Die 9 besten Hotels in Mailand

Mailand ist eine Stadt der Gegensätze – elegant und experimentell, traditionsbewusst und zugleich stets am Puls der Zeit. Als internationale Mode- und Designmetropole zieht sie Kreative, Geschäftsreisende und Kulturinteressierte aus aller Welt an und punktet mit historischen Palazzi, moderner Architektur und lebendigen Vierteln. Die Hotellerie der Stadt greift diesen besonderen Charakter auf: Sie ist geprägt von Stilbewusstsein, hoher Servicekultur und einem feinen Gespür für Ästhetik.
Im Folgenden stellen wir neun der besten Hotels in Mailand vor.
Excelsior Hotel Gallia

2015 wurde der Belle-Époque-Bau aus den 1930ern komplett saniert und erweitert. Seither präsentiert sich das Haus konsequent in italienischem Design, modern und extravagant zugleich, etwa mit dem Kronleuchter aus Muranoglas, der 20 Meter groß ist und alle sieben Etagen des historischen Treppenhauses erleuchtet. Die Brüder Vincenzo und Antonio Lebano sind die Executive Chefs des Restaurants Terrazza Gallia im obersten Stock. Wer die zwei Kilometer bis zum Centro nicht laufen will: der Gallia-Shuttle ist ein Maserati Quattroporte.
Rocco Forte House

Sir Rocco Forte, der englische Nobelhotelier mit italienischen Wurzeln, hat im Sommer 2024 ein ganz besonderes Hotel eröffnet – elf individuell eingerichtete Apartments direkt am Quadrilatero della Moda, dem Herz der italienischen Modewelt. Sie sind zwischen 70 und 200 Quadratmeter groß, das Frühstück wird geliefert, es gibt einen Einkaufs- und Bügel-/Wäscheservice. Ein Florist und ein Personal Trainer stehen ebenso bereit wie ein Concierge, der Buchungen für Restaurants, Oper und Museen übernimmt.
Casa Brera, a Luxury Collection Hotel, Milan

Mitten im gleichnamigen Künstlerviertel gelegen, verbindet das Casa Brera die kreative Seele Mailands mit der Grandezza der lombardischen Metropole. Das 5-Sterne-Hotel ist untergebracht in einem sorgfältig restaurierten Palazzo der 1950er Jahre. Das Interieur von Designerin Patricia Urquiola schafft dank Naturstein und Marmor sowie hellen Farben eine Atmosphäre von zurückhaltendem Luxus. Zimmer und Suiten öffnen sich zur Stadt oder in ruhige Innenhöfe.
Kulinarisch spiegelt das Hotel Mailands kosmopolitischen Geschmack: das elegante Nusr-Et Steakhouse, die Rooftop-Bar Etereo mit Blick über die Dächer der Stadt und fein kuratierte Aperitivo-Momente machen das Casa Brera zu einem Treffpunkt für Reisende und Einheimische gleichermaßen.
Portrait Milano – a Lungarno Collection

Untergebracht in einem ehemaligen Priesterseminar im Barockstil, nur wenige Schritte vom Quadrilatero della Moda entfernt, eröffnet sich in diesem Hotel mit dem weiten, arkadengesäumten Innenhof ein ungewöhnlich stiller Ort im Herzen der Stadt.
Das Portrait Milano gehört zur Lungarno Collection, die wiederum im Besitz der Familie Ferragamo ist. Wie in allen Ferragamo-Hotels steht nicht das Spektakel im Vordergrund, sondern ein sehr persönlicher, präziser Service. Gäste werden nicht abgefertigt, sondern begleitet: bei Restaurantreservierungen, privaten Shopping-Terminen oder maßgeschneiderten Stadterkundungen. Die insgesamt 73 Zimmer und Suiten sind großzügig, ruhig und klar gestaltet, mit hochwertigen Materialien und viel Tageslicht. Zum 5-Sterne-Hotel gehören zwei Restaurants: das 10_11 und die Beefbar Milano. Im Spa-Bereich schwört man auf ganzheitliche Ansätze und das Longevity-Konzept.
Armani Hotel

Dieses Haus in der Mailänder Innenstadt folgt der Designphilosophie Giorgio Armanis bis ins Detail: Klare Linien, gedämpfte Farben und edle Materialien prägen Zimmer und öffentliche Bereiche. Nichts ist dekorativ um seiner selbst willen; Funktion, Ruhe und Übersicht sind die wichtigsten Komponenten im Interieur.
Schwerpunkte des Armani Hotels sind Wellness und Kulinarik. Das Armani/SPA bietet einen diskreten Rückzugsort mit Blick über die Stadt, während das hoteleigene Restaurant italienische Küche modern interpretiert und dem restlichen Designkonzept des Hauses mit viel Schwarz und Weiß treu bleibt.
Casa Baglioni
Das Casa Baglioni liegt in Brera, jedoch abseits der lauten Achsen, in einer ruhigen Straße, die eher an ein Wohnviertel als an ein Hotelquartier erinnert. Gestaltet wurde es vom Architekturstudio Spagnulo & Partners, mit einem klaren Fokus auf lombardische Handwerkskunst und in Reminiszenz an die 1960er Jahre in Mailand. Dunkle Hölzer, Stein, strukturierte Stoffe und maßgefertigte Möbel bestimmen das Bild.
Besonders ist auch die geringe Größe: Mit nur rund 30 Zimmern entsteht ein Gefühl von Vertrautheit, fast wie in einem privaten Salon. Auch kulinarisch setzt das Casa Baglioni bewusst ein Zeichen: Das Restaurant Sadler unter der Handschrift von Claudio Sadler interpretiert italienische Küche zeitgenössisch und reduziert, ohne viel Pomp – und hat sich damit den Michelin-Stern redlich verdient. Auf der Dinner-Karte stehen Gerichte wie Cannelloni mit Kabeljau-Füllung oder Hummer mit Brokkoli, Pancetta und Haselnüssen.
Four Seasons Hotel Milano

Wer durch das schwere Tor in der Via Gesù tritt, lässt Mailand erstaunlich abrupt hinter sich. Das Four Seasons Hotel Milano beginnt nicht mit einer Lobby im klassischen Sinn, sondern mit Innenhöfen, alten Mauern, einem Garten, der mehr Kloster als Stadt ist. Dass man sich hier nur wenige Schritte vom Modeviertel rund um die Via Montenapoleone entfernt befindet, erschließt sich erst wieder, wenn man das Haus verlässt.
Das ehemalige Kloster aus dem 15. Jahrhundert prägt den Charakter des Hotels, das 1993 eröffnet wurde, bis heute. Die Anlage ist weitläufig und in sich geschlossen, Gäste haben jederzeit die Möglichkeit, sich zurückzuziehen. Das unterscheidet das Four Seasons deutlich von vielen anderen zentralen Stadthotels.
Gestalterisch bleibt das Haus bewusst klassisch. Die Zimmer und Suiten sind großzügig, viele Räumlichkeiten erinnern dank ihrer hohen Decken, Fresken an ein klassisches Grandhotel, andere sind moderner eingerichtet, mit klaren Formen und geraden Linien. Die unterschiedlichen Restaurants sowie Bars und der Spabereich sind fest im Hotelalltag verankert und werden auch von Mailändern regelmäßig genutzt. Ein Highlight ist das Abendessen im Restaurant Zelo, in dem Fabrizio Borraccino mit seinem Team Gerichte wie Ceviche aus Bernsteinmakrele, Parmigiana oder gegrillten Oktopus kreiert.
Bulgari Hotel Milano

Das Bulgari Hotel Milano wurde 2004 eröffnet. Es liegt in einem 4.000 Quadratmeter großen privaten Garten zwischen Via Montenapoleone und Brera – eine Seltenheit in dieser trubeligen, zentralen Lage.
Entworfen wurde das Haus von den Architekten Antonio Citterio und Patricia Viel, verwendet wurden vor allem Teak- und Eichenholz, schwarzer Granit aus Zimbabwe, Travertin und Bronze. Viele Zimmer und Suiten orientieren sich zum Garten, was dem Hotel eine besondere Ruhe verleiht. Ein zentraler Bestandteil ist das Bulgari Spa mit großem Innenpool, Fitnessbereich und Behandlungsräumen, ebenfalls mit Blick ins Grüne. Das Hotel verfügt über verschiedene Restaurants und Bars. Eines davon ist das Il Ristorante - Niko Romito, ein Ableger der gleichnamigen Lokale in Peking, Shanghai und Dubai, das zeitgenössische italienische Küche mit besonderen Twists serviert.
Palazzo Cordusio Gran Meliá
Direkt an der Piazza Cordusio gelegen, zwischen Dom und Castello Sforzesco, eignet sich das Hotel Palazzo Cordusio Gran Meliá besonders für Gäste, die die Stadt zu Fuß erschließen möchten und kurze Wege schätzen.
Das Hotel befindet sich in einem repräsentativen Palazzo aus dem 19. Jahrhundert, der umfassend renoviert wurde. Die Architektur ist großzügig, mit hohen Decken und weitläufigen Fluren. Die Gestaltung bleibt insgesamt zurückhaltend, aber doch edel – etwa dank Möbelstücken aus Samt oder Brokattapeten. Mehrere Restaurants, Bars und ein Spa gehören zum Angebot und machen das Hotel auch für Nicht-Hotelgäste interessant. Das 5-Sterne-Haus ist Teil von The Leading Hotels of the World.