Musée des Beaux-Arts de Rouen © V. Joannon Valerie
Sehenswürdigkeiten

Normandie: Küste der Künste und der Natur

Vom Mont St. Michel bis Bayeux: Küste und Binnenland der Normandie bieten beeindruckende Natur und große Kunstschätze. Dazu elegante Strandbäder, eine sehenswerte Hauptstadt Rouen – und die „drei C“: Camembert, Calvados und Cidre.

Mont St. Michel: Das gotische Wunder

Mont St. Michel © Markus Bassler

„La Merveille“ (Wunder): So lautet, ganz zu Recht, eine geläufige Bezeichnung für den Klosterberg Mont St. Michel. Die gotischen Aufbauten und der wie ein Zeigefinger nach oben weisende Spitzturm mit Erzengel Michael ist für Normandie-Besucher krönender Abschluss oder perfekter Ausgangspunkt zahlreicher Touren zu den Küsten und ins Hinterland mit seinen mittelalterlichen Dörfern und Gärten.

Auf 446 Kilometern führt der Fernwanderweg „Alter Zöllnerpfad“ entlang der Halbinsel Cotentin bis zum Utah Beach im Osten. Das Netz der Fernradwege ist 1600 Kilometer lang – 700 davon autofrei. Die Naturparcours bieten Möglichkeiten zum Reiten, Klettern, Golfspielen und Wassersport. Nicht vergessen: Wegstärkung bieten Camembert, Calvados und Cidre – die Spezialitäten der Region.

www.ot-montsaintmichel.com

Bayeux: Der Teppich aller Teppiche

Musée de la Tapisserie de Bayeux © Stephane Maurice

Mehr als 400.000 Besucher wollen jedes Jahr den weltberühmten Teppich von Bayeux im Tapisserie-Museum der mittelalterlichen Stadt im Département Calvados sehen. Die Schlacht von Hastings (1066) und die Eroberung Englands durch Wilhelm den Eroberer, Herzog der Normandie, ist dort als fein gewebte Szenerie zu bewundern. Soldaten zu Pferd galoppieren über den Stoff, der von einer Bordüre aus Tiermotiven gehalten wird.

Bayeux hütet seine geschichtsträchtige Vergangenheit wie einen Schatz. In der Altstadt hat sich das mittelalterliche Stadtbild rund um die Kathedrale Notre-Dame wie ein Gemälde bewahrt.

www.bayeuxmuseum.com

Rouen: Stadt der 100 Kirchtürme

Cathédrale de Lumière © S. Freres Severine

Die Hauptstadt der Normandie hat eine bezaubernde Altstadt, in der sich ganz entspannt flanieren lässt. Und sie hat ein Museum für ihren größten Sohn: Das Musée Flaubert widmet sich dem Autor von „Madame Bovary“ und zugleich der Geschichte der Medizin; Flauberts Vater war Leiter des örtlichen Krankenhauses.

Auch bei neuester Kunst ist Rouen am Ball: Nah beim neuen Hafen ist das Eventzentrum La Friche Lucien Treffpunkt der Szene.

www.rouentourisme.com

Deauville: Elegantes Kunst-Städtchen

Les Franciscaines in Deauville © Marie-Anais Thierry

Wer elegante Seebäder mag, wird sich hier wohlfühlen. Les Planches heißt die nicht enden wollende Strandpromenade, an der sich schnörkelige Belle-Époque-Villen, Luxushotels und Boutiquen wie die Perlen der Halskette einer betuchten Dame auffädeln.

Nur wenige Gehminuten vom Yachthafen entfernt hat sich Deauville mit „Les Franciscaines“ ein neues Herzstück für die Kunst erschaffen. Das ehemalige Franziskanerinnen-Kloster erstrahlt nach dem Umbau nun auch in deauville’scher Eleganz. Die Kapelle wurde zum Konzertraum umgebaut, das Atrium wird als Galerie für Kunstausstellungen oder als Theatersaal bespielt.

145 b Avenue de la République

www.lesfranciscaines.fr/en

Honfleur: Ein Ort wie ein Gemälde

Honfleur © shutterstock

Die Spiegelungen der farbreichen Fachwerkhäuser im alten Hafenbecken muten wie ein sich leicht bewegendes Gemälde an. Bis heute ist Honfleur Inspirationsquelle von Musikern und Schriftstellern, wie einst für Baudelaire oder Satie. Eugène Boudin, der Maler der normannischen Küstenlandschaften, wurde 1814 im Fischerörtchen an der Seinemündung geboren. Auch Impressionisten wie Monet, Pissarro oder Sisley brachten die besondere Atmosphäre aufs Papier.

www.musees-honfleur.fr

Étretat: Krone der Alabasterküste

Stand Up Paddling in Étretat © Danielle Dumas

Das Seebad an der Alabasterküste gehört zu den beliebtesten touristischen Zielen der Haute Normandie. Seine bizarren Kreidefelsformationen – die drei Tore und der aus dem Wasser ragende Felskegel – zieren impressionistische Kultgemälde. Baumeister Natur hat beste Arbeit geleistet. Lange Wanderwege führen über den von Tälern und Steilküste modulierten Küstenabschnitt.

Die hängenden Gärten von Étretat (Jardin suspendu Étretat) befinden sich auf den Steilfelsen von Amont und geben einen weiten Blick über Étretat und die Kalksteinsteilküste frei.

www.etretatgarden.fr/en/

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