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Sehenswürdigkeiten

Das sind die schönsten Sehenswürdigkeiten von Palma de Mallorca

Verführerische Gassen, einladende Plätze, romantische Stadtviertel und prächtige Bauten: Willkommen in Palma de Mallorca!

Text Kalle Harberg
Datum 05.06.2023

Die Hauptstadt der größten Baleareninsel hat neben wunderschönen Stränden und der beeindruckenden Altstadt namens Casco Antiguo noch viel mehr zu bieten. Quartiere wie Santa Catalina oder das Calatrava-Viertel sind längst keine Geheimtipps mehr und locken mit alternativen Hotspots sowie engen, romantischen Gassen. Kunst- und Kulturliebhaber:innen werden in Palma de Mallorca ebenfalls glücklich, denn die Stadt lockt mit zahlreichen Museen und altehrwürdigen Bauten. 

MERIAN verrät Ihnen, wo es in Palma am schönsten ist – und gibt Tipps für den Besuch.

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Das Wahrzeichen von Palma: Kathedrale La Seu

Mallorca, Palma, Kathedrale La Seu © Unsplash/Tom Podmore
Das Wahrzeichen von Palma de Mallorca ist unbestritten die zauberhafte Kathedrale La Seu.

An ihr führt kein Weg vorbei: Die Kathedrale La Seu gehört zu den schönsten und größten gotischen Gotteshäusern Europas. Jeder Morgen bringt eine neue Erleuchtung. Kurz nach Sonnenaufgang fällt das Licht durch die Rosette in der Ostflanke der Kathedrale, wird gebrochen in einem Kaleidoskop aus mehr als tausend roten, gelben, blauen und grünen Scheiben. Die Besucher:innen stellen sich hinein, machen Fotos. Göttliche Fresken gibt es in der Kathedrale von Palma keine. Die Gemälde zeichnet hier das Licht – und man selbst steht mittendrin.

Die Kathedrale von Palma hat eine lange Geschichte: Bereits 1229 wurde mit dem Bau begonnen, fertig gestellt wurde sie erst 1601. Das Warten hat sich jedenfalls gelohnt.

Kathedrale von Palma: Was kostet der Eintritt?

Erwachsene zahlen neun Euro für den Zugang zur Kathedrale La Seu. Von April bis Oktober öffnet sie ihre Pforten von Montag bis Freitag zwischen 10 und 17 Uhr, samstags zwischen 10 und 14:15 Uhr. Von November bis März ist sie von Montag bis Freitag zwischen 10 und 15:15 Uhr geöffnet, samstags zwischen 10 und 14:15 Uhr. 

Sakrale Kunst im Museu Diocesà

Auch das nahe gelegene „Museo Diocesà“ ist sehr zu empfehlen. Der Eingang liegt in einem großen Innenhof, direkt neben dem Zugang zur Kathedrale und zum Kathedralmuseum. Wo früher sündige Priester im Kerker darben mussten, hat man heute einen prächtigen Blick über Hafen und Meer. Zu sehen ist hier beeindruckende sakrale Kunst aus fünf Jahrhunderten – und ein ausgestopftes Krokodil. Das Tier soll als „Drac de na Coca“ einst in der Kanalisation sein Unwesen getrieben haben.

Museo Diocesà: Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Von April bis einschließlich Oktober öffnet das „Museo Diocesà“ von Montag bis Freitag zwischen 10 und 17:30 Uhr seine Pforten, samstags bis 15 Uhr. Von November bis einschließlich März können Besucher:innen unter der Woche bis 16 Uhr bleiben, samstags bis 15 Uhr. Der Eintritt kostet vier Euro.

Herrschaftliche Höfe: Calatrava-Viertel

Palma de Mallorca, Calatrava-Viertel © Unsplash/Mor Shani
Das Calatrava-Viertel beeindruckt mit den schönsten Innenhöfen.

Am östlichen Ende der Stadtmauer, im Carrer Bala Roja, wurde auf dem Gelände des ehemaligen Verteidigungsturms eine schöne Aussichtsplattform eingerichtet. Das angrenzende Calatrava-Viertel betritt man durch die gleichnamige Straße. Es wurde einst von vornehmen Geschäftsleuten bewohnt. Die hohen Häuser mit ihren herrschaftlichen Innenhöfen, den Patios, zeugen von deren Wohlstand. In wenigen Minuten gelangt man durch die Straßen Sant Alonso, Santa Clara und del Call zur Plaça Santa Eulàlia mit der Kirche gleichen Namens. Dort kann man in den Läden rund um den Platz nach Kunsthandwerk und Souvenirs stöbern.

Mallorquinische Geschichte erleben im Museu de Mallorca

Das historische „Museu de Mallorca“ ist in einem renovierten Stadtpalast der Barockzeit untergebracht – und erklärt auf anschauliche Weise, wie das Leben auf Mallorca von der Frühgeschichte bis ins 20. Jahrhundert verlaufen ist. Hausrat, Schmuck, Werkzeug, Waffen, Dekoration und Gemälde erzählen von Alltäglichem und Außergewöhnlichem. Ein bewegendes Exponat ist ein gefülltes Schmuckkästchen aus dem 12. Jahrhundert, das eine muslimische Mallorquinerin bei Sencelles vergraben hat. Erst in den 1980er Jahren wurde es gefunden. Die Insulaner:innen nennen den berühmten Fund liebevoll tresoret (Schätzchen).

Museo de Mallorca: Öffnungszeiten

Das „Museo de Mallorca“ ist täglich (außer montags) zwischen 9 und 14 Uhr geöffnet.

Königliche Festung in Palma de Mallorca: Palau d’Almudaina

Königspalast La Almudaina, Palma de Mallorca © iStock/Joaquin Ossorio-Castillo
Traumhaft schön: der Königspalast „La Almudaina“ in Palma de Mallorca.

Zwischen Kathedrale und Ufer steht der Palast „La Almudaina“, eine ursprünglich römische, später arabische und schließlich christliche Festung, in der Mallorcas erste Könige residierten. Auch heute erledigt hier König Felipe seine Amtsgeschäfte, wenn er auf der Insel ist. Der Königspalast ist reich geschmückt mit Wandteppichen, Ritterrüstungen, Mobiliar und Gemälden aus verschiedenen Jahrhunderten. Ein paar Stufen weiter unten verläuft die alte, begehbare Stadtmauer.

Wann kann ich den Königspalast La Almudaina besichtigen?

Teile des Palastes sind für die Öffentlichkeit zugänglich – von Oktober bis März öffnet er von Dienstag bis Sonntag jeweils zwischen 10 und 18 Uhr seine Pforten, von April bis September immer bis 19 Uhr. Das Besondere: Für Besuche bis zu vierzig Minuten fallen keine Eintrittskosten an. Längere Besuche kosten sieben Euro pro Person. 

Flanieren und staunen: Passeig de Sagrera und Sa Llotja

Passeig de Sagrera in Palma de Mallorca © Stephi Wald
Auf dem Boulevard Passeig de Sagrera lässt es sich herrlich flanieren.

Folgen Sie der Verlängerung der alten Stadtmauer in Richtung Westen, gelangen Sie auf den prächtigen, mit Palmen verzierten Boulevard Passeig de Sagrera. Direkt an der Straße thront die alte Handelsbörse „Sa Llotja“. Sie birgt heute wechselnde Ausstellungen wichtiger zeitgenössischer Künstler:innen. Besonders stimmungsvoll ist ein Besuch in der Dämmerung. Dann herrscht in dem hohen, denkmalgeschützten Raum eine zauberhafte Atmosphäre.

Sehenswürdigkeit in Palma de Mallorca: Carrer de Sant Feliu

Mallorca Palma, Carrer de Sant Feliu bei Abend © Unsplash/Eddie Carolina Stigson
Im Gassengewirr der Altstadt gibt es einiges zu entdecken, unter anderem den Carrer de Sant Feliu mit seinem Hinterhof.

Das Gassengewirr der Altstadt ist unerschöpflich. Der Carrer de Sant Feliu ist wegen des begrünten Hinterhofs in der Nummer 17 interessant: Alternative Künstler:innen, Architekt:innen und Inneneinrichter:innen haben dort einige kleine Lokale eröffnet, in denen es viel zu entdecken gibt. Die Straße mündet am Passeig des Born, der Carrer Protectora führt zur Avinguda Jaume III. In diesen beiden Boulevards findet man die schicksten Boutiquen und teuersten Geschäfte der Hauptstadt.

Die Kunstmuseen in Palma de Mallorca: Picasso bis Dalí

Fundacio Pilar i Joan Miro, Palma de Mallorca © Stephi Wald
Schon von außen ein Hingucker: das Museum „Fundació Pilar i Joan Miró“.

Das Museum „Es Baluard“ für moderne und zeitgenössische Kunst beherbergt Klassiker der Moderne wie Miró und Picasso, dazu zeitgenössische Werke, etwa von Kiefer und Baselitz. Freitags kann man Tickets ab zehn Cent erwerben, sonst kostet der Eintritt sechs Euro. Das Museum ist von Dienstag bis Samstag zwischen 10 und 20 Uhr geöffnet, sonntags bis 15 Uhr.

Palmas städtische Kunsthalle „Casal Solleric“ liegt mitten in der Stadt. Das Café im Erdgeschoss ist ein beliebter Treffpunkt. Bis 1968 wurde das Gebäude aus dem 18. Jahrhundert von einer wohlhabenden Familie bewohnt. Heute können Sie dort internationale und regionale Kunst sehen. Von Dienstag bis Samstag ist die Kunsthalle zwischen 10 und 14 Uhr sowie zwischen 16 und 20 Uhr für Besucher:innen geöffnet, sonntags zwischen 11 und 14:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Wo der weltberühmte Künstler Miró bis zu seinem Tod 1983 gelebt und gearbeitet hat, steht heute ein wunderbares Museum namens „Fundació Pilar i Joan Miró“. Es ist jeden Tag (außer montags) geöffnet – von Dienstag bis Samstag zwischen 10 und 19 Uhr, sonntags zwischen 10 und 15 Uhr. Die Eintrittskarten kosten zehn Euro pro Person.

Und dann gibt es noch die Sammlung des mallorquinischen Bankiers Joan March, die „Fundación Juan March“. Sie umfasst Werke der Moderne, unter anderem von Picasso, Dalí und Miró. Sie ist von Montag bis Freitag jeweils zwischen 10 und 18:30 Uhr geöffnet, samstags zwischen 10:30 und 14 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos.

Kulinarisches Highlight in Palma de Mallorca: Mercat de l’Olivar

Markthalle, Mercat de l’Olivar, Palma © IMAGO/Schöning
Der Mercat de l’Olivar im historischen Zentrum ist bei Einheimischen überaus beliebt.

Der Mercat de l’Olivar ist längst nicht der einzige Markt der Inselhauptstadt, wohl aber der authentischste. Im historischen Zentrum Palmas befindet sich diese Markthalle aus dem Jahr 1951, die über eine Fläche von rund 5.100 Quadratmetern verfügt. Von Montag bis Samstag wandern hier erlesenes Kunsthandwerk und feinste Delikatessen – sowohl traditionell mallorquinisch als auch international – über die Verkaufstresen. Ob Wein, Sobrasada, Geflügel, Fisch oder frisches Gemüse: In mehr als 20 Räumen finden Besucher:innen das, was ihr Herz begehrt. Wer möchte, kann sich in einem der Restaurants im oberen Stockwerk der Markthalle ein Gericht aus den soeben erstandenen Zutaten zubereiten lassen. Verschiedene Cafés und Lokale, Bäckereien, sogar ein Friseur, ein Blumenladen und ein Supermarkt ergänzen das Angebot auf dem beliebten Mercat de l’Olivar.

Santa Catalina: Aufstrebendes Trendviertel in Palma

Wer Erholung abseits vom Trubel im Zentrum Palmas sucht, sollte sich in Santa Catalina umsehen. Das ehemalige Fischerviertel wird immer mehr zum Trendquartier der Stadt und ist dennoch nicht überlaufen. Besonders Einheimische suchen die hippen Lokale und Cafés in der Carrer Sant Magí, der Fußgängerzone, auf. Ergänzt wird das moderne, alternative Flair durch die traditionelle mallorquinische Windmühle, die über dem Viertel thront und ihm ein romantisches Ambiente verschafft. Santa Catalina beeindruckt außerdem mit vielen Grünflächen und pittoresken bunten Häusern, die seine Flaniermeilen säumen und zum Träumen einladen. 

Castell de Bellver: Sehenswürdigkeit mit imposantem Panorama

Castell de Bellver, Luftaufnahme © IMAGO/Panthermedia
Thront erhaben über Palma: das „Castell de Bellver“.

Etwa drei Kilometer westlich von Palma thront eines der schönsten Gebäude der Insel majestätisch auf einem Gipfel: Das „Castell de Bellver“. Die ehemalige Festungsanlage kann mit dem Öffentlichen Verkehr sowie mit dem Sightseeing-Bus der Inselhauptstadt erreicht werden. Umgeben von idyllischem Kiefernwald, bietet die kreisrunde Burg an sich schon einen traumhaften Anblick. Sie sollten vor Ort aber unbedingt die Terrasse des „Castell de Bellver“ im zweiten Stock besuchen: Von hier aus liegt ihnen die Bucht von Palma zu Füßen. Der Ausblick ist grandios – deshalb trägt die Burg auch diesen Namen, denn „Bellver“ bedeutet „schöne Aussicht“

Das Schloss aus dem 14. Jahrhundert ist ein Beispiel katalanischer Gotik. Es diente anfangs als königliche Sommerresidenz, wurde später aber über mehrere Jahrhunderte als Gefängnis genutzt – zuletzt im Zweiten Weltkrieg. Heute finden Besucher:innen im Erdgeschoss ein Museum, das über die römische, arabische und spanische Epoche sowie die Geschichte von Palma de Mallorca im Allgemeinen aufklärt. 

Besuch des Castell de Bellver: Öffnungszeiten und Preise

Montags ist das „Castell de Bellver“ geschlossen. Von April bis September öffnet es von Dienstag bis Samstag zwischen 10 und 19 Uhr seine Tore für Besucher:innen, sonntags bis 15 Uhr. Von Oktober bis März ist es von Dienstag bis Samstag jeweils bis 18 Uhr zugänglich. Der Eintritt zum Schloss und zum Museum kostet vier Euro.

Ca’n Pere Antoni: Strand in Palma de Mallorca

Platja de Ca’n Pere Antoni, Strand Palma de Mallorca © iStock/Alex
Die Platja de Ca’n Pere Antoni gewährt einen tollen Ausblick auf die Kathedrale.

Palma de Mallorca hat viele Strände – die bekanntesten und meist frequentierten sind wohl die Playa S’Arenal und die Playa de Palma. Etwas ruhiger ist es am hübschen Strand namens Ca’n Pere Antoni, der rund ein Kilometer entfernt von der Kathedrale La Seu liegt und einen besonders schönen Ausblick auf sie bietet. Der städtische Sandstrand ist rund 750 Meter lang und wird zu beiden Enden durch Beachclubs gesäumt, bei denen sich Besucher:innen bei Bedarf auch Sonnenliegen leihen können. 

Übrigens: Das Wasser wird hier recht schnell sehr tief, daher sollten Familien mit Kindern besser einen anderen Strand wählen.

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