Die 15 besten Museen in Berlin

Beinahe vier Millionen Menschen leben in der deutschen Hauptstadt – entsprechend groß ist die Museumsszene hier. Berlin bietet eine extrem vielseitige und diverse Kunst- und Kulturlandschaft, mit unabhängig betriebenen Galerien und Ateliers, aber auch ganz großen, überregional bekannten Ausstellungshäusern. Ob Kunst-Connoisseure, Geschichtsfans, Naturkunde-Nerds oder Liebhaber der Fotografie: In der Millionenmetropole kommt wirklich jeder auf seine Kosten.
Wir zeigen 15 einzigartige Museen in Berlin, die man kennen sollte.
Museum für Naturkunde

Wie es sich für die Kapitale gehört, beherbergt Berlin das größte Naturkundemuseum in Deutschland. Rund 700.000 Menschen besuchen das Haus in Berlin-Mitte pro Jahr. Das Gebäude stammt aus dem späten 19. Jahrhundert und bietet schon lange nicht mehr ausreichend Platz für die 30 Millionen Objekte, die zur Sammlung gehören – deshalb sind derzeit „nur“ rund 10.000 davon zu besichtigen. Die Museumsbetreiber wollen diesen Umstand ändern: Durch den derzeit stattfindenden Umbau soll das Ausstellungsgelände von 5.500 Quadratmeter auf das Doppelte anwachsen. Außerdem ist ein zweiter Standort in Berlin-Adlershof geplant.
Das Highlight im Museum für Naturkunde ist für die meisten Besucher die sogenannte Saurierwelt. Im Lichthof findet sich beispielsweise mit dem „Giraffatitan brancai“ das größte montierte Dinosaurier-Skelett der Welt – dafür gab es bereits einen Eintrag im Guinness-Buch der Weltrekorde. Dort seit 2015 zu sehen ist auch der rund 66 Millionen alte Tristan Otto T-Rex. Auch die Dauerausstellungen „System Erde“ und „Kosmos und Sonnensystem“ sind sehr beliebt bei Groß und Klein; sie verdeutlichen eindrücklich, wie unser Planet und das Weltall funktionieren und welche Kräfte sich dort gegenseitig beeinflussen. In letzterer finden Gäste einen großen Projektionshimmel, der die Geschichte des Kosmos vom Urknall bis in die heutige Zeit erzählt.
Alte Nationalgalerie

Als Teil des beeindruckenden Bauensembles auf der Berliner Museumsinsel gehört die Alte Nationalgalerie zum Unesco-Weltkulturerbe. Architekt Friedrich August Stüler war maßgeblich verantwortlich für den Tempelbau, in dem die Alte Nationalgalerie untergebracht ist, eröffnet wurde das Museum 1876. Heute umfasst die Sammlung vornehmlich Kunst aus dem späten 18., dem 19. und dem frühen 20. Jahrhundert. Viele Werke aus der Alten Nationalgalerie gehen auf eine Schenkung von Joachim Heinrich Wilhelm Wagener an den preußischen Staat in den 1860er Jahren zurück, so etwa Gemälde von Karl Friedrich Schinkel.
Rund 2.000 Gemälde und 2.000 Skulpturen sind in der Sammlung untergebracht, in der Dauerausstellung ist davon leider nur ein Bruchteil zu sehen. Auf drei Stockwerken geht es von Landschaftsgemälden Jakob Philipp Hackerts und einem ganzen Raum für Werke von Caspar David Friedrich über Meisterwerke impressionistischer Malerei bis hin zur Skulpturenquerhalle. Dort sind etwa die Künstler Johann Gottfried Schadow und Berthel Thorvaldse vertreten. Highlights aus der Sammlung sind unter anderem Auguste Rodins „Der Denker“ (1881-83) und Caspar David Friedrichs „Mönch am Meer“ (1808-10).
Berlin Story Bunker

Wie konnte der Nationalsozialismus so viele Menschen für sich gewinnen? Dieser Frage widmet sich die Ausstellung „Hitler – wie konnte es geschehen?“, die den Kern des Berlin Story Bunkers bildet. Untergebracht ist sie in einem ehemaligen Luftschutzbunker aus dem Jahr 1942 im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Auf rund 3.000 Quadratmetern und drei Ebenen zeichnet die Dokumentation den Aufstieg Adolf Hitlers und der NSDAP, die Gleichschaltung der Gesellschaft sowie den Terror des Regimes nach.
Doch das unterirdische Museum widmet sich nicht allein den Jahren des Nationalsozialismus. Eine weitere Schau spannt den Bogen von 1945 bis in die Gegenwart und beleuchtet die Entwicklung Deutschlands anhand zahlreicher Originalobjekte und nachgebildeter Szenen – von den Jahren des Wirtschaftswunders über den Mauerbau und die RAF zum Fall der Berliner Mauer und bis hin zur Corona-Pandemie. Zum Museumskomplex gehört außerdem das Ukraine Museum, das sich mit den Folgen des russischen Angriffskriegs auseinandersetzt. Die Ausstellung wird fortlaufend erweitert, da die Betreiber regelmäßig Exponate aus der Ukraine nach Berlin bringen.
Deutsches Technikmuseum
Über den Dächern des Deutschen Technikmuseums schwebt ein Rosinenbomber – und macht schon von Weitem deutlich, worum es hier (unter anderem) geht. Am historischen Gleisdreieck in Berlin-Kreuzberg, einst einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Stadt, widmet sich das 1983 eröffnete Haus den technischen Errungenschaften vergangener und gegenwärtiger Zeiten. Bis 1996 trug es noch den Namen „Museum für Verkehr und Technik“. Heute besuchen jährlich mehr als 700.000 Menschen die Einrichtung gemeinsam mit dem angeschlossenen Science Center Spectrum.
Die Themen der Dauerausstellungen reichen von Eisenbahn, Schifffahrt und Straßenverkehr über Druck- und Filmtechnik bis hin zu Chemie und Pharmazie. Ergänzt wird das Angebot durch regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen – derzeit etwa einen interaktiven Erlebnisraum zur digitalen Souveränität, der sich mit Themen wie Künstlicher Intelligenz, Datennutzung und Mobilität beschäftigt. Führungen, Workshops und Live-Events, bei denen unter anderem mit Temperaturen von minus 196 Grad experimentiert wird, machen Technik praktisch erlebbar.
Topographie des Terrors
Dieses Dokumentationszentrum befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Gestapo-Hauptquartiers in Berlin-Kreuzberg. Im Mittelpunkt steht die gleichnamige Dauerausstellung, die die Rolle von SS und Polizei im „Dritten Reich“ sowie die von ihnen begangenen Verbrechen beleuchtet. Fünf Themenbereiche führen von der Machtübernahme der Nationalsozialisten über Terror, Verfolgung und Vernichtung bis zur Nachkriegszeit.
Zum Gelände gehört darüber hinaus ein Freilichtmuseum mit 15 Stationen, das anhand historischer Fotografien, Dokumente und 3D-Grafiken die Geschichte des Ortes nachvollziehbar macht. Im sogenannten Ausstellungsgraben entlang der Niederkirchnerstraße ergänzt die Dauerausstellung „Berlin 1933–1945“ den Rundgang. Hinzu kommen regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen.
Übrigens: Der Besuch sämtlicher Ausstellungen und Außenbereiche ist kostenlos.
Neues Museum

Kaum ein Exponat zieht weltweit so viel Aufmerksamkeit auf sich wie die Büste der Nofretete. Seit 2009 ist sie wieder im Neuen Museum auf der Berliner Museumsinsel zu sehen, nachdem das im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Gebäude umfassend restauriert worden war. Das zwischen 1843 und 1855 nach Plänen von Friedrich August Stüler errichtete Gebäude wurde später von David Chipperfield neu gestaltet. Die historische Bausubstanz sowie einige sichtbare Kriegsspuren wurden bewusst erhalten.
Im Inneren befinden sich das Ägyptische Museum und die Papyrussammlung, das Museum für Vor- und Frühgeschichte sowie Teile der Antikensammlung, die eine gemeinsame Erzählung über die Entwicklung früher Kulturen stricken – vom Vorderen Orient bis zum Atlantik und von Nordafrika bis nach Skandinavien. Zu den Höhepunkten zählen neben der weltberühmten Nofretete unter anderem altägyptische Opferkammern, die Einblicke in Grabarchitektur und Reliefkunst geben. Anders als viele andere Berliner Museen konzentriert sich das Neue Museum ausschließlich auf seine Dauerausstellung.
Wichtiger Hinweis: Besonders die Büste der Nofretete sowie weitere Objekte der Ägyptischen Sammlung stehen immer wieder im Mittelpunkt von Rückgabeforderungen und Diskussionen um Provenienz, Besitzverhältnisse und historische Verantwortung. Kritiker verweisen zurecht auf die Machtverhältnisse der Kolonialzeit und fordern eine Neubewertung ihrer Herkunft. Die Auseinandersetzung zeigt, dass Museen heute nicht nur bewahren und ausstellen, sondern sich auch ihrer eigenen Geschichte stellen müssen.
Ethnologisches Museum im Humboldt Forum

Mit rund einer halben Million Objekten zählt das Ethnologische Museum zu den größten Sammlungen seiner Art weltweit. Seit seinem Umzug in das Humboldt Forum im Berliner Schloss präsentiert es Kulturgüter aus Afrika, Amerika, Asien und Ozeanien gemeinsam mit dem Museum für Asiatische Kunst und weiteren Einrichtungen in einem neuen Ausstellungskonzept. Gegründet wurde das Museum bereits 1873, damals ging es aus der königlichen Kunstkammer hervor.
Zugleich steht auch das Ethnologische Museum im Zentrum der Debatte um den Umgang mit Kulturgütern aus kolonialen Kontexten. Viele Objekte gelangten während der europäischen Kolonialzeit nach Berlin – unter sehr unterschiedlichen, teils gewaltgeprägten Umständen. Deshalb beschäftigt sich das Museum heute vermehrt mit der eigenen Geschichte. Im Mittelpunkt steht dabei die kritische Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe vieler ethnologischer Sammlungen. Gemeinsam mit Partnern aus den Herkunftsländern sollen eurozentrische Perspektiven hinterfragt und unterschiedliche Sichtweisen einbezogen werden.
Zu den Highlights der Sammlung zählen beispielsweise eine Federmadonna aus Mexiko, ein Auslegerboot von den Salomonen oder ein Gedenkkopf aus dem Königreich Benin. Ergänzt wird die Dauerausstellung durch regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen.
Futurium
Wann verliebt sich das Smartphone in seinen Besitzer? Wird Strom eines Tages vom Mond kommen? Und welche Geheimnisse bleiben uns in einer zunehmend vernetzten Welt überhaupt noch? Mit solchen Fragen beginnt der Rundgang durch das Futurium in Berlin-Mitte. Das Haus an der Spree versteht sich nicht als klassisches Museum, sondern als Ort, an dem mögliche Zukunftsszenarien ausprobiert und diskutiert werden.
Auf mehr als 5.000 Quadratmetern vereint das Futurium eine interaktive Ausstellung, das Futurium Lab und ein Veranstaltungsforum. Die Dauerausstellung setzt sich mit dem Zusammenspiel von Mensch, Natur und Technologie auseinander und lädt dazu ein, unterschiedliche Vorstellungen vom Leben von morgen zu erkunden. Im Futurium Lab können Besucher selbst aktiv werden – etwa an 3D-Druckern, Lasercuttern oder Robotern. Ergänzt wird das Angebot durch Workshops, Führungen und Lernwerkstätten für Kinder und Familien. Aktuell zeigt „Ocean Futures“ künstlerische Visionen der Zukunft der Meere, während die Installation „Superland“ neue Wege für eine klimaangepasste Landwirtschaft aufzeigt.
Hinweis: Der Eintritt zum Futurium ist kostenlos.
Museum für Kommunikation

Von der Rohrpost bis zur Chiffriermaschine Enigma: Im Museum für Kommunikation wird deutlich, wie sehr technische Entwicklungen den Austausch zwischen Menschen über Jahrtausende verändert haben. Das 1872 gegründete Haus im Berliner Ortsteil Mitte ist einer von mehreren Standorten der Museumsstiftung Post und Telekommunikation. Untergebracht ist es im ehemaligen Reichspostministerium.
Die Dauerausstellung führt auf rund 3.000 Quadratmetern durch mehr als 40.000 Jahre Kommunikationsgeschichte. Zu den rund 2.000 Exponaten zählen unter anderem die berühmte Briefmarke namens Blaue Mauritius, das erste Telefon von Philipp Reis und die Enigma. Vieles darf dabei selbst ausprobiert werden: Besucher können Nachrichten per Rohrpost verschicken oder ein Telegramm morsen. Familien und Schulklassen können das Museum außerdem bei einer interaktiven Roboter-Rallye mit Augmented-Reality-Elementen erkunden.
Neue Nationalgalerie
Schon das Gebäude selbst ist ein Kunstwerk: Mit seinem weit auskragenden Stahldach gilt die Neue Nationalgalerie nahe dem Potsdamer Platz als Ikone der Klassischen Moderne – und zugleich als das architektonische Vermächtnis von Ludwig Mies van der Rohe. Der 1968 eröffnete Bau, sein letztes vollendetes Werk, wurde bis 2021 umfassend saniert und erstrahlt seitdem wieder in seiner ursprünglichen Klarheit.
Im Inneren widmet sich das Museum der Kunst des 20. Jahrhunderts. Die Sammlung umfasst bedeutende Werke europäischer und amerikanischer Künstler, darunter Pablo Picasso, Max Beckmann, Paula Modersohn-Becker, Andy Warhol und Gerhard Richter. Zu den bekanntesten Exponaten zählen Ernst Ludwig Kirchners „Potsdamer Platz“, Otto Dix' „Die Skatspieler“ und Barnett Newmans „Who's Afraid of Red, Yellow and Blue IV“. Da die Bestände mittlerweile den vorhandenen Raum übersteigen, zeigt die Neue Nationalgalerie ihre Sammlung in wechselnden Präsentationen. Ein Erweiterungsbau ist bereits in Planung und soll bis 2030 fertiggestellt werden.
Jüdisches Museum Berlin

Kaum ein Museumsgebäude prägt das Berliner Stadtbild so sehr wie der markante Zickzack-Bau von Daniel Libeskind. Mit seinem Entwurf „Between the Lines“ schuf der Architekt ein Gebäude, das die Brüche der deutsch-jüdischen Geschichte räumlich erfahrbar macht. 2026 feiert das Haus sein 25-jähriges Bestehen mit einem umfangreichen Jubiläumsprogramm, zu dem unter anderem Architekturführungen gehören.
Herzstück des Museums ist die Dauerausstellung „Jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland“. Auf mehr als 3.500 Quadratmetern spannt sie den Bogen vom Mittelalter bis in die Gegenwart und verbindet historische Ereignisse mit Einblicken in die jüdische Kultur, die Religion und das Alltagsleben. Mehr als 1.000 Objekte, Kunstinstallationen, Virtual-Reality-Anwendungen und interaktive Stationen machen den Rundgang abwechslungsreich. Ergänzt wird das Angebot durch wechselnde Sonderausstellungen sowie ein breit gefächertes Bildungsprogramm mit Führungen, Livestreams und anderen digitalen Formaten. Dazu zählen auch inklusive Angebote wie Klang- und Tastführungen für Menschen mit Sehbehinderung.
DDR Museum
Wie fühlte sich der Alltag in der DDR tatsächlich an? Dieser Frage geht das DDR Museum am Spreeufer in Berlin-Mitte nach. Gegenüber dem Berliner Dom beleuchtet die Dauerausstellung auf mehr als 1.000 Quadratmetern das Leben im ehemaligen Osten Deutschlands – von Arbeit, Schule und Urlaub bis hin zur Mauer, Staatssicherheit und politischer Kontrolle.
Besonders beliebt sind die originalgetreu eingerichtete Plattenbauwohnung, eine Trabi-Fahrsimulation sowie zahlreiche Alltagsgegenstände aus der DDR. Ergänzt wird die Ausstellung durch wechselnde Sonderschauen und ein umfangreiches Bildungsprogramm mit Zeitzeugengesprächen und Workshops, die sich unter anderem mit Propaganda sowie den Unterschieden zwischen Demokratie und Diktatur beschäftigen. Zum Museum gehört außerdem ein Depot mit inzwischen mehr als 400.000 Objekten, das seit 2025 im Berliner Stadtteil Marzahn im Rahmen öffentlicher Führungen besichtigt werden kann.
C/O Berlin
Wer sich für Fotografie und visuelle Medien interessiert, kommt am C/O Berlin kaum vorbei. Das private Ausstellungshaus im Amerikahaus am Zoologischen Garten zeigt ausschließlich wechselnde Ausstellungen. Dabei werden renommierte Fotografen und zeitgenössische Bildwelten in den Mittelpunkt gerückt.
Derzeit zeigt das C/O Berlin unter anderem die Ausstellungen „The Lure of the Image. Wie Bilder im Netz verlocken“ sowie die Retrospektive „Walter Schels. 16° Fische“. Im September folgen mit „Carrie Mae Weems. The Heart of the Matter“ und „After Nature Prize 26“ bereits die nächsten Projekte. Ergänzt werden die Ausstellungen durch Führungen, Workshops und Ferienprogramme.
Hamburger Bahnhof - Nationalgalerie der Gegenwart

Wo einst Züge ankamen und abfuhren, dreht sich heute alles um zeitgenössische Kunst. Der Hamburger Bahnhof, einst einer der großen Berliner Kopfbahnhöfe des 19. Jahrhunderts, ist heute das größte Haus der Berliner Nationalgalerie. Auf rund 10.000 Quadratmetern widmet sich das Museum der Kunst seit den 1960er-Jahren und knüpft damit an die Sammlung der Neuen Nationalgalerie an. Neben Werken von Künstlern wie Andy Warhol, Roy Lichtenstein oder Gerhard Richter ziehen vor allem großformatige Installationen und multimediale Arbeiten tausende Besucher an.
Zum 30-jährigen Bestehen im Jahr 2026 plant der Hamburger Bahnhof ein umfangreiches Jubiläumsprogramm mit acht neuen Ausstellungen, Konzerten, Performances und Konferenzen. Den Höhepunkt bildet ein Jubiläumswochenende im November, an dem das Museum 30 Stunden durchgehend geöffnet sein wird.
Pergamonmuseum

Monumentale Architektur, antike Meisterwerke und weltberühmte Rekonstruktionen haben das Pergamonmuseum zu einem der bekanntesten Museen Deutschlands gemacht. Als Teil der Berliner Museumsinsel vereint es die Antikensammlung, das Vorderasiatische Museum und das Museum für Islamische Kunst unter einem Dach. Der von Alfred Messel entworfene Bau wird derzeit umfassend saniert. Die Wiedereröffnung des ersten Bauabschnitts ist für den 4. Juni 2027 geplant, während weitere Bereiche voraussichtlich bis 2037 geschlossen bleiben.
Zu den größten Besuchermagneten zählt der gigantische, rund 35 Meter breite Pergamonaltar (180-160 v. Chr.), dessen monumentaler Fries den Kampf der olympischen Götter gegen die Giganten zeigt. Ebenso eindrucksvoll sind das Ischtar-Tor, das ganze 14 Meter in die Höhe ragt, und die Prozessionsstraße von Babylon (6. Jahrhundert v. Chr.), die das Vorderasiatische Museum anhand originaler Bauteile rekonstruierte. Das Museum für Islamische Kunst ergänzt den Rundgang mit bedeutenden Zeugnissen aus dem 8. bis 19. Jahrhundert, darunter die reich verzierte Fassade des Wüstenschlosses Mschatta und das farbenprächtig bemalte Aleppo-Zimmer.
Nach der Wiedereröffnung werden zunächst die hellenistischen Architekturen der Antikensammlung, das Museum für Islamische Kunst sowie ausgewählte Highlights des Vorderasiatischen Museums wieder zu sehen sein. Auch der Pergamonaltar kann dann wieder besichtigt werden. Der zweite Bauabschnitt, der erst 2037 fertiggestellt werden soll, umfasst das Vorderasiatische Museum mit der Prozessionsstraße von Babylon und dem Ischtar-Tor sowie den Saal der römischen Architektur aus der Antikensammlung.