Die 7 schönsten Strände in Spanien

Nicht nur die Balearen und die Kanaren locken mit Traumstränden: Auch auf dem spanischen Festland finden sich paradiesische Küstenabschnitte. Hier eine Auswahl. 
Text Merian Redaktion
Datum11.05.2026

Ob Galizien, Andalusien oder Katalonien: Das spanische Festland hält einige der schönsten Strände Europas bereit. Surfer und Taucher, Sonnenhungrige und Wetterfeste, Romantiker und Geschichtsinteressierte: Sie alle werden auf der Iberischen Halbinsel fündig. Und das, ohne dafür die oft gut besuchten Balearen oder Kanaren anzusteuern. Merian zeigt sieben besonders schöne Strände in Spanien und gibt Tipps für Aufenthalt und Anreise. 

1

Praia das Catedrais: Traumstrand in Galicien

Die Höhlen am Praia das Catedrais erinnern an sakrale Kirchengewölbe.

Dass es hier aussieht wie in der Bretagne oder in Irland kommt nicht von ungefähr. Im Nordwesten grenzt die Autonome Region Galicien mit ihren steilen Felsküsten an den rauen Atlantik.  Ein Badestrand ist die 1,3 Kilometer lange Praia das Catedrais deswegen nicht unbedingt, dafür aber einer der schönsten Strände der Provinz und ein ideales Reiseziel für alle Naturliebhaber. Bei Ebbe werden bizarre Felsformationen freigespült, daher der Name „Strand der Kathedralen“. Außerdem legt der zurückweichende Ozean Höhlen, Bögen und Gewölbe im bis zu 30 Meter hohen Schiefergestein frei. Bei Flut müssen sich Besucher mit der nicht minder spektakulären Aussicht von den Klippen begnügen. Wer dabei doch Lust aufs Baden bekommt, sucht die zwei Kilometer weiter westlich gelegene Praia Arealonga auf. 

Hinweis: Zur Hauptferienzeit im Sommer benötigt man eine Besuchserlaubnis, denn der Strand steht unter Naturschutz. Die Genehmigung ist kostenlos und kann hier beantragt werden. Wichtig ist auch ein Gezeitenplan.

Anreise: Per Zug gelangt man mit der Linie Ferrol-Gijón zum Strand. Er liegt zwischen Esteiro und Reinante. Im Sommer fährt ein Bus von Ribadeo.

2

Die Dinosaurierküste von Asturien: Playa de Santa Marina

Blick auf Ribadesella und die Playa de la Marina

Dem Fund mehrerer Fossilien und Versteinerungen, deren Ursprünge 150 bis 200 Millionen Jahre zurückreichen, hat die Costa de los Dinosaurios ihren Namen zu verdanken. Mittendrin: der goldene Sandstrand Playa de Santa Marina im Zentrum des pittoresken Ortes Ribadesella in Asturien. An der langen Promenade reihen sich Villen und historische Hotels aneinander. Das klare Wasser hat dank der hiesigen Mündung des Flusses Sella eine besonders gute Qualität. Zudem schützt eine Landzunge Badegäste vor Strömungen, Untiefen und Brandung. Zu den bedeutenden Attraktionen der Region zählt übrigens die nahe Tropfsteinhöhle Tito Bustillo mit ihren zum UNESCO-Welterbe erklärten Steinzeit-Malereien. Weitere Fossilien zeigt ein Museum in Lastres, etwa 25 Kilomter westlich der Playa de Santa Marina. 

Anreise: Ribadesella liegt zwischen Santander und Gijón. Im rund 100 Kilometer entfernten Ranón und in Santander gibt es Flughäfen. Die Bahngesellschaft RENFE verbindet Oviedo mit Santander und hält ebenso wie die Busse von ALSA auch in Ribadesella.

3

Geheimtipp an der Costa Brava: Palafrugell

Tipp unter Locals: die Buchten rund um Palafrugell in Katalonien

Lloret, Tossa de Mar, Calella und andere Ferienorte der beliebten Costa Brava im Nordosten Spaniens sind oft überlaufen und laut. Ein Tipp, den bisher vor allem die Katalanen selbst beherzigen, sind die kleinen Buchten rund um Palafrugell. Von der Gemeinde aus führen gleich mehrere Wege ans Meer. An deren Ende liegen herrlich ruhige Buchten wie die Calella de Palafrugell, Llafranc und Tamariu. Hier geht es auch in den Sommermonaten meist ruhiger zu, großzügige Terrassen laden zu Tapas mit Meerblick und die typische Siesta wird ausgiebig zelebriert. Ein Tipp ist der Küstenwanderweg Camí de Ronda de Calella a Llafranc, der die beiden größten Buchten miteinander verbindet und unterwegs einen grandiosen Blick auf Pinien, Fischerboote und das glitzernde Mittelmeer freigibt. 

Anfahrt: Palafrugell und die nahen Buchten liegen etwa 120 Kilometer nördlich von Barcelona und sind am besten mit dem Mietauto zu erreichen. Alternativ liegt die Provinzhauptstadt Girona, die von einigen deutschen Flughäfen angesteuert wird, 50 Kilometer westlich. 

4

Filmreif: Playa de Peñíscola

Beliebte Bade- und Filmkulisse: der Strand von Peñíscola

Zugegeben, Peñíscola und der zwei Kilometer lange Strand mit 300 Sonnentagen im Schnitt sind kein Geheimtipp mehr. Dennoch lohnt dieser spanische Küstenabschnitt zwischen Barcelona und Valencia unbedingt einen Ausflug. Zu schön ist die Kulisse mit der historischen Burg im Hintergrund. Rundherum wirken die weißen Altstadthäuser und schmucken Gässchen wie kunstvoll drapiert. Dass in Peñíscola regelmäßig gefilmt wird, dürfte bei dem Anblick nicht verwundern. Unter anderem wurde hier die finale Schlacht von „El Cid“ sowie mehrere Szenen der 6. Staffel von „Game of Thrones“ gedreht.

Anfahrt: Peñíscola ist von Valencia aus in unter 2,5 Stunden mit der Bahn zu erreichen. Die Anreise per Auto dauert gut 1,5 Stunden. 

5

Ruinen an Land und zu Wasser: Playa Bolonia

Die Playa Bolonia und ihre Sanddünen sind traumhaft anzusehen.

Auch dieses spanische Strand-Setting ist einzigartig: Oberhalb der rund vier Kilometer langen Playa Bolonia an der Costa de la Luz liegen die Ruinen von Baelo Claudia, einer Römerstadt aus dem 2. Jahrhundert vor Christus. Bis heute sind die Überreste eines Aquädukts, eines Theaters, einer antiken Badeanlage und die Säulen einer einstigen Basilika zu erkennen. Auch auf dem Meeresboden gibt es römische Ruinen und versunkene Schiffe zu entdecken. Einiges davon lässt sich sogar ohne Flasche und nur mit Schnorchel ausgerüstet entdecken. Die örtliche Tauchschule verleiht beides. Ganz nebenbei lässt es sich am hellen Sandstrand auch bestens baden. Sonnenschutz, Getränke, Proviant und Schattenmöglichkeit sollten Urlauber jedoch selbst mitbringen. 

Anfahrt: Zur Playa Bolonia gelangt man am besten ab Cádiz per Auto. Die Küstenstraße zwischen Tarifa und Cádiz ist eng und kurvig und erfordert einiges an Konzentration.

6

Romantische Bucht in Andalusien: Cala de Enmedio

Ruhig und friedlich liegt die Cala de Enmedio am Küstenabschnitt Costa de Almería.

Zu der unverbauten Mittelmeerbucht Cala de Enmedio führt keine Straße, hier genießt man den Blick auf die Steilwände und die zerklüfteten Berge des Naturparks Cabo de Gata in aller Ruhe. Der Weg ist jedoch unbefestigt und birgt Gefahren. Am besten steuert man diesen eindrucksvollen Strand also von Wasserseite per Boot aus an. Wer sich dennoch zu Fuß vorwagt, sollte unbedingt ausreichend Proviant und Wasser mitnehmen, denn vor Ort gibt es keine Verpflegung.

Anfahrt: Auf dem Pfad von Agua Amarga zum Strand läuft man gut eine halbe Stunde, dabei geht es über unwegsames Gelände bergauf und bergab. Schöne Alternative: mit dem Kanu oder dem Motorboot von einer der nahen Buchten. 

7

Beliebter Surfspot: Playa de los Lances

Weil die Playa de los Lances so windreich ist, lassen auch zahlreiche Menschen hier ihre Drachen steigen.

Atlantik und Mittelmeer treffen an der Meerenge von Gibraltar aufeinander, das macht Tarifa in Andalusien zu einer der windreichsten Ecken Europas. Und zum Lieblingsspot der Wind- und Kitesurfer, zig Surfschulen finden sich hier. Besonders schön und stürmisch ist die kilometerlange Playa de los Lances, die sich bis zur Sanddüne an der Valdevaqueros-Bucht erstreckt. Zum Schwimmen und entspannten Sonnenbaden eignet sich der lange Küstenabschnitt allerdings weniger. Stattdessen steigt man lieber auf eines der Ausflugsboote, von denen man mit etwas Glück Delfine, Pott- oder Finnwale beobachten kann.

Anfahrt: Über die Flughäfen Málaga und Jerez ist Tarifa gut erreichbar. Die Playa de los Lances liegt etwas außerhalb. Wer kein eigenes Auto hat, kommt mit Taxi oder Stadtbus gut dorthin.