Schwäbische Alb: Wandern auf dem Albschäferweg. Schäfer Florian Feussner am Ipfelberg in Giengen an der Brenz © Georg Knoll
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Immer den Schafen nach: Erlebnis Albschäferweg

Traumhaftes Wandern auf der Ostalb: Auf dem Albschäferweg erlebt man Landschaft, Ausblicke und Einblicke in Geschichte und Kultur. Überwiegend auf naturnahen Wegen und Pfaden verläuft der Fernwanderweg über Wacholderheiden, durch Flusstäler sowie zu Höhlen und Burgen.

Zehn Etappen zum Genießen

Jungfrau-Felsen im Eselsburgertal © Georg Knoll

Zehn Etappen, 158 Kilometer: Der Albschäferweg  bildet einen Rundkurs mit den Städtchen Heidenheim und Herbrechtingen in der Mitte. Am besten folgt man den Schildern mit dem weißen Schäfer auf blauem Grund ab Giengen oder nördlich gegenüber in Heidenheim. Beide Start- und Zielorte sind auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Für alle, die keine mehrtägige Tour machen wollen, sind die „Zeitspuren“ die richtige Wahl: zehn zwischen sechs und 20 Kilometer lange Rundtouren entlang des Fernwanderwegs. 

Die große Reportage über eine Wanderung auf dem Albschäferweg lesen Sie in der MERIAN-Ausgabe „Schwäbische Alb“ (Januar 2022).

Familienfreundlich: Höhlenerlebniswelt Giengen-Hürben

Charlottenhöhle, Lonetal © Georg Knoll

Um die Charlottenhöhle ist ein familienfreundlicher Erlebnispark entstanden: Im interaktiven Erlebnismuseum „HöhlenSchauLand“ taucht man in die Urwelt der Schwäbischen Alb ein und geht auf Entdeckungsreise durch die Erdgeschichte, im „HöhlenHaus“ erfährt man die Besonderheiten des Geoparks Schwäbische Alb. Auch ein Abenteuerspielplatz fehlt nicht, und wer auf dem Albschäferweg hier vorbeiwandert, kann sogar nach Anmeldung mit dem Zelt nächtigen.

Vorburg mit Aussicht: Domäne Falkenstein

Eselsburger Tal von der Domäne Falkenstein mit Blick nach Nordwest © Georg Knoll

Auf einem schmalen, mit Geländern gesicherten Pfad kann man hier bis zu einem Felsvorsprung spazieren, um von dort den Blick hinunter auf die Brenz und über den westlichen Teil des Eselsburger Tals streifen zu lassen. Die Domäne Falkenstein hat ihren Ursprung im Mittelalter; heute sind von der ehemaligen Vorburg einzelne Gebäudeteile erhalten, darunter der sanierte Gewölbekeller. Tipp: Es gibt einen überdachten „Rastplatz am Jakobsweg“, an welchem man sich gegen Barzahlung ins „Kässle“ mit gekühlten Getränken, Eis und regionalen Kleinigkeiten eindecken kann.

Meteorkrater-Museum: Nashörner im Steinheimer Becken

Steinheimer Becken: Nördlich oberhalb Steinheims im Meteorkrater © Georg Knoll

Das Steinheimer Becken begeistert und beschäftigt weltweit nicht nur Geologen, sondern ist auch eine wichtige paläontologische Fundstelle. Vor über 14 Millionen Jahren schuf ein Meteoriteneinschlag einen sogenannten Impaktkrater. Im Meteorkrater-Museum in Sontheim erfährt man, dass hier rund eine Million Jahre lang ein See existierte und einst Schildkröten, Nashörner und Urpferde heimisch waren. Beste Ergänzung: eine Wanderung am Beckenrand entlang, zum Beispiel auf dem 20 Kilometer langen „Meteorkrater-Rundwanderweg“ oder auf einem der kürzeren geologischen Pfade.

Kloster Neresheim und seine frohen Fresken

Kloster Abtei Neresheim, Klosterkirche © Georg Knoll

Es thront markant auf einem Hügel und rückt zunächst doch recht klein ins Blickfeld: Das Benediktinerkloster Neresheim ist ein Ort, an dem man idealerweise etwas Zeit verbringt und die Atmosphäre genießt. Der Wandertag sollte mit einem Besuch der ab 1750 nach Plänen von Balthasar Neumann erbauten Abteikirche beginnen: Die farbenfrohen Fresken von Martin Knoller bestechen durch viele Details und eine geniale Perspektivmalerei.

Steinalt und kinderfreundlich: Burg Katzenstein

Burg Katzenstein © Georg Knoll

Die Stauferburg bei Dischingen mit ihrer markanten, vollständig erhaltenen Ringmauer gilt als eine der ältesten Burgen Süddeutschlands und ist auch unter den vielen Festungen der Alb etwas Besonderes. Die Basteien, Innenhöfe und Wehrgänge können das ganze Jahr über erkundet werden: Die Burg bietet Kinderführungen in historischen Gewändern, einen Mittelaltermarkt zu Pfingsten und einen Weihnachtsmarkt. Ein Highlight sollte man nie verpassen: den Ausblick über das Härtsfeld vom „Katzenturm“. Der Bergfried ist der älteste Teil der Burganlage und wurde vermutlich noch im 11. Jahrhundert errichtet.

Übernachten im Schäferwagen

Widmann's Löwen Gourmetrestaurant und Hotel © Georg Knoll

Gemütlich, kuschelig und einfach der perfekte Rückzugsort nach einem langen Wandertag: Auf dem Albschäferweg übernachtet man am besten ganz traditionell in einem Schäferkarren oder Wetterschutzwagen. Das geht zum Beispiel hervorragend bei „Widmann’s“ in Zang bei Königsbronn. Neben einem Hotel, dem Gasthaus „Löwen“, und dem Sterne-Restaurant „Ursprung“ gibt es dort auch drei Bauwagen, die zu komfortablen Unterkünften umgestaltet wurden. Auch der „Kulturhof Erpfenhausen“ bietet neben einem umfangreichen Kulturprogramm einen Schäferwagen zum Übernachten – ebenso wie Familie Stein in Stetten.

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