clinch. Heute wird in Manderscheid nur noch zur Show gekämpft – wenn im August beim Manderscheider Burgenfest auf der Niederburg Ritter gegeneinander antreten. Ein besonderes Erlebnis ist auch die Manderscheider Burgenweihnacht am ersten Adventswochenende. Das ganze Jahr über beeindruckend ist die Aussicht vom fünfstöckigen Bergfried der Oberburg. Von hier geht der Blick auf das Liesertal, die Niederburg und den Kneipp-Kurort Manderscheid, der auch ein tolles Maar-Museum hat.

www.gesundland-vulkaneifel.de/ausflugsziele/manderscheider-burgen

Burg Ramstein

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Ganz am unteren Rand der Eifel, nur acht Kilometer nördlich von Trier, liegt diese Burg auf einem 180 Meter hohen Buntsandsteinfelsen am Fluss Kyll. Erbaut wurde Ramstein im 14. Jahrhundert im gotischen Stil im Auftrag des damaligen Erzbischofs von Trier. 1689, während des Pfälzischen Erbfolgekrieges, wurde die Burg gesprengt, nur ihre Außenmauern blieben erhalten – und geben heute eine Vorstellung davon, wie es hier einst ausgesehen haben muss. Seit 1826 ist das Ensemble in Privatbesitz der Familie Moll, die unterhalb der Ruine das Hotel und Restaurant „Burg Ramstein“ mit kleinem Burggarten betreibt. Ein perfekter Stopp für alle, die auf dem Römerpfad wandern.

www.burgramstein.de

Burg Olbrück

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Es ist ein kleiner Aufstieg mit großem Lerneffekt: 150 Stufen führen auf den 34 Meter hohen Bergfried, den am besten erhaltenen Teil der Burgruine in der Vulkanregion Laacher See. Unterwegs, in den Gewölbestuben, erfahren die Besucher mit Hilfe audiovisueller Technik viel über die Entstehung der Burg und das Leben, das dort einst herrschte. Schon die Römer hatten den 460 Meter hohen Phonolithkegel im Brohltal bebaut, die Burg selbst ist vermutlich fast 1000 Jahre alt. Ganz oben im Bergfried angekommen, hat man einen grandiosen Weitblick – an klaren Tagen sieht man von hier bis zu den Spitzen des Kölner Doms. Toll für Kinder: der Spielplatz im Mauerring der Vorburg, der als Ritterburg gestaltet ist. Wer gut zu Fuß ist, erkundet die Burg im Rahmen des rund 23 Kilometer langen Geopfades Olbrücker Burgpanorama. Für alle, die mit dem Rad unterwegs sind, empfiehlt sich der Brohltalradweg.

www.vulkanregion-laacher-see.de/a-burg-olbrueck

Schloss Bürresheim

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Kaum zerstört ist dieses Kleinod, das nordwestlich von Mayen auf einem Felssporn liegt. Die Ursprünge reichen zurück bis ins Jahr 1157. Ähnlich wie die berühmte Burg Eltz ist diese Burg nie gewaltsam erobert worden. Im Lauf der Jahrhunderte kamen Erker und Türme hinzu. Das Schloss geht zurück auf die „Trierer Burg“, die im 17. Jahrhundert zum Schloss ausgebaut wurde. Im Schloss sind wertvolle Möbel, Alltagsgegenstände und Gemälde aus unterschiedlichen Jahrhunderten im Rahmen einer Führung zu sehen (Dauer: 45 Minuten). Das größte Schmuckstück aber liegt vor der Tür: der Terrassengarten im barocken Stil. Angebote für Kinder sind der „Geisterpass“, für den sich fünf Burgen und Schlösser zusammengetan haben, und die Ritterwerkstatt. Tipp für Wanderer: Bürresheim liegt am Traumpfad Förstersteig.

www.tor-zum-welterbe.de/schloss-buerresheim

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