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Natur

Noirmoutier: Insel der Salzbauern und Mimosen

Unglaublich schön, wenn sich der Sonnenuntergang im Labyrinth der Kanäle und Becken spiegelt – ein Besuch bei den Salzbauern auf der Mimosen-Insel vor Nantes lohnt sich. Schon die Hinfahrt ist abenteuerlich: Der Weg ist nur bei Ebbe passierbar.

Zur Not: In den Rettungskäfig

Schon die Art und Weise, wie man die Île de Noirmoutier im Atlantik vor Nantes erreicht, ist einzigartig. Der Weg führt über die „Passage du Gois“, eine nur bei Ebbe befahrbare Straße. Besucher sollten sich informieren, wann der kuriose Damm zwischen Barbâtre und Beauvoir-sur-Mer auf dem Festland nutzbar ist, damit die Flut nicht allzu schnell naht. Sonst hilft nur noch ein Rettungspfahl mit „Papageienkäfig“ am Straßenrand!

Hundert Salzbauern

Bis zum Bau der Brücke Anfang der 1970er-Jahre war diese Gezeitenstraße die Nabelschnur der Atlantikinsel, von der ein Großteil der Fläche unter dem Meeresspiegel liegt. Charakteristisch sind auch die schillernden Salzwiesen: Rund 100 Salzbauern bewirtschaften heutzutage etwa 300 Becken.

Wer mehr über das uralte Handwerk erfahren möchte, besucht diese Experten, zum Beispiel das sympathische Paar Karine und Sébastien. Bei „Le Marais Mounet“ werden noch alle Produktionsschritte von Hand ausgeführt. In 40 Becken wächst das „weiße Gold von Noirmoutier“ dank Meer, Sonne und Wind und bestimmt den Arbeitsrhythmus der Salzbauern, die hier rund 40 Tonnen Gros Sel und zwei Tonnen Fleur de Sel ernten können.

www.seldenoirmoutier.com

Die Schönheit der Mimosen-Insel

Eine Besichtigung lohnt sich. Unglaublich schön, wenn sich der Sonnenuntergang in dem Labyrinth aus Kanälen und Becken, „oeillets“ genannt, spiegelt! Aufgrund des milden Klimas gedeihen auf der Île de Noirmoutier nicht nur Salzblumen, sondern auch Pflanzen – das Eiland wird liebevoll auch Mimosen-Insel genannt.

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