Die 11 besten Hotels in Wien

Sie strotzen vor Glanz und Geschichte und zählen zu den prächtigsten Häusern in ganz Europa: die Hotels der österreichischen Hauptstadt Wien. Große Namen wie das Hotel Sacher und Hotel Imperial betreuen ihre Gäste in Jahrzehnte langer Tradition. Wer die Opulenz der Stadt spüren will, findet sie in Spiegelsälen und pompösen Suiten wieder.
Andere Adressen wie The Hoxton und The Amauris setzen junge, spannende Akzente. Und natürlich findet die Wiener Kultur auch in den modernen Häusern ihren Platz. Im Folgenden stellen wir elf der besten Hotels von Wien vor.
The Hoxton

„Wiener willkommen“ lautet das inoffizielle Motto dieses Anfang 2024 eröffneten Hotels. Bis auf die Zimmer steht The Hoxton auch Einheimischen offen. Angefangen bei der Blickfanglobby im 50s-Stil mit Ufo-Lampen und Terrazzoboden über die Yves-Klein-blaue Kaffeebar bis hin zum frankophilen Restaurant Bouvier, in dem morgens Avocadotoast und ganztägig Moules frites serviert werden.
Die knapp 200 aus den einstigen Büros der ehemaligen Wirtschaftskammer entstandenen Zimmer überzeugen mit unaufdringlichem Lokalkolorit wie Klimt-Details, Wiener Geflecht und Stoffen der Wiener Werkstätten. Besonders gut kommt die kubanische Rooftopbar an. So blau wie der Tequila-Cocktail „Azul Azul“ leuchtet auch der Pool mit Praterblick.
Hotel Imperial

Wer ein modernes Hotel suche, sei woanders besser aufgehoben, sagt Ex-Concierge Michael Moser souverän. „Wir sind das Original.“ Das Fünf-Sterne-Hotel Imperial, das 1873 öffnete und heute von Marriott gemanagt wird, zelebriert seine Geschichte. Die 76 Zimmer und 62 Suiten atmen den Charme des Wiens um die Jahrhundertwende.
Das Interieur ist so pompös und überladen wie in wohl keinem anderen Haus der Stadt. Die sorgsam ausgewählten Antiquitäten, die edlen Stoffe und goldenen Dekor-Elemente schaffen eine kaiserliche Atmosphäre. Auf moderne Annehmlichkeiten wie Soundbars, Klimaanlage, eine Sauna auf dem Dach und ein Fitnesscenter müssen Gäste dennoch nicht verzichten.
The Amauris

Und nur vier Türen weiter dieser Neuzugang: Anfang 2023 eröffnete das luxuriöse Boutiquehotel, benannt nach einem schwarz-weißen Schmetterling, hinter einer majestätischen Fassade aus dem 19. Jahrhundert. Die 62 Zimmer und Suiten im The Amauris sind zeitgenössisch-elegant, dem Namen entsprechend mit viel Schwarz und Weiß.
Vom Balkon der 120 Quadratmeter großen Opernsuite blicken die Gäste direkt auf die Wiener Oper. Zeitgenössisch ist auch die Küche im hauseigenen Restaurant Glasswing, sehr gut der Service.
Anantara Palais Hansen

Auch dieses Haus liegt an der berühmten Wiener Ringstraße – jedoch auf der gegenüberliegenden Seite unweit des Donauufers. Hinter der Neorenaissance-Fassade hat sich zuletzt viel getan: Das Hotel gehörte früher zu Kempinski, hat sich aber mittlerweile der Luxusmarke Anantara angeschlossen, der denkmalgeschützte Palais Hansen wurde hierfür bei laufendem Betrieb renoviert.
Und doch bleibt alles beim guten Alten: 152 zeitlose Zimmer und Suiten, das Sterne-Restaurant EDVARD, Spa und natürlich die Top-Lage, von der aus alle Wiener Highlights zu Fuß zu erreichen sind.
Hotel Sacher Wien

Das Hotel Sacher ist eine Ikone der Stadt und verkörpert wie kaum ein anderes Haus den klassischen Wiener Luxus. 1876 von Eduard Sacher gegründet, liegt es bis heute prominent gegenüber der Staatsoper und verbindet imperiales Flair mit gelebter Geschichte. Samt, Kronleuchter und kunstvolle Details prägen die Räume, in denen einst Künstler, Politiker und gekrönte Häupter verkehrten.
Berühmt ist das Hotel nicht nur für seine diskrete Eleganz und persönliche Gastlichkeit, sondern auch für das Café Sacher, in dem die Original Sachertorte nach streng gehütetem Rezept serviert wird.
Hier lesen Sie mehr über das geschichtsträchtige Hotel Sacher in Wien.
Palais Coburg Residenz

In Sachen Prunk und Prestige überbieten sich die Wiener Stadthotels gegenseitig. Eine bauliche Ikone ist auch das neoklassizistische Palais Coburg aus dem späten 19. Jahrhundert. Nachdem es rund 100 Jahre später zunehmend zerfiel, gelangte das beeindruckende Gebäude in die Hände eines Investors, der es umfassend sanierte. Heute führt das 5-Sterne-Superior-Haus 34 exklusive Zimmer, Suiten und Residenzen sowie das mit zwei Sternen prämierte Restaurant Silvio Nickol.
Hinweis: Derzeit lässt das Hotel seine Zimmer und Suiten renovieren. Die Neueröffnung ist für Sommer 2026 geplant. In den hoteleigenen Restaurants und der Weinbar läuft der Betrieb während der Bauarbeiten weiter.
Boutique Hotel Altstadt Vienna

Dieses Hotel-Juwel liegt am Wiener Spittelberg in einem Patrizierhaus von 1902. Es hat 62 Zimmer; verschiedene Architekten, Designer und Künstler haben jedes individuell gestaltet, Oberthema ist die Gastfreundschaft. Die wird in dem familiengeführten Hotel Altstadt Vienna nicht nur optisch zelebriert, sondern zum Beispiel auch beim regionalen Frühstück.
In den Genuss von Wiener Schinken, frisch gebackenem Bio-Brot und bestem Kaffee können übrigens auch externe Gäste kommen. Dazu einfach kurz telefonische reservieren. Weitere Pluspunkte gibt es für die Dachterrasse, die gelebte Nachhaltigkeit und die hochkarätige Kunstsammlung.
Rosewood Vienna
In einem einstigen Bankgebäude am Petersplatz, erbaut in den 1830er-Jahren, eröffnete 2022 das 5-Sterne-Hotel Rosewood Vienna. Hinter seiner neoklassizistischen Fassade wurden 71 Zimmer und Suiten eingerichtet, mit maßgeschneiderten Möbeln und Wiener Kunst.
Von der Rooftopbar ist der Blick über Wien ein Luxus für sich. Nicht minder beeindruckend sind das private Gartenzimmer und der Lounge-Bereich im Salon Aurelie Oasen. Wer nach dem Sightseeing Erholung sucht, kann sich in den Bädern des Asaya Spa entspannen.
Park Hyatt Vienna

In einem einstigen Bankgebäude in Wiens Goldenen Quartier empfängt das Park Hyatt Vienna Gäste in 143 Zimmern und Suiten. Der Showstopper des Hauses ist die 820 Quadratmeter große, zweistöckige Royal Penthouse Suite mit Platz für sieben Personen, einem privatem Fahrstuhl, Gym und vier Terrassen mit Panorama-Blick.
Nicht-Hotelgästen legen wir einen Besuch ans Herz, denn die Brasserie im einstigen Kassensaal der Bank verströmt eine tolle Atmohphäre. Auch der ehemalige Sitzungsaal der Bankdirektion ist erhalten geblieben und lässt sich für opulente Events und Bälle mieten.
Sans Souci
Am Wiener Volkstheater liegt dieses Luxushotel in einem historischen Gebäude von 1872. Im Inneren wartet eine angenehme Mischung aus modernem Interieur und klassischen Dekorationselementen. Das Highlight des Sans Souci ist ohne Frage die beachtliche Kunstsammlung mit Originalwerken von Roy Lichtenstein.
Ebenfalls beachtlich ist der Fitnessbereich mit einem 20 Meter langen Sportpool und Personal-Training-Angeboten. Praktisch: Wer Lust auf noch mehr Kunst hat, findet direkt nebenan das Kunsthistorische Museum, das Leopold Museum und das mumok.
Mandarin Oriental, Vienna

Zehn Jahre dauerte der Umbau des 1906 errichteten Gerichtsgebäudes im noblen 1. Wiener Bezirk. Nun residiert dort das 45. Haus der weltweit operierenden Gruppe Mandarin Oriental. Stichwort Justitia: Deren Büste begrüßt Gäste schon beim Betreten der Lobby, vom mit Fresken und Marmorsäulen verzierten Treppenhaus. Es steht, wie das ganze Ensemble, unter Denkmalschutz, weswegen auch der roséfarbene Linoleumboden nicht entfernt werden durfte – zum Glück. Die Kugellampen hingegen sind Neuware, angelehnt an Champagnerblasen oder „Zuckerlbonbons“.
Ansonsten gibt hier ortstypisch eine Mischung aus Jugendstil, Secession und Wiener Werkstätte den Ton an. Schwarz, Weiß und Gold sind die Farben der Wahl, gerne auch in Form von Schachbrettmustern. Insgesamt verfolgte der Designer Goddard Littlefair eine feminine Ästhetik. Dazu passt, dass fast alle gezeigten Kunstwerke – in den Suiten teilweise Originale – von Frauen stammen, mehrheitlich aus Österreich. Schade nur, dass ihre Namen nicht genannt werden.
Ein Blickfang ist das überdachte Atrium, das gleich vier gastronomische Outlets unter der Leitung von Küchenchef Thomas Seifried vereint. Kein Wiener Kaffeehaus, sondern ein mit einem innovativen Baristasystem ausgestattetes Café (unbedingt das Pistazientörtchen kosten), die einem japanischen Izakaya nachempfundene Bar, die Brasserie Atelier 7 und das Fine-Dining-Restaurant Le Sept.