9 Inseln in Thailand: Geheimtipps abseits von Koh Samui und Phuket

Neben Evergreens wie Phuket und Koh Samui bietet Thailand zahlreiche kleinere, naturbelassene Inseln. Hier neun Geheimtipps.
Text Merian Redaktion
Datum03.09.2026

Rund 1.000 Inseln gehören zu Thailand – und die meisten hat noch kein Tourist je betreten. Sie verteilen sich auf zwei grundverschiedene Meeresseiten: im Osten der Golf von Thailand, ein Randmeer des Südchinesischen Meeres mit knapp 1.900 Kilometern Küstenlinie, im Westen die Andamanische See, ein nördlicher Ausläufer des Indischen Ozeans mit weiteren knapp 940 Kilometern. 

Viele der thailändischen Inseln sind längst nicht so bekannt wie Phuket, Koh Phangan oder Koh Samui – und größtenteils naturbelassen. Die Anreise dauert manchmal etwas länger, doch der Weg lohnt: Paradiesische Strände mit Sand wie Puderzucker, sattgrüne Mangroven und beeindruckende Riffe warten auf Besucher.

Neun Geheimtipps für besonders schöne Inseln in Thailand.

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Koh Mook

Hier zu sehen: der beliebte Pearl Beach auf Koh Mook.

Wo einst Seeräuber ihre Beute im Schutz der Dunkelheit versteckten, wartet heute eines der spektakulärsten Naturwunder Thailands auf Entdecker: die Emerald Cave (Tham Morakot). Um in diese smaragdgrüne Lagune zu gelangen, braucht es ein wenig Abenteuerlust, denn der Weg führt ausschließlich schwimmend durch einen rund 80 Meter langen, stockfinsteren Felstunnel mitten im Meer. Wer das Tageslicht am anderen Ende wieder erblickt, steht in einem paradiesischen, von steilen Felswänden umschlossenen Refugium. Doch die Insel in der südlichen Andamanen-See, gelegen in der Provinz Trang, fasziniert nicht nur durch ihre Piraten-Historie. Perfekt eingebettet zwischen den Nachbarinseln Koh Kradan und Koh Libong, lädt Koh Mook, offiziell Teil des geschützten Hat Chao Mai Nationalparks, zum unkomplizierten Inselhopping ein.                                                                          

Postkartenmotive garantiert die markante Landzunge des Sivalai Beach – auch als Pearl Beach bekannt –, die fotogen in das azurblaue Wasser hineinragt und von feinen Boutique-Resorts gesäumt wird. Auf der anderen Seite der Insel, am Charlie Beach, versammeln sich Reisende am späten Nachmittag, um die wohl schönsten Sonnenuntergänge der Region zu beobachten. Wer abseits der Strände aktiv werden möchte, unternimmt eine klassische Bootsfahrt, wandert auf dem Koh Mook Jungle Track quer durch die tropische Natur oder schlendert durch die authentischen kleinen Küstendörfer.

Nach Koh Mook gelangen Reisende vom Festland aus ab der Provinz Trang (beispielsweise ab dem Khuan Tung Ku Pier) mit der Fähre. Die Überfahrt dauert rund 30 Minuten. Von den umliegenden Inseln wie Koh Lanta aus verkehren Speedboote nach Koh Mook. Auf dem Eiland finden sich nur wenige Unterkünfte, beispielsweise das Koh Mook Sivalai Beach Resort.

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Koh Lanta

Paradiesisch ist der Laem Kho Kwang Beach auf der thailändischen Insel Koh Lanta.

Mit etwas Glück treffen Reisende hier auf seltene Reptilien oder exotische Vögel. Die artenreiche Tierwelt an Land verdankt die Insel ihrem Status, denn sie ist Teil des geschützten Mu Koh Lanta Nationalparks. Geografisch liegt dieses Naturparadies im Westen Thailands in der Andamanensee, genauer gesagt am südlichsten Zipfel der Provinz Krabi.

Wer lange, flach abfallende Strände sucht, an denen die Wellen sanft auslaufen, ist auf Koh Lanta genau richtig. Besonders Familien und Reisende auf der Suche nach Erholung schätzen diese Gegebenheiten. Das Meer ist kristallklar und zieht regelmäßig auch Tauch- und Schnorchelbegeisterte an. Zu den absoluten Strand-Highlights gehören die malerische Kantiang Bay, die Nui Bay, der Khlong Chak Beach und die Maiphai Bay. Neben den zahlreichen Buchten warten dichte Mangrovenwälder und geheimnisvolle Höhlen auf Entdeckung. Ein besonderer Tipp für Abenteurer: Die Höhle Tham Khao Mai Kaew sollte man unbedingt zusammen mit einem Guide erkunden.

Der nächste Flughafen ist der in Krabi. Von dort aus geht es per Bus oder Minivan (inklusive Fahrt mit der Autofähre) nach Koh Lanta. Alternativ kann man auch per Fähre ab Trang anreisen. Die Insel verfügt über wenige Resorts und Ferienhäuser, daher ist rechtzeitiges Buchen empfehlenswert.

3

Koh Phra Thong

Landschaftlich ganz anders als viele thailändische Inseln kommt Koh Phra Thong daher, die manchmal gar einer afrikanischen Savanne ähnelt.

Von November bis März färbt sich das weite Grasland im Zentrum von Koh Phra Thong goldgelb – und weckt inmitten der Andamanensee plötzliche Assoziationen mit einer afrikanischen Savanne. Es ist die Kulisse für ein wahres Vogelparadies: Über 130 Arten sind hier heimisch, darunter die bedrohten Nashornvögel im Dickicht und schillernde Eisvögel, deren bunte Federn durch die Mangroven blitzen. Den wohl spektakulärsten Überblick über diese wilde Naturkulisse garantiert der Turtle Viewpoint. Die Küste selbst steht ganz im Zeichen der Einsamkeit: Über eine Länge von 21 Kilometern zieht sich ein nahezu menschenleerer Naturstrand. Nachts gehört der Sand den bedrohten Meeresschildkröten, die hier ungestört zur Eiablage an Land kommen.

Wer die Region aktiv erkunden will, leiht sich ein Kajak und paddelt zu den vorgelagerten Inseln Koh Rang Nok und Ko Pho Ta hinüber. Ebenfalls sehr sehenswert: der Richelieu Rock rund 35 Kilometer vor der Küste, einer der berühmtesten Tauchplätze Thailands. Mit viel Glück lassen sich dort vorbeiziehende Walhaie und Mantarochen beobachten. Weil direkte Touren ab Koh Phra Thong im Alleingang eine Herausforderung sind, kontaktiert man am besten eine ortsansässige Tauchschule. Die Profis kennen die besten Spots der Umgebung und wissen genau, wo die Sichtchancen am höchsten stehen.

Fähren nach Koh Phra Thong starten beispielsweise in Phuket oder in Khao Lak. Auch hier finden Urlauber Unterkünfte, auch wenn die Auswahl ebenfalls überschaubar ist.

4

Koh Surin Nuea

Unberührte Natur und keinerlei Hotels: Auf Koh Surin Nuea wird der Traum vom ursprünglichen Thailand wahr.

Jahrzehntelang war der Koh-Surin-Archipel im Norden der Andamanensee ein Zufluchtsort, an dem Fischerboote bei schweren Stürmen Schutz suchten und kleine Gemeinschaften von Seenomaden lebten. Heute gehört die Inselgruppe, die nur wenige Kilometer südlich der Seegrenze zwischen Thailand und Myanmar liegt, zu den unberührtesten Naturgebieten des Landes. Bereits im Juli 1981 wurde Mu Ko Surin zum 29. Nationalpark Thailands ernannt. Die bewohnte Nordinsel Koh Surin Nuea ist vollkommen frei von Straßen und Autoverkehr. Stattdessen dominieren dichter Regenwald und eine artenreiche Tierwelt das Bild: Rund 95 Prozent des Parks sind von Dschungel bedeckt, in dem beispielsweise Warane, Affen, Schlangen und Nashornvögel eine Heimat finden.

Wer diese Insel besucht, trifft auf weißen, feinen Sand, der von tiefgrünen Mangroven eingerahmt wird. Ein faszinierendes Naturschauspiel wartet im Süden bei der Chong Khad Bay nahe der Parkverwaltung: Zieht sich das Wasser bei Ebbe weit genug zurück, lässt sich die Nachbarinsel Koh Surin Tai von hier aus sogar zu Fuß durch das Wattenmeer erreichen. Ein absolutes Highlight ist außerdem die Mai Ngam Bay, an deren Ufern sich im flachen Wasser kleine Haifischbabys beobachten lassen, während im Hinterland schattige Mangrovenwälder beginnen.

Viele Reisende starten ihre Tour ab Phuket, von dort aus dauert es je nach Starthafen und Boot drei bis fünf Stunden bis Koh Surin Nuea. Eine etwas schnellere Alternative ist die Abfahrt mit dem Boot ab Khao Lak (nördlich von Phuket). Wichtig zu wissen: Luxusurlaub wird man hier nicht erwarten können, es gibt keinerlei Hotels oder Resorts. Stattdessen stellt die Inselverwaltung einfache Bungalows und Zelte zur Verfügung.

5

Koh Talu

Koh Talu befindet sich im westlichen Golf von Thailand und ist an vielen Orten noch fast unberührt.

Nicht nur Reisende zieht es an die Strände von Koh Talu: Zweimal im Jahr kommen Meeresschildkröten hierher, um ihre Eier im Sand abzulegen. Eine Aufzuchtstation, die von privaten Initiativen und staatlichen Stellen unterstützt wird, kümmert sich um den Nachwuchs. Auch unter Wasser engagiert man sich für den Erhalt der Natur: Auf Koh Talu werden Korallen herangezogen und anschließend an umliegenden Riffen angesiedelt.

Die Insel selbst liegt im westlichen Golf von Thailand und ist touristisch überschaubar geblieben – mit dem Koh Talu Island Resort gibt es nur eine einzige Unterkunft. Zu den schönsten Küstenabschnitten zählen Big Bay und Pearl Bay. Einen tierischen Anziehungspunkt gibt es am südlichen Ende der Big Bay: Dort hängen zahlreiche Flughunde in den Bäumen. Die Anreise dauert ab Bang Saphan Noi (Provinz Prachuap Khiri Khan) 20 bis 30 Minuten mit dem Speedboot.

6

Koh Yao Yai

Der Laem Haad Beach ist eines der Highlights auf Koh Yao Yai.

Ausgerechnet zwischen zwei der bekanntesten Urlaubsregionen Thailands hat sich Koh Yao Yai erstaunlich viel Ruhe bewahrt. Die Insel liegt in der Phang-Nga-Bucht zwischen Phuket und Krabi, am nördlichen Ende der Straße von Malakka, und gehört zum Koh-Yao-Archipel. Von dessen beiden Hauptinseln ist sie die größere; ihr kleineres Gegenstück heißt Koh Yao Noi. Von Phuket wie auch von Krabi lässt sich Koh Yao Yai unkompliziert per Boot erreichen, die Überfahrt dauert jeweils etwa eine halbe Stunde.

Vor Ort bestimmen naturbelassene, angenehm ruhige Strände das Bild. Besonders auffällig ist der Laem Haad Beach, wo sich eine schmale, weiße Sandbank weit ins türkisfarbene Meer schiebt. Für den Sonnenuntergang lohnt sich dagegen die Loh Pared Bay an der Westküste. Wer baden möchte, sollte allerdings die Gezeiten im Blick behalten: Bei Ebbe zieht sich das Wasser stellenweise so weit zurück, dass Schwimmen kaum noch möglich ist. Als beste Reisezeit gelten die trockenen Monate von November bis April, wenn das Meer vergleichsweise ruhig ist. Koh Yao Yai ist eine der kleineren Inseln Thailands, die auch Vier- und Fünf-Sterne-Resorts bereithält.

7

Koh Kood

Das Thailand, wie man es von Postkarten kennt: Koh Kood erfüllt alle Erwartungen.

Einige der eindrucksvollsten Bewohner Koh Koods stehen schon seit mehreren Jahrhunderten an ihrem Platz: Sai Yai und Makha Yak heißen zwei mächtige Bäume, die von den Inselbewohnern verehrt und geschmückt werden. Sie passen gut zu einer Insel, die trotz ihrer beachtlichen Größe zu den ursprünglichsten Thailands zählt. Koh Kood liegt im Golf von Thailand nahe der kambodschanischen Grenze und ist touristisch deutlich weniger erschlossen als viele bekanntere Urlaubsinseln. Große Orte und ein ausgeprägtes Nachtleben sucht man hier vergeblich, unterwegs sind viele stattdessen mit Roller oder Fahrrad – auch weil keine Autofähre nach Koh Kood verkehrt.

Vor allem die Westküste liefert reichlich Gründe, länger zu bleiben: Rund 20 Strände verteilen sich hier, darunter Bang Bao Beach, Ao Taphao, Klong Chao Beach und Ao Noi Beach. Im Inselinneren wechseln sich dichte Wälder mit Naturpools und Wasserfällen ab; auch Kajaktouren durch die Mangroven bieten sich an. Unter Wasser wiederum kommen Schnorchel- und Tauchfans auf ihre Kosten. Einen Einblick in das Inselleben bietet das vollständig auf Stelzen errichtete Fischerdorf Ban Ao Yai, in dem sich auch frisches Seafood probieren lässt. 

Auf Koh Kood finden sich nur wenige Unterkünfte, hauptsächlich einfach gehaltene Drei-Sterne-Resorts. Mit der Fähre setzt man vom Laem Sok Pier innerhalb von 75 Minuten über, es gibt auch Verbindungen von den Nachbarinseln.

8

Koh Chang

Hier zu sehen: der beliebte White Sand Beach auf Koh Chang.

Elefanteninsel: So lässt sich Koh Chang aus dem Thailändischen übersetzen. Seinen Namen verdankt das Eiland seiner Form, die an die Dickhäuter erinnert. Mit einer Fläche von etwa 230 Quadratkilometern gehört Koh Chang zu den größten Inseln Thailands und ist die größte im Mu Ko Chang Nationalpark. Dennoch finden sich zwischen touristischen Orten mit Cafés und Bars noch immer erstaunlich ruhige Ecken.

Das Landschaftsbild prägen dicht bewaldete Berghänge, Mangroven und Wasserfälle wie der Khlong Plu. Dazwischen liegen zahlreiche Strände: Der White Sand Beach gehört zu den belebteren und wird am Abend mit Streetfood, Beleuchtung und Feuershows zum Treffpunkt. Deutlich entspannter geht es am bei Backpackern beliebten Lonely Beach zu, während der abgelegene Long Beach ebenfalls Ruhe verspricht. Zum Schwimmen und Schnorcheln bieten sich ebenso Klong Prao Beach und Kai Bae Beach an; oberhalb der Küste eröffnet der Kai Bae Viewpoint einen weiteren Blick über die Inselwelt. Abseits des Meeres führen Wanderungen durch den Dschungel, im Südwesten steht mit Bang Bao zudem ein ganzes Dorf auf Stelzen über dem Wasser. 

Koh Chang liegt im östlichen Golf von Thailand nahe der kambodschanischen Grenze und wird vom Festland bei Trat in rund 30 bis 45 Minuten per Fähre erreicht. Als beste Reisezeit gelten die Monate November bis April. Verschiedene Hotels in unterschiedlichen Kategorien warten auf Urlauber.

9

Koh Mak

Glasklares Wasser, weiße Strände, sattgrüne Vegetation: Willkommen auf Koh Mak.

Die Geografie von Koh Mak macht es Reisenden leicht: Mit einer Fläche von gerade einmal 16 Quadratkilometern lässt sich das flache, von unzähligen Palmen gesäumte Eiland im Südosten des Golfs von Thailand mühelos mit dem Fahrrad oder dem Roller umrunden. Nahe der Grenze zu Kambodscha gelegen, hat sich die Insel eine ruhige Atmosphäre bewahrt. Wer sich für die historische Entwicklung und die Kultur der hiesigen Gemeinschaft interessiert, findet indes im Koh Mak Museum spannende Einblicke in das traditionelle Leben der Inselbewohner. Die beiden Hauptstrände Ao Soun Yai und Ao Kao im Westen dienen hingegen als ideale Ausgangspunkte, um die vorgelagerte Insel Koh Kham anzusteuern – entweder im Rahmen einer kurzen Kajaktour oder bequem mit dem Boot. 

Einen weiten Ausblick über die Küstenlinie und die Nachbarinsel Koh Kradat bietet indes der Cinnamon Boardwalk im Nordosten. Auf dem benachbarten Eiland lebt außerdem eine Population von Rehen. Bei Niedrigwasser gibt die Natur hier zudem eine Sandbank frei, über die man zu Fuß bis zur kleinen Insel Ko Nok Nai waten kann.

Koh Mak hält einige Beach Resorts bereit. Sowohl vom Laem Ngop Pier als auch vom Laem Sok Pier gelangt man auf die Insel.

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