Klimahaus Bremerhaven © Isabele Pacini
Kultur

Einmal um die ganze Welt im Klimahaus Bremerhaven

Durch Eis, Wüste, Berge, Regenwälder und Ozeane geht es einmal um den Globus: Das Klimahaus zeigt die Gefahren des Klimawandels, macht aber vor allem viel Spaß. MERIAN-Redakteurin Tinka Dippel war mit ihrer Familie dort.

„Wir bleiben hier!“ Wäre es nach unseren Kindern gegangen, säßen sie wohl jetzt noch in der Südsee. Ihr Lieblingsplatz war ein kleines Holzboot, von dort beobachteten die beiden zwei Rochen, die neben dem Boot im Wasser schwammen, und ließen ihre Füße auf der anderen Bootsseite in den butterweichen Sand baumeln.

Gummiboot in den Havenwelten

Aber dies war kein Urlaub, es war eine Reise vom an diesem Wintertag windigen und nassen Bremerhaven einmal um den Globus. Und das Inselreich Samoa, hier bestehend aus einem gemalten Meer-Horizont, einem Fale genannten luftigen Holzhaus, einer Kirche und jenem Boot am Strand, war nur eine von neun Stationen auf dieser Weltreise. Dass die einige Stunden dauern wird, ahnen wir schon, als wir am Abend vorher im Sonnenuntergang durch die Havenwelten spazieren, jenes Viertel, in dem Bremerhaven nach der Jahrtausendwende neu erfunden wurde. Mittendrin liegt das Klimahaus, wie ein riesengroßes Gummiboot mit transparenter Hülle, die tagsüber den Himmel reflektiert.

Neue Ausstellung zu Wetterextremen

Pro Jahr – ohne Pandemie – kommen durchschnittlich um die 500.000 Besucher. Das Haus sollte nie nur eine Besucherattraktion sein, sondern auch ein Forum. Lesungen, Podiumsdiskussionen und Besuche von Politikern haben hier immer schon stattgefunden. Mehr Menschen suchen hier aktiv nach Antworten auf ihre Fragen zum Thema Klimawandel. Bald wird ein Bereich sich speziell mit dem Thema Wetterextreme auseinandersetzen. Die Hörstationen werden durch Apps ergänzt, der wissenschaftliche Ausstellungsbereich „Die Perspektiven“ wird neu gestaltet, das „Offshore Center“ neu ausgerichtet.

Bremerhaven
Am Längengrad 8
www.klimahaus-bremerhaven.de

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