Urlaub in Costa Rica: Tipps rund um Reisezeit, Wetter und mehr

Costa Rica begeistert Reisende mit Karibik- und Pazifikküste, Regenwald und Vulkanen. Wir geben einen Überblick und teilen wichtige Informationen rund um Einreise, Wetter und Reisezeit.
Datum13.02.2026

Rund fünf Millionen Menschen leben im mittelamerikanischen Land Costa Rica, das im Süden an Panama und im Norden an Nicaragua grenzt. Gut zwei Drittel der Costa-Ricaner wohnen im zentralen Hochland, wo neben der Hauptstadt San José auch die Städte Cartago, Alajuela und Heredia liegen. 

Mit einer Fläche von rund 51.000 Quadratkilometern ist Costa Rica tatsächlich nur etwas größer als das Bundesland Niedersachsen. Dennoch geht vom Land eine enorme Anziehungskraft aus. Das liegt auch an den zwölf unterschiedlichen Vegetationszonen, etwa Regen- und Trockenwald, Savannen und Steppen, die sich hier auf engem Raum abwechseln. Eine weitere Besonderheit: 30 Prozent des Landes stehen unter Naturschutz.

Im Folgenden versorgen wir Sie mit den wichtigsten Fakten und Reiseinformationen rund um einen Urlaub in Costa Rica

Costa Rica: Wetter und die beste Reisezeit

Weite Buchten, großer Ozean: die Pazifikküste von Costa Rica

Im tropischen Costa Rica gibt es zwei Jahreszeiten: Die Trockenzeit, die von Dezember bis April dauert, und Regenzeit zwischen Mai und November. Die meisten Urlauber schätzen für ihre Reise die Trockenzeit, in der mit weniger Niederschlag und einer geringeren Luftfeuchtigkeit zu rechnen ist.

In den Wintermonaten sind Unterkünfte und Hotels daher meist etwas teurer und gut ausgebucht. In den Sommermonaten hingegen ist es an den touristischen Orten weniger voll und die Auswahl größer. 

Weiterhin ist zu beachten, dass sich das Klima innerhalb des Landes und abhängig von der jeweiligen Höhenlage stark unterscheidet. Während es in der pazifischen Provinz Guanacaste im Jahresdurchschnitt nur 60 Tage regnet, ist entlang der karibischen Küste nahezu jeden Tag mit Schauern zu rechnen. Im zentralen Hochland liegt die Temperatur im Jahresdurchschnitt um die 22 Grad, an den Küsten bei wärmeren 26 Grad. Richtung Karibik sind Temperaturen und Luftfeuchtigkeit zudem deutlich tropischer.

Urlaub in Costa Rica: Nützliche Informationen

Costa Rica zählt zu den beliebtesten Reisezielen in Mittelamerika

Sprache

Die Landessprache von Costa Rica ist Spanisch – teils mit ausgeprägtem Dialekt. Neben dem Ausspruch „Pura vida“, der das entspannte Lebensgefühl umschreibt, gehört die Anrede „Mae“ (Kumpel) zum festen Wortschatz. Viele Costa-Ricaner sprechen gut Englisch – an der Karibikküste teils mit kreolischem Einschlag. Etwa drei Prozent der Bevölkerung sprechen eine indigene Sprache, am meisten verbreitet sind Huetar und Chiba.

Telefon

Die Landesvorwahl lautet 00506, alle Telefonnummern haben acht Ziffern, Ortsvorwahlen gibt es nicht. Prepaid-Karten für Mobiltelefone sind günstig und mit einer Kopie des Reisepasses in den meisten Kiosken zu bekommen. Auch digitale Prepaid-Karten sind schnell und einfach erhältlich. Eine gute Netzabdeckung gewährt der staatliche Anbieter Kölbi, der einen grünen Frosch im Logo trägt.

Währung

Seit 1896 heißt die Landeswährung Colón. Rund 574 Colones entsprechen einem Euro (Stand Februar 2026). Hotels und Tourenanbieter akzeptieren oft auch US-Dollar, einige auch Euro.

Strom

Die Stromspannung in Costa Rica beträgt 120 Volt, die Steckdosen haben zwei Pole (Typ A) oder drei (Typ B). Für europäische Stecker braucht man den gleichen Adapter wie in den USA.

Zeit

Zeitzone ist die Central Standard Time (CST). Während der deutschen Sommerzeit müssen Reisende ihre Uhren acht Stunden zurückdrehen, im Winter sieben.

Einreise

Der wichtigste Flughafen ist der Juan Santamaría Airport in Alajuela mit vielen internationalen Verbindung. EU-Bürger benötigen für Reisen bis zu 180 Tage kein Visum. Auf Nachfrage müssen Touristen einen Nachweis über ihre Rückreise sowie ausreichend finanzielle Mittel erbringen. Der Reisepass muss noch mindestens sechs Monate gültig sein. Wer die Grenzen Richtung Nicaragua oder Panama übertritt, muss bei Ein- und Ausreise auf die richtigen Stempel im Pass achten. Über die detaillierten Einreisebestimmungen informiert das Auswärtige Amt

Mobilität und Verkehr

Fast alle Wege führen über San José, deswegen staut sich der Verkehr dort oft. Von der Hauptstadt gibt es Busverbindungen in alle Winkel des Landes. Das Unternehmen MEPE fährt an die Karibikküste, Alfaro auf die Halbinsel Nicoya. An die südliche Pazifikküste und auf die Halbinsel Osa fahren die Anbeiter Tracopa und Transportes Blanco. Vor der Anmietung eines Wagens sollte man sich informieren, ob auf den geplanten Straßen Allradantrieb nötig ist. Zuverlässige Mietwagenanbieter sind Alamo und Adobe. Für manche Strecken lohnt sich ein kurzer Inlandsflug mit Sansa, die Maschinen steuern 15 Regionalflughäfen an.

Feiertage und Feste

Auch wenn evangelikale Freikirchen in den vergangenen Jahren viel Zulauf verzeichnen, bleibt Costa Rica ein katholisch geprägtes Land – was auch am Feiertagskalender abzulesen ist. Ostern feiern die Ticos mit zahlreichen Prozessionen, und am 2. August strömen Massen von Pilgern nach Cartago, um die Jungfrau von Los Ángeles, die wichtigste Heilige des Landes, zu ehren. Nationale Feiertage sind der 11. April zu Ehren des Nationalhelden Juan Santamaría und der Día de las Culturas, der am 12. Oktober an die Landung von Kolumbus erinnert.

Sicherheit

Pass, Kreditkarte und Schmuck bleiben besser im Hotel. Überfälle, Taschendiebstähle und aufgebrochene Autos kommen vor. Im Dunkeln sollte man unbelebte Straßen und Parks meiden, in San José lieber das Taxi nehmen. Das Instituto Costarricense de Turismo (ICT) hat eine 24-Stunden-Notfall-Telefonnummer eingerichtet: 22995800.

Geografie und Wirtschaft

Nicht sehr gastfreundlich: Der Vulkan Poas spukt giftige Dämpfe aus.

Mehrere Gebirgsketten verlaufen von Nordwest nach Südost durch Costa Rica. Im Landesinneren prägen Berge und Vulkane, von denen fünf noch aktiv sind, die Topografie. Die höchste Erhebung ist der Cerro Chirripó mit seinem 3.820 Meter hohen Gipfel; er befindet sich südöstlichen im Talamanca-Gebirge. Im Osten grenzt Costa Rica über rund 200 Kilometer an das karibische Meer. Die westliche Pazifikküste ist deutlich länger und misst rund 1.000 Kilometer.

Ein starker wirtschaftlicher Sektor ist die Landwirtschaft; Bananen, Ananas und Kaffee sind ihre wichtigsten Exportprodukte. Rund ein Viertel der Exporte kommen aus dem Bereich der Medizintechnik. Inzwischen gilt Costa Rica zudem als Vorreiterland für Ökotourismus, der hier eine zunehmende Rolle spielt. 2024 besuchten fast drei Millionen ausländische Touristen das Land, rund 450.000 Costa-Ricaner leben direkt oder indirekt vom Tourismus.

Weitere Informationen

Mehr über Costa Rica, die Regionen, Aktivitäten und Naturabenteuer erfahren Sie auf der Seite des Tourismusbüros Costa Rica