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Kultur

Die prächtigsten Burgen der Schwäbischen Alb

Die Burg Hohenzollern ist das prominenteste Exemplar, aber die gesamte Schwäbische Alb ist förmlich gepflastert mit trutzigen Bauwerken auf Bergrücken. Entdecken Sie einige der schönsten Anlagen:

Zwischen Stuttgart und dem Bodensee erheben sich die sanften Berge der Schwäbischen Alb aus grünen Tälern. Auf ihren Spitzen thronen einige der beeindruckendsten Burgen und Bauten in ganz Deutschland.

Wo einst römische Legionen Grenzwälle zogen, siedelten im Mittelalter Fürstenfamilien und Königshäuser. Auf Gipfeln und Felsen verweilen ihr Schlösser und Burganlagen bis in die Gegenwart. Wir zeigen einige der schönsten Anlagen – abseits der bekannten Burg Hohenzollern.

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Burg Teck: Majestätisch in jeder Hinsicht

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Fans der britischen Royals haben den Namen „Teck“ sicher schon mal gehört: Die Großmutter von Queen Elizabeth war eine Maria von Teck. Der Name der Familie geht auf die Burg Teck zurück, die in der Nähe von Kirchheim sehr majestätisch auf einem Bergrücken emporragt. Bereits um 1150 stand hier eine Festung. 

Die heutige Burg sieht zwar nach Mittelalter aus, stammt aber größtenteils aus dem 19. und 20. Jahrhundert. In dem Gebäude sind ein Wanderheim und ein Restaurant untergebracht. Vom Aussichtsturm hat man einen großartigen Blick auf den Hohenstaufen, den Hausberg der Staufer-Kaiser.

Schön abschreckend: Festung Hohenneuffen

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Nie haben Feinde das Bollwerk auf dem mehr als 700 Meter hohen Berg bezwungen. Wer heute zwischen den verfallenen Bastionen, Rundtürmen und Wehrgängen umherläuft, kann sich gut vorstellen, wie abschreckend der Bau auf Angreifer gewirkt haben muss. In der um 1100 erbauten Burg Hohenneuffen lebten die Herren von Neuffen – ein sehr kultiviertes Adelsgeschlecht, das sogar einen Minnesänger hervorbrachte. Ausdrücklich rustikal sind dagegen die Rittermahle mit kostümierten Herolden und Spielleuten, die die Burggaststätte mehrmals im Jahr veranstaltet.

Zum Tee bei Zephyrine: Fürstlicher Park Inzigkofen

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Wenn Fürstin Amalie Zephyrine in ihrem Park zu Teegesellschaften einlud, dann kamen sogar Gäst:innen aus München und Karlsruhe ins kleine Inzigkofen. Denn hier im Donautal, ein paar Kilometer von Sigmaringen entfernt, hatte die Adelige ab 1815 eine außergewöhnliche Gartenanlage geschaffen: Bis heute führen schmale Wege über steile Hänge zu Aussichtspunkten, von denen man aus immer neuen Perspektiven die Flusslandschaft betrachten kann. Ein Highlight der Anlage wurde erst nach dem Tod der Fürstin gebaut: die Teufelsbrücke, die sich zwischen zwei Felshängen spektakulär über einen zwanzig Meter tiefen Abgrund schwingt.

Schloss und Barockkirche Haigerloch

Atomexperimente unterm Hohenzollernschloss! Anfang 1945 zog sich der Physiker Werner Heisenberg in den Bierkeller unter der Schlosskirche von Schloss Haigerloch zurück, um hier die Vorstufe eines Kernreaktors in Gang zu bringen – ohne Erfolg. Das kleine „Atomkellermuseum“ erinnert daran bis heute. Von dem mächtigen Renaissanceschloss regierte ab 1576 ein eigenständiger Hohenzollernzweig mehrere Jahrzehnte über das Umland. Nach dem Aussterben der Linie übernahmen die Sigmaringer das Gebiet – und machten die Schlosskirche zu einem der schönsten Sakralbauten des Barocks auf der Alb.

Schloss Lichtenstein: Ein Mittelalter-Märchen

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Waghalsig an einer Felskante gebaut, galt die Burg Lichtenstein einst als eine der wehrhaftesten Burgen überhaupt. Im 16. Jahrhundert aber verfiel die Anlage mehr und mehr, bis ein Cousin des württembergischen Königs sie ab 1840 neu errichtete: als märchenhafte Ritterburg, die mit ihren Zinnen, Spitzbögen und runden Türmen ein Mittelalter beschwört, das es so wohl nie gegeben hat. Wunderschön anzuschauen ist sie trotzdem.

Schloss Sigmaringens umfangreiche Waffenkammer

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Vierzig Pfennig zahlten 1877 die Besucher:innen dafür, sich von einem Diener durch die Prunkräume von Schloss Sigmaringen führen zu lassen. Heute kommen bis zu 80.000 Menschen im Jahr in das Gebäude, das eindrucksvoll auf einem Felsen fast vierzig Meter über der Donau thront. Seit fast einem halben Jahrtausend residieren hier Hohenzollern. Der sehr gut gemachte Audioguide führt durch Ankleidezimmer, Salons und die äußerst umfangreiche Waffenkammer.

Mit Hohenzollern auf der Pirsch: Wildpark Josefslust

Sonntags gehen die Sigmaringer:innen gern im Jagdrevier des Fürsten spazieren. Über mehr als dreißig Kilometer Wege läuft man rund vier Kilometer südlich der Stadt durch einen wunderschön weiten Wildpark, vorbei an verwunschenen Seen. Seit vielen Jahrhunderten schon machen sich die Hohenzollern hier auf die Pirsch. Der amtierende Fürst Karl Friedrich wohnt sogar auf dem Gelände – in einem Landhaus, das in den fünfziger Jahren der Architekt Paul Schmitthenner erbaut hat. Wer es von außen anschauen möchte, hält sich am Haupteingang rechts; es ist der Bau hinter dem alten Jagdschloss mit dem Dachreiter.

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