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Natur

Geheimtipps für die Isles of Scilly in Cornwall

Wild, wunderschön und ein bisschen verrückt: Mitten im Atlantik hat der milde Golfstrom kleine, subtropische Paradiese geschaffen. Etwa 140 Inseln gehören zum Archipel der Isles of Scilly, fünf davon sind bewohnt. Eine Welt für sich. Hier die besten Tipps:

Vor der atlantischen Küste liegen knallgrüne Oasen im Meer. Aus der Luft ist ihr Anblick besonders beeindruckend: Weit vertreut ragen sie aus dem tiefblauen Wasser, mit ihren weißen Stränden erinnern die Isles of Scilly an karibische Inseln.

Das Archipel vor Cornwall besteht aus rund 140 Eilanden, kaum eines breiter als fünf Kilometer. Der nahe Golfstrom beschert den Inseln ganzjährig sommerliches Wetter und zahlreiche Sonnenstunden. Daher auch ihr Name: Aus „Sunny Islands“ wurde mit der Zeit „Scilly“.

Wir geben Tipps für dieses besondere Reiseziel, Unterkünfte und Sehenswürdigkeiten. 

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Anreise zu den Isles of Scilly

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Flugzeug oder Fähre? Direktflüge nach St Mary’s gibt es ab Exeter (60 Min.), Newquay (30 Min.) und Land’s End (15 Min.) – im Sommer mehrmals am Tag. Von Penzance aus fährt jeden Morgen außerdem eine Passagierfähre zur Hauptinsel, die Fahrt dauert knapp drei Stunden. Auf der Webseite des Tourismusbüros finden Sie Informationen zu allen Flügen und Fährverbindungen

Inselhopping

Ein Besuch auf mehreren Inseln lohnt unbedingt! Jede von ihnen hat ihre Besonderheiten und fasziniert mit unberührter Natur. Fünf der Inseln – St Mary’s, St Martin’s, St Agnes, Bryher und Tresco – sind bewohnt. Die größte Insel ist St Mary’s, hier liegt der Hauptort Hugh Town sowie der Fährhafen samt Läden, Pubs und Restaurants. 

Die größeren Isles haben je ein eigenes Fährunternehmen. Die Tickets können Urlauber:innen auch in Hotels, Läden oder der Touristinformation am Porthcressa Beach buchen. Hier finden Sie Informationen zu allen Inselfähren.

Sehenswürdigkeiten auf den Isles of Scilly

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Old Town Church

St Mary’s Kirche direkt am Strand wurde zwischen 1130 und 1140 von den Normannen erbaut, von den Wikingern geplündert und später wieder aufgebaut. Der dicht bewachsene Friedhof auf mehreren Terrassen ist so schön, dass man hier Stunden verbringen kann. Im Sommer gibt es Konzerte bei Kerzenlicht – die Kirche ist nicht elektrifiziert.

Tresco Abbey Garden 

Selbst in dem mit Gärten gesegneten Cornwall eine einmalige Sehenswürdigkeit mit außerordentlicher, botanischer Vielfalt: Die Pflanzen im Tresco Abbey Garden stammen aus 80 Ländern. Man kann sich hier stundenlang der Flora widmen. Einziger Nachteil: Zu Ferienzeiten sieht man manchmal mehr Menschen als Blumen.

Bants Carn Burial Chamber und Halangy Down Acient Village

Inmitten der sanften Hügellandschaft finden sich auf St Mary’s die Überreste jahrtausendealter Siedlungen. Gräber und Dorfanlagen aus der Eisenzeit und Bronzezeit sind an dieser historischen Stätte noch deutlich zu erkennen. Damals war der Meeresspiegel deutlich niedriger und die Scilly Isles bildeten eine einzige große Landmasse. 

St Martin’s

Die landschaftlich wohl schönste Insel lockt mit weißen Stränden und herrlichen Aussichten. Eine acht Kilometer lange Wanderung führt Besucher:innen einmal ganz herum, vorbei an der Great Bay und der Little Bay. Einen Abstecher wert sind auch das Weingut sowie das Observatorium, das nachts einen atemberaubenden Blick auf den Sternenhimmel ermöglicht.

Unterkünfte auf den Inseln

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The Atlantic

St Mary’s sozialer Mittelpunkt ist Hotel, Bar und Restaurant zugleich. Im „Atlantic“ können sie Besucher:innen und Einheimische bei einem Pint treffen, an manchen Abenden schwappt die Bar aber über wie ein volles Glas. 

Star Castle

Eine der Hauptsehenswürdigkeiten von St Mary’s und zugleich das beste Hotel der Hauptinsel. Elisabethanisches Mauerwerk, wunderbare Ausblicke auf den Hafen, prachtvoller Garten. Das Frühstück im „Star Castle“ wird in der ehemaligen Offiziersmesse serviert. 

Essen & Trinken

Island Fish Ltd. Shop

Nach einer ausgiebigen Wanderung durch den wilden Teil von Bryher sollte man sich im „Island Fish Ltd Shop“ belohnen: mit Hummer- und Krabben-Sandwiches, gemacht mit frisch gefangenen Meeresfrüchten. Denn Fische müssen zwar wegen der EU-Richtlinien zuerst ans Festland gebracht werden, die Hummer und Krabben hingegen kommen direkt vom Ozean auf den Teller. 

Juliet’s Garden

Etwas außerhalb von Hugh Town gelegen, mit einer Terrasse, die atemraubende Ausblicke zum Hafen und der Felsenküste bietet. Regelmäßige Besucher:innen der Inseln versäumen es nie, in „Juliet’s Garden“ ein Abendessen zum Sonnenuntergang einzunehmen.