Wandern Eifel © Dominik-Ketz/RPT
Aktiv

Genuss und Erlebnis: Wandern in der Eifel

Wie vielseitig sie ist, offenbart die Eifel am besten auf ihren zahllosen Rad- und Wanderrouten. Vom einsamen Pilgerpfad bis zu Genuss-Spaziergängen: Bei unserer Auswahl ist für jeden etwas dabei. Und die nächste Burg, das nächste Maar sind nie weit weg.

Mit viel Zeit im Gepäck: Routen für mehrere Tage.

Eifelstieg

Eifelstieg © Dominik Ketz/RPT

Dauer: ca. 15 Tage, Länge: 313 km

Auf den 15 Etappen (je 15 bis 28 km lang) zwischen Kornelimünster und Trier durchquert man das Hohe Venn in Belgien, den Nationalpark Eifel, die Gerolsteiner Dolomiten und das hübsche Butzerbachtal. Leichter wird die anspruchsvolle Tour, wenn man sein Gepäck transportieren lässt. Tipp: Unterwegs kann man auch auf schön gelegenen Trekkingplätzen übernachten, einer Plattform mitten in der Natur für bis zu zwei Zelte (10 Euro pro Zelt).

www.eifelsteig.de
www.trekking-eifel.de

Jakobsweg

Jakobsweg © Dominik Ketz

Dauer: 9 Tage, Länge: ca. 210 km

Der Klassiker unter den Fernwanderwegen führt unter anderem von Euskirchen nach Trier. Unterwegs können Sie in der Euskirchener Pfarrkirche St. Martin den goldverzierten Hochaltar von 1510 und das barocke Kloster von Prüm bewundern – aber auch weltliche Dinge wie das riesige Radioteleskop Effelsberg des Max-Planck-Instituts. Weiter südlich streift man durch das Burgenstädtchen Kronenburg mit seinen engen Gassen und durch die Fichtenwälder des Bergrückens der Schneifel (Übernachtungstipp in Blankenheim: die Jugendherberge dort liegt in einer 900 Jahre alten Burg). 

www.fernwege.de/d/jakobsweg/koeln-schengen/etappen/index.html

Lieserpfad

Lieserpfad © Dominik Ketz

Dauer: 4 Tage, Länge: ca. 74 km

Von der Quelle der Lieser bei Boxberg in der Vulkaneifel geht es über stille Wege und romantische Täler bis zu ihrer Mündung in der Mosel. Wer mag, legt unterwegs am Gemündener Maar einen Badestopp ein und besucht die Manderscheider Burgen und die römische Villa von Wittlich.

www.lieserpfad.de
www.eifel.info/wandern/top-wanderwege/lieserpfad

Gipfel, Ruinen, Schluchten: Strecken mit viel Abwechslung

Zur Hohen Acht

Zur Hohen Acht © Dominik Ketz/RPT

Dauer: ca. 8 Stunden, Strecke: 22 km
Busvariante: 1,5 Stunden, Strecke: 11 km

Die Eifel ist ein Fest der schönen Ausblicke, und quasi der Champagner auf diesem Fest ist die Hohe Acht, der höchste Berg der Region. 747 Meter ragt sie im Osten der Eifel auf. Für ungeübte Wanderer ist der Weg durchaus fordernd. Die Tour führt von Kempenich durch den Wald über Lederbach und Hohenleimbach auf die Hohe Acht und weiter nach Adenau. Wenn Sie es ruhig angehen lassen wollen, nehmen Sie Bus 815 oder 816 von Adenau Markt. Von der Station Jammelshofen/Kaiser-Wilhelm-Turm ist es nur noch ein Kilometer bis zum Gipfel.

www.eifel.info/wandern/wanderwege/a-eifelleiter-etappe-3
www.eifel.info/wandern/wanderwege/a-schnuppertour-auf-der-eifelleiter

Im Tal der wilden Endert

Tal der wilden Endert © Marco Rothbrust/RPT

Dauer: ca. 6 Stunden, Länge: 20 km

Nehmen Sie sich viel Zeit für diese Tour, denn hier reiht sich ein tolles Ausflugsziel an das nächste: Los geht es in Ulmen, wo man die römische Burgruine und das Ulmener Maar besuchen kann, etwa zehn Kilometer östlich stürzt tosend der Fluss Endert sieben Meter tief zu Tal, gleich nebenan liegt die sehenswerte Wallfahrtskirche Maria Martental. Wer am Ziel noch Energie hat, besichtigt die Reichsburg Cochem.

www.eifel.info/wandern/wanderwege/a-wilde-endert

Rundweg Teufelsschlucht

Teufelsschlucht © Dominik Ketz/RPT

Dauer: 4,5 Stunden, Länge: 17,4 km
Variante: 1 Stunde, 1,6 km

Die 28 Meter tiefe Felsspalte bei Ernzen in der Südeifel entstand in der letzten Eiszeit. Die Treppen und Wege zwischen erhabenen, moosbewachsenen Sandsteinfelsen und entlang des Felsenweihers erfordern Fitness und Geschick. Es gibt aber auch eine leichtere Variante, die sich für Familien mit Kindern eignet. Für die ist sicher auch der nahe Dinopark ein Highlight.

www.eifel.info/wandern/wanderwege/a-felsenweg-6-teufelsschlucht
www.eifel.info/wandern/wanderwege/a-teufelspfad-1-der-kleinerundweg-teufelsschlucht

Unter Tage und dem Himmel ganz nah: die Eifel per Rad entdecken

Maare-Mosel-Radweg

Maare-Mosel-Radweg © Dominik Ketz/RPT

Dauer: knapp 5 Stunden, Länge: 59 km

Die Strecke zwischen den Dauner Maaren und Bernkastel-Kues fährt sich fast wie von selbst: Obwohl sie durch hügelige Vulkanlandschaften führt, hat sie nur wenige Steigungen. Der Weg verläuft entlang einer umgebauten Bahntrasse über Viadukte und durch Tunnel, einer davon ist fast 600 Meter lang. Lohnende Abstecher: Etwa drei Kilometer südlich von Gillenfeld kann man die fünf Meter hohe „Strohner Lavabombe“ bewundern, einen 120 Tonnen schweren Basaltfelsen. Nicht weit von Pantenburg liegen die Burgen von Manderscheid. Wer nur einen Teilabschnitt fahren möchte, kann unterwegs samt Bike in einen der Radbusse einsteigen (April bis Oktober, vorher reservieren: Tel. 06571 4086).

www.maare-moselradweg.de
www.eifel.info/a-maare-mosel-radweg
www.radbusse.de

Eifel-Ardennen-Radweg

Eifel Ardennen Radweg © Eifel Toursimus GmbH

Dauer: 2 Stunden, Länge: 36 km

Ebenfalls auf ehemaligen Bahntrassen geht es von Prüm mit der sehenswerten Basilika St. Salvator durch die Westeifel bis nach St. Vitus in Belgien. Halten Sie unterwegs im Alfbach-Tal die Augen nach Bibern offen! Auf einer geführten Tour im Örtchen Bleialf können Sie in den beeindruckenden Mühlenberger Stollen hinabsteigen, in dem früher Bleierz abgebaut wurde (geöffnet von Mai bis Oktober). Von dort sind es nur noch wenige Kilometer bis zur belgischen Grenze, hinter der dann auch bald die Silhouette von St. Vith mit seiner neo-romanischen Pfarrkirche St. Vithus auftaucht. Wer sich zum Finale etwas gönnen möchte, kann zwischen gleich zwei Sterne-Restaurants wählen: dem Hotel „Zur Post“ und dem „Quadras“.

www.eifel.info/a-eifel-ardennen-radweg
www.besucherbergwerk.bleialf.org
www.hotelzurpost.be
www.restaurant-quadras.be

Vennbahn

Vennbahn © adobe.stock

Dauer: 12 Stunden, Länge: 125 km

Tief im Westen zeigt sich wieder mal, wie europäisch die Eifel ist: Von Aachen oder Monschau geht es über Belgien mit dem Hohen Venn und der trutzigen Burg Reuland über das idyllische Ourtal nach Troisvierges in Luxemburg. Einst wurde auf dieser Strecke, heute einer der längsten Bahntrassen-Radwege Europas, Kohle aus der Nordeifel in die Verhüttungsbetriebe im Süden transportiert. Im Hohen Venn unbedingt einmal das Rad parken und über die Holzstege durch die zauberhafte Moorlandschaft spazieren!

www.eifel.info/a-vennbahn

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