10 besondere Sehenswürdigkeiten in Südtirol

Meran, der Pragser Wildsee und die Seiser Alm sind nur einige der vielen Highlights von Südtirol. Wir zeigen die schönsten Orte in Norditalien.
Datum18.03.2026

Die nördlichste Region Italiens ist nicht umsonst eine der beliebtesten Urlaubsregionen der Deutschen: Direkt hinter der Grenze zu Österreich beeindruckt die Region Südtirol mit bildgewaltigen Landschaften und dramatischen Panoramen. Weltbekannte Bergketten wie der Rosengarten und die Drei Zinnen sind seit jeher beliebte Wanderziele. Darüber hinaus finden Urlauber in Städten wie Meran und Bozen kulturelle Sehenswürdigkeiten, dazwischen liegen Schlösser, Wasserfälle und Bergseen. Merian zeigt zehn der schönsten Orte in Südtirol.

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Meran

Sieht aus wie gemalt: der Blick auf Meran in Südtirol.

Milde Temperaturen, sonnenverwöhnte Promenaden und ein Hauch von Belle Époque inmitten der Bergwelt: Das ist Meran. Einst Kurort der Habsburger, verströmt die Stadt bis heute Eleganz – vom Jugendstil-Kurhaus bis zur Palmen besetzten Passerpromenade. Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Meran ist Schloss Trauttmansdorff mit seinem zwölf Hektar großen Botanischen Garten. Insgesamt umfasst das beeindruckende Gelände über 80 Themengebiete mit Pflanzen aus aller Welt. 

Tipp für danach: die Therme Meran. Neben mehreren In- und Outdoor-Pools und einer umfangreichen Sauna-Welt inklusive Schneeraum gibt es hier die für Südtirol typische Bio-Heusauna.

trauttmansdorff.it

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Pragser Wildsee

Der Pragser Wildsee gehört unbestritten zu den schönsten Naturlandschaften Südtirols.

Der Pragser Wildsee wird auch als die „Perle der Dolomitenseen“ bezeichnet und ist durch einen Staudamm entstanden. Der nicht sehr große, aber überwältigend schöne See liegt im Pragser Tal, das zwischen Welsberg-Taisten und Niederdorf vom Pustertal abzweigt. Das smaradgrün bis türkis glitzernde Gewässer ist Ausgangspunkt für einige beliebte Bergtouren in die Umgebung und als Teil des Naturparks Fanes-Sennes-Prags ein geschütztes Naturdenkmal. Ab Mai können Besucher die beliebten Ruderboote ausleihen. Doch Achtung: In den Sommermonaten kann es rund um den See und vor allem auf den Parkplätzen mitunter recht voll werden. 

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Seiser Alm

Sie ist ein beliebtes Fotomotiv – und doch sieht man sich nie satt an ihr: die Seiser Alm.

Europas größte Hochalm liegt rund 20 Kilometer nordöstlich von Bozen und oberhalb der Orte Seis am Schlern, Kastelruth und St. Ulrich in Gröden. Auf einer Höhe von bis zu 2.350 Metern genießen Urlauber eine wunderbare Aussicht auf die einzigartige Landschaft. Die weitläufige Natur der Seiser Alm bietet beste Voraussetzungen für allerhand Outdoor-Aktivitäten: Im Sommer schätzen Wandergruppen und Mountainbiker das hiesige Wegenetz, im Winter flitzen Ski- und Snowboardfahrer die Pisten hinunter. 

Unser Hotel-Tipp: Das COMO Alpina Dolomites bietet ausschließlich Zimmer mit Blick auf die Dolomiten – und dazu wundervolle Küche, einen ruhigen Wellnessbereich sowie Ski-in, Ski-out.

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Bozen

Hier zu sehen: der Waltherplatz mit dem Bozener Dom.

Im Herzen Südtirols lockt die Stadt Bozen mit ihrem Mix aus mediterraner Lebensfreude und alpiner Bodenständigkeit. In der Altstadt begegnen sich italienische Espresso-Kultur und österreichische Konditorei-Handwerkskunst, während Händler auf dem Obstmarkt frisches Gemüse, Speck und Käse anpreisen. 

Wer durch die Laubengasse bummelt, entdeckt kleine Boutiquen, traditionsreiche Handwerksbetriebe und Cafés, die zum Verweilen einladen. Und über allem thront das ehrwürdige Walther-Denkmal, benannt nach dem Minnesänger Walther von der Vogelweide. 

Ein weiteres Highlight: das Südtiroler Archäologiemuseum und Südtirols wohl berühmtesten Bewohner. Hier wird seit 1998 Ötzi, die über 5.000 Jahre alte Gletschermumie, ausgestellt. Eine lebensnahe Rekonstruktion zeigt eindrucksvoll, wie der frühzeitliche Alpenbewohner einst ausgesehen haben könnte. 

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Karersee

Idylle pur: der Karersee in Südtirol.

Konkurrenz bekommt der Pragser Wildsee durch dieses ebenso außergewöhnliche Exemplar. Nicht ganz so bekannt, nicht besonders groß und deshalb auch nicht ganz so gut besucht ist der Karersee, der an den gleichnamigen Ort  grenzt. Aufgrund seiner beeindruckenden Farbe – sie wechselt von Giftgrün zu Hellblau – wird der See im Ladinischen auch Lec de Ergobando – Regenbogensee – genannt. Auf seiner glatten Oberfläche spiegeln sich die Bergspitzen. In der Nähe liegen mehrere Parkplätze und Ausflugslokale. 

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Fluss Eisack

Der Eisack ist der zweitgrößte Fluss in Südtirol.

Nach dem Etsch der zweitgrößte Fluss in Südtirol: Der Eisack entspringt am Brenner in einer Höhe von 1.990 Metern und endet gut 100 Kilometer weiter südlich. Der Oberlauf des Flusses ist Wildwasser in seiner schönsten Form und ein Magnet für kühne Wassersportler. Kein Wunder also, dass hier jährlich internationale Rafting- und Kajakrennen stattfinden. Doch auch Neulinge können sich in die Fluten wagen. In Freienfeld bei Sterzing bieten bestens geschulte Guides Touren für alle Niveaus an. 

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Schloss Churburg

Hier zu sehen: die Churburg in Südtirol.

Die hochmittelalterliche Churburg in der Gemeinde Schluderns zählt zu den meistbesuchten Ausflugszielen Südtirols. Erbaut wurde die beeindruckende Anlage Mitte des 13. Jahrhunderts. Erstaunlich: Bis zum heutigen Tage ist sie nie zerstört worden, was auch an ihrer dramatischen Lage liegen mag. Die Burg beherbergt eine Vielzahl reich ausgestatteter Räume, getäfelte und bemalte Zimmer mit Kachelöfen sowie eine Bibliothek. Unterhalb der Churburg finden seit 2006 die sommerlichen „Südtiroler Ritterspiele“ statt, zu denen jährlich mehr als 2.000 Darsteller und 20.000 Besucher aus mehr als zehn Ländern erwartet werden. 

Die Burganlage kann von März bis Oktober besichtigt werden. Erwachsene zahlen 16 Euro Eintritt, Kinder unter sechs Jahren können die Burg kostenlos besuchen.

churburg.com

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Brixen

Brixen ist die älteste Stadt in Südtirol – und für viele Einheimische auch die schönste.

Auch die älteste Stadt Südtirols lohnt einen Ausflug. Zwischen den pastellfarbenen Fassaden der Altstadt und entlang des Eisack-Ufers von Brixen lässt es sich bestens schlendern. In den verwinkelten Straßen laden kleine Läden, Weinbars und traditionelle Gasthäuser zu einer Rast. 

Der prächtige Domplatz mit seinem Zwillingssturm-Ensemble bildet das Zentrum der Stadt. Sehenswert sind zudem die Hofburg aus dem 13. Jahrhundert mit ihrem Diözesanmuseum und dem angrenzenden Herrengarten im Renaissance-Stil.

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St. Magdalena

Das schönste Dorf in Südtirol: St. Magdalena, das den Geislerspitzen zu Fuß liegt.

Es ist eines der bekanntesten Panoramen Südtirols: die Kirche von St. Magdalena vor den schroffen Gipfeln der Geislerspitzen im Hintergrund. Trotz aller Berühmtheit lohnt ein Besuch unbedingt, denn nur so lässt sich einfangen, was auf Fotos nicht zu sehen ist: Die Kühe, die gemächlich auf den sattgrünen Wiesen grasen, die Apfelbäume, die sich leicht im Wind wiegen, und dieser betörende Duft nach Heu und Harz. Der Blick auf die eindrucksvollen Dolomiten ist hier zwar tägliche Kulisse, zu jeder Tages- und Jahreszeit zeigt er sich jedoch in neuer Form. Wanderwege führen direkt vom Ortskern in die alpine Wildnis, und in der Küche der Gasthäuser rundherum landen Schlutzkrapfen mit hausgemachtem Graukäse auf dem Teller.

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Reinbach Wasserfälle

Beeindruckendes Naturschauspiel: die Reinbach Wasserfälle.

Nur wenige Schritte vom beschaulichen Ort Sand in Taufers entfernt tost das Wasser über Felsen und Moos: Die Reinbach Wasserfälle gehören zu den eindrucksvollsten Naturschauspielen Südtirols. In drei Kaskaden stürzt der Bach ins Tal – begleitet vom Duft nasser Erde und dem stetigen Grollen des Wassers. Entlang des gut ausgebauten Wanderwegs wechseln sich lichte Waldstücke mit Aussichtsplattformen ab, die den Blick auf die berauschenden Fluten freigeben.