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Übernachtungen

Die 5 schönsten Unterkünfte in Island

Vulkane, Thermalquellen, Naturschutzgebiete und Geysire: Mitten in der beeindruckenden Natur Islands empfangen gemütliche Hotels ihre Besucher:innen. MERIAN zeigt die schönsten.

Ob glampen, übernachten am Rande des Gletschers oder im idyllischen familienbetriebenen Gasthaus unterkommen: Island ist, was Unterkünfte angeht, ebenso originell und vielfältig wie seine Natur. 

Fjorde, kleine Inseln, Buchten, Gletscher und die pure Wildnis locken Besucher:innen mit einzigartigen Aussichten und Erlebnissen. MERIAN verrät die fünf schönsten Unterkünfte in Island und gibt Tipps für die Reise.

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„Traustholtshólmi": Runde Sache in der Wildnis

© Traustholtshólmi

Schon vier Gäste sorgen auf der Insel Traustholtshólmi und dem gleichnamigen Glamping-Platz für eine Bevölkerungsexplosion. Die nicht mal einen Viertel-Quadratkilometer kleine Insel liegt nur wenige Bootsminuten vom Ufer entfernt auf dem Fluss Þfijórsá im Süden Islands und wird nur von Hákon Hjördisarson und seinem Hund Skuggi bewohnt. 

Sie können dort in einer von drei mongolischen Jurten übernachten, die mit einem Holzofen beheizt werden. Davor sollten Sie sich aber Zeit nehmen, um mit Hákon die Gegend zu erkunden, ihn beim Lachsfang zu begleiten und mit ihm Kräuter und Gemüse zu sammeln.

Nach dem Abendessen bleibt dann noch Zeit, im Gras zu relaxen. Hákon fährt spätabends gern mit seinem Boot auf den Fluss, stellt den Motor ab, lässt sich auf dem Wasser treiben und wartet, bis die Seehunde kommen.

2

„Hotel Álfheimar": Schafe zählen

Das kleine „Hotel Álfheimar" liegt am Rande des Fjords Borgarfjörður eystri. Die Ufer dort sind gerahmt von Bergen, die wiederum gesprenkelt sind mit Tausenden halbwild lebenden Schafen. Wer mag, hilft im Herbst beim Schafabtrieb und lernt nebenbei das halbe Dorf kennen.

3

„Hotel Búðir": Ganz nah am Zugang zur Unterwelt

© Hotel Budir

Es gilt als eines der schönsten Hotels des Landes: Das „Hotel Búðir" liegt inmitten einsamer moosbewachsener Lavalandschaften auf der Halbinsel Snæfellsnes. Island-Kenner:innen empfehlen die Region ganz im Westen für einen längeren Aufenthalt, weil sie auf relativ kleiner Fläche die ganze Naturvielfalt des Landes bietet. 

Hier ragt auch der Snæfellsjökull auf, jener Gletschervulkan, den Jules Verne im Roman „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde" zum Einstieg in die Unterwelt machte. Ein anderer großer Schriftsteller war hier tatsächlich vor Ort: Der isländische Literaturnobelpreisträger Halldór Laxness setzte dem Berg mit „Am Gletscher" ein weiteres literarisches Denkmal. Halldór besuchte das Hotel ab den 1950er Jahren regelmäßig und wurde damals von Inhaberin Lóa Kristjánsdóttir mit Handschlag begrüßt. Ein Porträt an der Rezeption erinnert an Lóa und ihre Gastfreundschaft, die heutigen Inhaber halten ihre Tradition hoch. 

Die Doppelzimmer und Suiten sind stilvoll eingerichtet, aber weit im Voraus ausgebucht. Das Restaurant ist für seine raffinierte Küche bekannt. Vor dem schwarzen Holzkirchlein in Sichtweite sind oft weiße Kleider zu sehen, das Hotel ist sehr beliebt für Hochzeitsfeiern.

4

„Tungulending": Traumhaus im Nirgendwo

© Ragnar Th Sigurdsson/www.Arctic-Images.com

Schon von Weitem ist das allein stehende, schlichte weiße Haus mit rotem Dach in der Skjálfandi-Bucht zu sehen. Einst verarbeiteten Fischer aus der Gegend hier Seehasen und andere Fische. Heute sind im Gasthaus „Tungulending" die gemütlichen Zimmer fast ausschließlich mit Holz eingerichtet, ebenso das helle Café. Vom Bett aus blickt man auf den Atlantik und den winzigen, geschützten Hafen. Zu verdanken ist dieser, von nichts als Meer und unverstellter Landschaft umgebene, Ort dem Deutschen Martin Varga. Er arbeitete im nahe gelegenen Húsavík als Guide auf Whale-Watching-Booten, bis er mit Hilfe einer Crowdfunding-Aktion das Gasthaus aufbauen konnte – übrigens ein guter Ausgangspunkt zum Wale beobachten, Kajakfahren oder Fossiliensuchen.

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„Hotel Djúpavík": Evas große Familie

© Hotel Djupavik

Das leuchtend rote „Hotel Djúpavík" in den Westfjorden ist das Zuhause von Eva Sigurbjörnsdóttir. Sie betreibt es seit 1985 mit ihrem Mann, ihre Kinder sind hier aufgewachsen, und Gäst:innen fühlen sich hier schnell als Familienmitglieder auf Zeit. In einem Teil des Speiseraums liegt das halboffene Wohnzimmer von Eva und ihrer Familie, in dem auch Besucher:innen herzlich willkommen sind. 

An den Wänden des rustikalen 30-Betten-Hauses erinnern Fotos an die Fischfabrik des Örtchens Djúpavík. Die war 1935 mit 90 Metern Länge das größte Betongebäude Islands. Doch der Hering verschwand und damit stand auch die Fabrik vor dem Aus. Ein Teil des Baus ist heute ein Museum zur Geschichte des Ortes, im ehemaligen Fischöltank hat schon die Band Sigur Rós gespielt. Neben dem Hotel stehen nur wenige Sommerhäuser. Man kann hier wunderbar stundenlang durch die Natur wandern oder mit den freundlichen Gastgeber:innen vor dem Haus Kaffee trinken – und den Wolken dabei zusehen, wie sie über die Tafelberge und den Nordatlantik schweben.

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