Die 10 besten Restaurants auf Teneriffa

Nicht nur am Nachthimmel über Teneriffa leuchten die Sterne, auch die Küchen der Kanareninsel freuen sich regelmäßig über hart erarbeiteten Sterneregen. Insgesamt neun Restaurants wurden 2026 vom Guide Michelin ausgezeichnet, einige weitere mit den in Spanien verbreiteten Soles Repsol.
Dass Teneriffas Gastronomien so erfolgreich sind, liegt weniger am ausgeprägten Tourismus als an den hochwertigen Zutaten, die auf fruchtbarem Vulkanboden prächtig wachsen, sowie an der traditionsreichen Inselküche. Unter Einflüssen aus Nordafrika, Südamerika und Europa hat sie sich über Jahrhunderte entwickelt. Tatsächlich steht der kanarische Geschmack teils im Gegensatz zur ihn umgebenden, manchmal kargen und rauen Natur. Cremig und weich, tief, intensiv und facettenreich sind der liebliche Ziegenkäse, der atlantische Bonito, der auf der Zunge zerfällt, die süße Mehlspeise Gofio, die einst Berber einführten, und die feinen Urkartoffeln aus Peru.
Wo Teneriffa am besten schmeckt und welche Restaurants zu den besten der Insel zählen, erfahren Sie hier.
San Hô

„Die Kanaren sind zwar klein, sie bieten aber eine enorme Produktvielfalt“, erklärt Küchenchef Adrián Bosch vom Restaurant San Hô im Royal Hideaway Corales an der Costa Adeje. Der junge Canario weiß, wovon er spricht, schließlich zählt er zu den Spitzenköchen Spaniens. „Wir arbeiten gemeinsam mit 16 Produzenten, die uns die besten Waren der Inseln liefern.“ Die Ausrichtung ist international, das Menü gleicht einer Weltreise, die Zutaten hingegen stammen fast ausschließlich von der Insel.
Bosch ehrt die lokalen Produkte, indem er sie ins Zentrum seiner Menüs stellt: zart schmelzendes Thunfisch-Sashimi, Butter mit Kalmar, rohe Carabineros, Dashi aus Fischknochen, Wildkräuter und Ziegenkäse-Eis. Einziges Manko: Die ansonsten beeindruckende Getränkeauswahl könnte einige nicht-alkoholische Optionen vertragen.
El Rincón de Juan Carlos

Ebenfalls im Royal Hideaway Corales leitet Küchenchef Juan Carlos Padrón seinen Familienbetrieb, in dem Bruder Jonathan als Patissier sowie Ehefrau María José und Schwägerin Raquel als Sommelière und Maîtres das Erbe ihrer Eltern fortführen. 17 Gänge servieren die Padróns im offenen Gastraum mit Atlantikblick, dazu wählen Gäste aus 600 Weinen.
„Für die Komposition des Menüs erinnerten wir uns an die Petersfischbrühe unserer Eltern, an die typisch kanarische Brunnenkresse, an die rustikale Blutwurst", sagt Chef Juan Carlos. Die tiefen Wurzeln, die die Padróns auf Teneriffa schlugen, zieren das Logo ihres Betriebs und sind in den vergangenen 20 Jahren zu einer unverwechselbaren Handschrift geworden. Eine Reservierung im El Ricón ist auch für externe Gäste möglich, sollte aber rechtzeitig vor Besuch vereinbart werden.
Haydée

Im Gran Tacande Hotel hat sich Chef Víctor Suárez mit dem Haydée jüngst einen Namen gemacht und mehrere Auszeichnungen erkocht. Prägend dabei: der Geschmack seiner Heimat La Gomera sowie die Rezepte seiner Großmutter, deren Namen das Restaurant trägt. Traditionsreiches Leibgericht und Signature Dish in einem: Ziege, 24 Stunden im Bananenblatt geschmort.
Nub

Auch das Restaurant Nub ist Teil einer der großen Hotelanlagen im Südwesten Teneriffas. Mit Blick auf die Gärten des Bahía del Duque vereinen die chilenische Köchin Fernanda Fuentes und der italienische Koch Andrea Bernardi die Geschmäcker ihrer Heimatländer. Im Gastraum orientiert man sich dezent am namensgebenden Konzept („Wolke“), und auch geschmacklich wird es luftig-cremig mit Kefir-Creme, herzhafter Crème Brûlée und Ziegenmilch-Variationen.
Exencia
Wer sich durch die besten Restaurants von Teneriffa probieren möchte, bleibt einfach an der Costa Adeje. Calle El Muelle heißt hier eine der kleinen Stichstraßen, die zum Wasser führt und von gemütlichen Restaurants, Bars und Taperias gesäumt wird. Das Exencia trumpft zwar nicht mit Meerblick, dafür aber mit besten Inselzutaten, hochwertigen Tapas, Seafood-Pfannen und vielfältigen Cuts vom Kohlegrill.
M.B Martin Berasategui

Noch ein Sternelokal, noch ein Hotel, diesmal aber etwas weiter nördlich im Ort Abama: M.B heißt das Restaurant im hiesigen Ritz-Carlton, benannt nach dem spanischen Spitzenchef Martin Berasategui. Zwar kocht der Grandseigneur hier nicht selbst, sein Vertreter Chef Erlantz Gorostiza setzt Berasateguis Visionen der baskisch-atlantischen Küche jedoch so hervorragend um, dass er sich mit seinem Team dafür 2026 zwei Sterne sicherte – zum neunten Mal in Folge.
Etéreo by Pedro Nel

Wer das Etéreo betritt, sieht direkt, worum es geht: Dry-Age-Schränke, ein schmuckes Käsebuffet und etliche Weinpositionen zieren die Wände des Gastraums inmitten der Straßen der Hauptstadt Santa Cruz. Bei Chef Pedro Nel und seinem Team spielen Rind, von Angus bis Wagyu, und dazu passender Wein die Hauptrollen. Ergänzend serviert das Team Gemüse, Käse und Fisch von der Insel. Doch Achtung bei vorschnellen Bestellungen: Die Hauptgerichte sind geschmacks- wie mengentechnisch überwältigend umfangreich.
El Aguarde
Etwas rustikaler und preiswerter, aber nicht weniger gut: In Santa Cruz de Tenerife, im Stadtteil Los Hoteles, wird im El Aguarde typisch Spanisch gekocht: viel Frittiertes, viel Ei und viel Seafood. Zur von Locals geschätzten Karte zählen auch deftige Spezialitäten wie Eintöpfe und Innereien. Wer es lieber etwas internationaler mag, bestellt sich am besten quer durch die Tapas-Karte. Unser Tipp: die Garnelenkroketten und Rindfleisch-Empanadas.
Colmado 1917

Seit 1917 befindet sich das Colmado im Besitz der Familie Martínez, die ihrem Handwerk und ihrer Lokalität seither treu geblieben ist. Aus einem Lebensmittelgeschäft wurde eine Bar und aus ihr das heutige Fine-Dining-Restaurant mit hochwertiger Marktküche, heimischen Zutaten und eigenen Produktionen. Ihre ursprüngliche Adresse haben die Martínez mittlerweile verlassen, der Gastraum mit zentralem Tisch liegt heute im Hotel Iberostar Grand Mencey.
La Cofradía de Pescadores

Etwas versteckt gelegen – und damit ein besonders feiner Tipp – ist eines der besten Fischrestaurants der Insel im Ferienort Puerto de la Cruz. Das Lokal besinnt sich zurück auf die Zeiten, in denen örtliche Fischer – als Zunft organisiert – ihre Fänge an die eigenen Restaurants auslieferten. Auch heute stammt ein Großteil des traditionellen Seafoods in der La Cofradía de Pescadores direkt aus dem angrenzenden Meer, auf das man von der Dachterrasse aus blickt. Mittags bestellt man am besten ein Reisgericht, am Abend den Fang des Tages.