altstadt-jerusalem
Städtereisen

Zehn Sehenswürdigkeiten in Jerusalem

Klagemauer, Tempelberg und Jad Vaschem – hier sind die zehn wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Jerusalem.

1. Altstadt

Der erste Anblick jedes Besuchers: die prächtige Stadtmauer aus dem 16. Jahrhundert. Wer die Zinnen beim Jaffator erklimmt, kann auf der Mauer gen Norden oder Süden spazieren. Beide Touren bieten wunderschöne Blicke auf das Gewirr der Gassen in der Altstadt.

2. Jad Vaschem

Die Gedenkstätte weit im Westen der Stadt ist ein Muss, gerade für deutsche Besucher: Ein eindrucksvolles Museum und die Halle der Namen erinnern an die sechs Millionen Juden, die im Holocaust von den Nationalsozialisten ermordet wurden.

3. Klagemauer

Heiligster Ort der religiösen Juden: Die Überreste der westlichen Stützmauer am Tempelberg werden Klagemauer oder hebräisch kotel genannt. Zettel mit Bitten und Gebeten stecken in den Fugen zwischen den Steinen. Der Platz vor der Mauer ist frei zugänglich, vor allem am Schabbat und an Feiertagen wird es hier sehr voll.

4. Tempelberg

König Herodes ließ das Plateau im Osten der Altstadt vor rund 2000 Jahren aufschütten und vergrößern, der von ihm erweiterte jüdische Tempel galt als Weltwunder. Später errichteten hier die Muslime ihre ersten Sakralbauten: den Felsendom und die benachbarte Al-Aksa-Moschee.

5. Ölberg

Juden und Muslime erwarten hier das Jüngste Gericht, die Christen gedenken der letzten Tage Jesu: Am Berg östlich des Löwentores liegen der Garten Gethsemane und die Grotte des Judas-Verrates. Von der Kuppe bietet sich eine großartige Aussicht auf die Altstadt.

6. Grabeskirche

Am Felsen Golgatha baute man im 4. Jh. die erste Grabeskirche. Nach ihrer Zerstörung errichteten die Kreuzfahrer im 12. Jh. den heutigen Bau. Gläubige können hier sogar über Nacht an den Messen der verschiedenen christlichen Konfessionen teilnehmen.

7. Knesset

Israels Parlamentsgebäude am westlichen Stadtrand ist ein Nationalsymbol. Touren werden in vielen Sprachen angeboten. Highlight der Führungen sind die Mosaiken und Wandteppiche von Marc Chagall. Der Künstler schenkte sie dem noch jungen Staat 1965.

8. Zitadelle

Erst ließ König Herodes hier seine Festung bauen, auf den Ruinen errichtete im16. Jh. Suleiman der Prächtige seine Wehranlage. Das Minarett hielten spätere Besucher für den Davidsturm, ein Überbleibsel aus der Zeit des biblischen Königs – der Name hält sich bis heute.

9. Israel-Museum

Das Gedächtnis des Landes – nirgendwo wird so umfassend über Israels Geschichte informiert. Weltberühmt ist der Schrein des Buches: Unter dem weißen Dach, das den Deckeln antiker Tonkrüge nachempfunden ist, liegen die ältesten Bibelhandschriften der Welt.

10. Machane-Jehuda-Markt

Ob orthodox oder säkular: Auf dem größten und buntesten Gemüsemarkt der Stadt kauft tagsüber ganz Jerusalem ein. Abends kommen vor allem junge Leute – an den Ständen wird nach Sonnenuntergang Bier ausgeschenkt, Streetfood verkauft und vor allem: ausgelassen gefeiert. 

Das könnte Sie auch interessieren

Semperoper, Dresden © Lukas Spörl
Kultur
Die besten Sehenswürdigkeiten in Sachsen

Ob als Kurztrip oder ganzer Sommerurlaub: Sachsen lohnt sich. Unsere Top-Sehenswürdigkeiten in Dresden, Leipzig, Chemnitz & Co sollten Sie nicht verpassen.

salzburg-hotel-schloss-leopoldskron © Hotel Schloss Leopoldskron
Städtereisen
Über Nacht in Salzburg: 7 schicke Hotels in der Mozartstadt

last-school-auroville-indien
Städtereisen
Himmel hinter Stacheldraht in Auroville

Wie sieht es aus in Auroville? Das wollte Autor Tibor Bozi wissen und fuhr für einen Tag in den Südosten Indiens, um das legendäre Projekt einer universellen Stadt zu erleben. In den Ashram ließ man ihn allerdings nicht.

kirche-windhuk-namibia © Gregor Lengler
Städtereisen
Deutsche Spuren in Windhuk, Swakopmund und Lüderitz

Wer in Namibia das Deutsche sucht, wird es in den Städten finden. Zwischen Bismarckstraße, Kaiserhof und wilhelminischen Fassaden grüßt man sich noch mit "Wie geht’s?". Und doch ist die Zeit des alten Deutsch-Südwestafrika endgültig vorbei. In Windhuk, Swakopmund und Lüderitz wächst eine Generation heran, die sich um Hautfarbe und Herkunft nicht schert.