Türkischer Tee und Sumo in Japan: Auf Reisen mit „Poldi“

Bodenständigkeit, Witz, ein lockerer Umgang und eine ebenso entspannte Art: Auch nach seiner aktiven Spielzeit zählt Lukas Podolski zu den beliebtesten Fußball-Profis des Landes. Von seinen Jugendzeiten beim FC Köln über den Weltmeister-Titel 2014 bis hin zum Abschlussmatch im Mai 2026 beim polnischen Erstligisten Górnik Zabrze führte ihn seine Karriere über Kontinente hinweg um die Welt.
Pünktlich zum Ende seiner aktiven Spielzeit und zum Start der Fußball-WM 2026 reist „Poldi“ im Rahmen einer Netflix-Doku an einige bedeutende Orte seiner Biografie. Im Interview mit Merian teilt der 41-Jährige seine liebsten Reiseerinnerungen und verrät, warum die Zukunft „crazy“ werden könnte.
Merian: An welche Reise denkst du besonders gern zurück?
Lukas Podolski: Wir waren vor kurzem mit der Familie in Thailand, das war richtig schön, vor allem, weil es zuhause in Polen über Monate schlechtes Wetter gab. Dann auf dem Roller in Thailand rumzufahren oder am Strand zu liegen und eine Wassermelone zu essen. Das sind die Momente, an die man sich erinnert. Aber wir fliegen auch gerne in die Türkei, nach Istanbul, Antalya oder Bodrum. Und auch in Polen gibt es viele schöne Städte, die man bereisen kann.
Du warst auch 2,5 Jahre in Japan, hast für den japanischen Erstligisten Vissel Kōbe gespielt, nicht unbedingt eine naheliegende Entscheidung?
Als die Anfrage aus Japan kam, haben wir uns das als Familie überlegt. Wir wollten etwas mitnehmen, als Menschen nochmal reifen, eine neue Kultur kennenlernen.
Und, wie hat es euch gefallen?
Wir hatten eine tolle Zeit. In Japan herrscht einfach eine besondere Atmosphäre. Die Kultur, geil. Das Essen, geil. Die Natur, geil. Aber vor allem die Städte: Wir haben in Kōbe gelebt, direkt daneben ist Osaka, dann hast du Kyoto, Tokio – die sind alle mega. Wir waren auch auf der Insel Okinawa, die ein bisschen an die Malediven erinnert. Und dann noch die ganzen Onsens und Sumo – wirklich ein tolles Land.

Welche Spezialität ist eine Reise wert?
Tee in der Türkei. Dort trinken sie den wie Wasser. Und er schmeckt einfach geiler, wenn man da ist. Bei mir gehen dann schon mal bis zu zehn Gläser am Tag weg.
Welcher Song ruft bei dir sofort Reiseerinnerungen hervor?
Kein spezieller, aber bei japanischer oder türkischer Musik denke ich oft: Boah, es wäre jetzt geil, dort zu sein. Da kommt direkt dieses Feeling zurück.
Wer war der beste Reisepartner deines Lebens?
Meine Familie – und das sage ich nicht einfach so dahin, sondern weil ich diese Zeit, diese 10 bis 14 Tage Urlaub, die wir im Jahr zusammen haben, wirklich genieße. Die Zeit ist immer die schönste, und das wird auch immer so bleiben.
Wie sahen deine Urlaube bisher aus?
Seit ich 17 bin, hatte ich keinen richtigen Urlaub. Wenn eine Saison vorbei war, ging die Vorbereitung für die nächste gleich wieder los, oder für die Nationalmannschaft und das Turnier. So richtig reisen, crazy sein, wandern, auf Abenteuerreisen gehen oder auf einem Schiff etwas erleben – das hatte ich nicht. Der Urlaub bestand immer aus Familie, Kindern, früh schlafen gehen, ausruhen. Ich hoffe, dass jetzt, wo ich ein bisschen mehr Zeit habe, da ein bisschen mehr Action dabei sein wird. Es gibt viele schöne Orte, an denen wir schon waren. Aber auch sehr, sehr viele, wo wir noch hinwollen.

Habt ihr schon etwas Bestimmtes im Auge?
Wir finden Asien spannend. Neben Japan gibt es dort ja viele schöne Orte. Schauen wir mal. Wenn ihr Tipps habt – gerne rüberschicken, wo es schöne Orte gibt, wo man Abenteuer erleben kann. Ihr seid da die Spezialisten.
Die Netflix-Doku „Poldi“ läuft seit dem 4. Juni 2026 exklusiv bei Netflix. Trailer: ©Netflix/POLDI