Rhododendron Bremen © Gerald Hänel
Städtereisen

Ein Park für Bremens stolze Rhododendren

Der Bremer Rhododendron-Park beherbergt die weltweit zweitgrößte Sammlung dieser Art und ist im Frühsommer ein Blütenparadies. Doch der Besuch des herrlichen Parks lohnt immer. Denn dort locken zudem der Botanische Garten und die Erlebniswelt „botanika“.

Beim Bremer Rhododendron-Park sind die Kommentare in den sozialen Netzen eindeutig: Wer dort war, ist hingerissen, begeistert, beglückt, mit neuem Seelenfrieden für kommende Herausforderungen gerüstet. Auffällig, dass viele Besucher gerade in den langen Corona-Monaten den Park immer wieder als „Oase“ beschreiben. Hier finden viele einen Ort der Ruhe und Erholung. Herrlich lässt es sich spazieren, entspannen und Fahrradfahren. Vor allem im Frühsommer leuchtet dieses Stadtparadies in satten Farben: Pink, Magenta, Lila, Violett – der Rhododendron zeigt sich dann von seiner schönsten Seite.

Weitläufig, gepflegt, kostenlos

Man muss gar kein ausgesprochener Fan dieser vielgestaltigen Pflanze aus der Familie der Heidekrautgewächse sein, um den Rhododendron-Park in Bremen zu lieben. Die Anlage im Stadtteil Horn-Lehe, nordöstlich der Innenstadt von Bremen, ist weitläufig, liebevoll gepflegt, kostenlos und mit schönen Spielplätzen garniert. Das Gelände ist in mehrere Bereiche aufgeteilt: hier finden sich unter anderem der Alte und der Neue Park, ein Steingarten, ein Azaleenhain, Rosen- und Themengärten. Wer die blühende Natur liebt, kann sich mitunter Stunden zwischen den prächtigen Pflanzen aufhalten und viel entdecken. 

85. Jubiläum im Rhododendron-Park Bremen

Im Jahr 2022 gibt es im Rhododendron-Park in Bremen zudem einen besonderen Anlass zu feiern. Die schöne Anlage in der Hansestadt wird 85 Jahre alt. Am Pfingstmontag gibt es zum Jubiläum ein buntes Programm mit Live-Musik, Stelzenkunst, Führungen und Verpflegung. Der Eintritt ist wie regulär kostenlos. 

Blüte im Frühsommer

Rhododendron Park Bremen © Gerald Hänel

Wenn man obendrein Rhododendren mag, ist es paradiesisch: Auf einer Fläche von 46 Hektar befindet sich eine einzigartige Sammlung an Rhododendren und Azaleen. Von den weltweit etwa 1000 Wildarten des Rhododendron wachsen hier mehr als 600. Daneben werden den jährlich rund 300.000 Besuchern etwa 3500 gezüchtete Sorten präsentiert. Damit besitzt Bremen die zweitgrößte Sammlung an Rhododendren-Arten und -Sorten der Welt. Die Hauptblütezeit liegt etwa zwischen Ende April und Mitte Juni.

Hortensien springen blühend ein

Die Rhododendren sind außerhalb der Blütezeit natürlich vorwiegend grün. Blühende Pflanzen bietet der Park allerdings beinahe immer. Etwa in dem Botanischen Garten und in dem Rosengarten, die in den Park integriert sind, aber auch auf den Flächen der Hauptattraktion: Oft sind unmittelbar vor die Rhododendronbüsche Hortensien gesetzt, um auch im Sommer farbliche Abwechslung zu bringen. Der Park ist Eigentum der Stiftung Bremer Rhododendronpark, die auch für seine Pflege und Unterhaltung zuständig ist. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen und sehr verdient.

Aufregende „botanika“ im Rhododendron-Park Bremen

Botanika © Gerald Hänel

Mitten im Park liegt die „botanika“, die sich selbst als „Bremens große Entdeckerwelt“ beschreibt. In Schau- und Gewächshäusern entfalten sich exotische Landschaften, eine Dauer- und verschiedene Sonderausstellungen. Auch verschiedene Tierarten, darunter kleine Menschenaffen, ein Pantherchamäleon und verschiedene Pfeilgiftfrösche zählen zu Bremens grüner Erlebniswelt.

Friedens-Buddha

Seit August 2017 beherbergt die „botanika“ außerdem den Friedens-Buddha für Europa. Die 2,40 Meter hohe vergoldete Buddha-Statue ist ein Geschenk des Dalai Lama, der auf jedem Kontinent der Erde eine solche Statue errichten möchte. Der Eintritt zur „botanika“ kostet 10,50 Euro, Kinder bis 17 zahlen fünf Euro.

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