© München Tourismus/Tommy Lösch
Kultur

Oktoberfest München 2023: Preise, Tipps und Infos zur Wiesn

2023 findet das größte Volksfest der Welt zum 188. Mal statt und es heißt wieder „O’zapft is“! Wir verraten Wiesn-Neuigkeiten und Bierpreise und geben wertvolle Tipps rund um das Oktoberfest.

Text Mila Krull
Datum 13.09.2023

Mit dem Auslaufen vieler Corona-Maßnahmen feierte das Oktoberfest 2022 das größte Comeback seiner Geschichte. Und auch 2023 empfängt die bayerische Landeshauptstadt erneut Millionen Besucher:innen zum Oktoberfest auf dem Festgelände. 17 große und 21 kleine Festzelte laden zu Bier, Hendl und stimmungsvoller Musik ein; die Theresienwiese und ihre Umgebung werden zu einem gigantischen Festgelände mit Fahrgeschäften, Ausschankständen und Brezen. Preise fürs Oktoberfest München 2023, Neuheiten, Öffnungszeiten und weitere Infos lesen Sie hier.

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Wann beginnt das Oktoberfest in München 2023?

Das Oktoberfest 2023 beginnt am 16. September und endet am 3. Oktober. 

Natürlich beginnt das Volksfest auch in diesem Jahr mit dem traditionellen Ausruf von Oberbürgermeister Dieter Reiter beim Fassanstich zum Wiesn-Auftakt. Am 16. September hieß es in der Schottenhammel-Festhalle pünktlich um 12 Uhr endlich wieder: „O’zapft is!

Übrigens: Seit mehr als 70 Jahren zapft der Münchner Oberbürgermeister das erste Fass Bier an und eröffnet so das Fest. Initiiert hat das bereits Oberbürgermeister Thomas Wimmer 1950. Angeblich fuhr er auf dem Wagen der Wirte-Familie Schottenhamel zum Festplatz und der Wirt ließ ihn spontan anzapfen. Nach einer anderen Version war Wimmers Anzapfen geplant, setzte er so doch ein Zeichen für Volksnähe und Neuanfang.

Oktoberfest 2023: Wichtige Tipps vor dem Besuch

Oktoberfest in München, Eingang © München Tourismus/Werner Böhm
Auch 2023 heißt es in München wieder „O’zapft is!“

Damit Sie auf dem 34 Hektar großen Gelände, zwischen den Festzelten und rund um die Theresienwiese den Überblick nicht verlieren, haben wir einige nützliche Informationen und Tipps rund um das Oktoberfest zusammengetragen.

Unterkunft in München zum Oktoberfest

Nicht nur die Wiesn-Preise sind gesalzen, auch Hotelzimmer, Pensionen und andere Unterkünfte sind während des Oktoberfests überteuert und schwer zu ergattern. Frühes Buchen lohnt daher, auch finden sich über Kleinanzeigen und entsprechende Portale mitunter günstigere private Angebote. 

Tipp: Da das Festgelände spätestens um Mitternacht schließt, können Besucher:innen zudem im Umkreis von München unterkommen. In die Vororte gibt es verschiedene S-Bahn-Verbindungen. 

Öffnungszeiten der Wiesn 2023

Das Oktoberfest öffnet vom 16. September bis 3. Oktober täglich seine Pforten. In der Regel laufen die Großbetriebe an Werktagen von 10 bis 23:30 Uhr, am Wochenende von 9 bis 23:30 Uhr. Der Ausschank und die Musik enden in den großen Zelten um 22:30 Uhr. Ab dann werden alle Gäste unmittelbar dazu aufgefordert, das Festgelände zu verlassen. Ausnahmen davon sind die Käfer Wiesn-Schenke und Kufflers Weinzelt, in denen bis 0:30 Uhr ausgeschenkt wird. In kleineren Zelten, etwa in Imbiss- und Café-Zelten, enden Musik und Ausschank erst gegen 23 Uhr. 

Tipp: Wer sparen will, besucht die Wiesn am besten an den Familientagen. Jeweils dienstags gibt es Ermäßigungen auf Fahr-, Eintritts- und Verkaufspreise. 

Lageplan: Orientierung auf dem Oktoberfest

Auf der Theresienwiese führen zwei „Hauptstraßen“ von Nord nach Süd: Entlang der Wirtsbudenstraße finden sich alle großen Festzelte, in der Schaustellerstraße sind die Fahrgeschäfte und Buden aufgebaut. Nahe der Bavaria Statue liegt die „Oide Wiesn“, ein separates Gelände innerhalb des Oktoberfests. Ein Besuch kostet zwar Eintritt, dafür ist es hier umso ruhiger, familiärer und traditioneller. Hier finden Sie den detaillierten Lageplan zum Oktoberfest 2023

Anfahrt zum Oktoberfest mit dem ÖPNV

Am besten ist die Theresienwiese zu Fuß oder mit der U-Bahn zu erreichen. In unmittelbarer Nähe befinden sich die U-Bahn-Stationen Theresienwiese und Schwanthalerhöhe der Linien U4 und U5. Während des Volksfestes erhöht die MVG die Taktung, zudem sorgen zusätzliches Personal sowie die berühmten Stationssprecher:innen für einen sicheren, reibungslosen Ablauf. Wer mit der S-Bahn anreist, steigt an der Hackerbrücke aus. Per Straßenbahn geht es bis zur Holzapfelstraße. 

Einen praktischen Shuttle-Service bieten zahlreiche Rikscha-Fahrer:innen, die zwischen Hauptbahnhof und Theresienwiese pendeln, aber auch weitere Strecken zurücklegen. Taxistände finden Sie an der Herzog-Heinrich-Straße und an der Bavariastraße. 

Bierpreise und Tischreservierungen

Oktoberfest Bierausschank © München Tourismus/Frank Bauer
Der Bierpreis auf dem Oktoberfest München steigt jedes Jahr.

Was kostet eine Maß Bier auf dem Oktoberfest 2023?

Jedes Jahr steigt der Bierpreis auf der Wiesn, so auch 2023. Wie die offizielle Website des Oktoberfestes mitteilt, kostet die Maß in diesem Jahr zwischen 12,60 Euro und 14,90 Euro, im Schnitt 14,18 Euro. Übrigens: Vor Corona gab es einen Liter Bier auf dem Oktoberfest noch für durchschnittlich 11,55 Euro.

Das sind durchschnittlich rund 6,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Trotz aller Klagen über das teure Wiesnbier: Der Preisanstieg ist dieses Jahr gar nicht so groß. Er liegt gleichauf mit der allgemeinen Inflation in Deutschland, die Stand August 6,1 Prozent betrug – und unter dem etwas höheren Anstieg der Preise für Lebensmittel und Gastronomie. Im Handel verteuerte sich Bier zuletzt sogar doppelt so schnell wie auf dem Oktoberfest. Im August war es dort 12,2 Prozent teurer als ein Jahr zuvor, wie aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. Zudem bekommt man beim Wiesnbier mehr Alkohol fürs Geld – es ist etwas stärker. 

Was kosten alkoholfreie Getränke auf dem Münchner Oktoberfest?

Doch auch wer statt Frischgezapftem lieber Alkoholfreies trinken möchte, muss tief in die Tasche greifen: Spezi und andere Limonaden kosten 11,17 Euro bis 11,65 Euro pro Liter. Angesichts der allgemeinen Teuerung soll es 2023 erstmals kostenlos Trinkwasser geben. Ob das noch rechtzeitig klappt, ist aber nicht sicher. Der Liter Tafelwasser kostet dagegen in den Zelten im Schnitt 10,04 Euro, 2022 waren es 9,67 Euro.

Was kostet das Hendl auf dem Oktoberfest 2023?

Der Preis für ein halbes Hendl betrug zuletzt um die 14 Euro. Steigende Gas- und Lieferpreise tragen 2023 erneut zur Steigerung der Hendl-Preise bei. Je nach Festzelt kann ein halbes Bio-Hendl dieses Jahr bis zu 20,50 Euro kosten.

Für den Besuch der Wiesn empfiehlt es sich, genügend Bargeld mitzuführen. Dies ist die schnellste Methode, die Bedienungen zu bezahlen. Auch sollte stets ein angemessenes Trinkgeld gezahlt werden.

Informationen zur Tischreservierung

Einen der raren Wiesn-Tische zu ergattern, ist keine einfache Aufgabe. Wichtig ist: der Weg über den Zwischenhandel führt leider oft in eine Sackgasse und sollte deshalb vermieden werden. Wie die Verbraucherzentrale Bayern laut dpa informiert, seien die Preise von Zweitanbieter:innen und Eventagenturen nicht nur überteuert. Auch sind Tischreservierungen laut den AGBs der Veranstaltenden sogar nur dann gültig, wenn sie direkt erworben wurden. Wer Pech hat, kann also am Eingang abgewiesen werden. 

Eine Reservierung ist übrigens keine Pflicht, aber empfehlenswert, wenn Sie in einem der großen Festzelte am Abend einen Platz bekommen wollen. Grundsätzlich wird etwa ein Viertel aller Plätze in den Festzelten für Nicht-Reservierende freigehalten. 

Tipp: Wenn Sie Plätze reservieren wollen, tun Sie dies am besten frühstmöglich direkt in den Büros der Festhallen. Das geht meist online oder telefonisch. Wenn die Kontingente knapper werden, sind letzte Reservierungen meist noch für die Mittagszeit und unter der Woche verfügbar. In kleineren Zelten findet sich zudem eher ein Platz.

Oktoberfest München 2023: Die beliebtesten und größten Zelte

Tradition, süffiges Bier, deftige Speisen und eine einzigartige Stimmung: Zur Wiesn gehört ein Besuch in einem der gigantischen Festzelte. Wer die Wirtsbudenstraße entlang läuft, hat die Qual der Wahl. Wir geben Entscheidungshilfe und stellen die beliebtesten Zelte des Oktoberfests vor.

Hacker-Festzelt: Der Himmel der Bayern

Oktoberfest, Hacker-Festzelt © München Tourismus/Tommy Lösch
Das Hacker-Festzelt auf dem Münchner Oktoberfest

Es ist eines der schönsten Wiesn-Festzelte: Nicht umsonst trägt das Hacker-Zelt den Beinamen „Himmel der Bayern“. Wer den Blick nach oben richtet, findet sich unter einer weiß blaue Wolkendecke wieder, bayerische Szenen schmücken die Seitenwände. Mehr als 9.000 Menschen finden an den Bänken und in den Boxen Platz. Das Publikum ist eher jünger und zu bunter Musik und Hacker-Pschorr-Maß besonders feierfreudig. 

Reservierungen im Hacker Festzelt

Augustiner Festhalle: Stimmungsvolle Tradition

Oktoberfest Augustiner-Festhalle © München Tourismus/Tommy Lösch
In der Augustiner-Festhalle sorgt eine bayrische Kapelle für Stimmung.

Das Augustinerbier wird hier direkt aus 200-Liter-Holzfässern gezapft. Auch wegen der traditionellen Dekoration und der mehr als 100-jährigen Historie schätzen viele Locals und Stammgäste die stimmungsvolle Festhalle mit dem grünen Dach und den rustikalen Wänden. Natürlich sorgt eine bayerische Kapelle für passende Musik.

Reservierungen in der Augustiner Festhalle

Käfer Wiesn-Schänke: Rustikaler Promi-Treff

Klein, aber fein: In der Käfer-Schänke im Hüttendesign trifft sich die internationale und Münchner Schickeria. Der Eintritt in die heiligen Hallen ist ohne offizielle Reservierung jedoch nicht möglich. Wer trotzdem den einen oder anderen Prominenten sichten will, kann sein Glück vom Biergarten aus probieren.

Reservierungen in der Käfer Wiesn-Schänke

Hofbräu-Festzelt: Internationales Publikum

Oktoberfest Hofbräu-Festzelt © München Tourismus/Tommy Lösch
Ins Hofbräu-Festzelt strömen die meisten internationalen Besucher:innen.

Das größte Zelt der Wiesn hat Kapazitäten für mehr als 10.000 Menschen. Die Besucher:innen sind international, viele englische, australische und italienische Oktoberfest-Fans steuern als erstes das Zelt der weltbekannten Marke an. Hier ist es um die Mittagszeit noch verhältnismäßig ruhig. Dank des großen Stehbereichs wird meist auch Spontanentschlossenen der Eintritt gewährt.

Reservierungen im Hofbrau Festzelt

Festhalle Schottenhammel: Junges Partyzelt

Oktoberfest Schottenhamel-Festhalle © München Tourismus/B.Roemmelt
In der Schottenhamel-Festhalle wird am euphorischsten gefeiert.

Im Schottenhammel ist die Stimmung besonders euphorisch. Die Festhalle zieht vor allem die jungen Wiesngänger:innen an. Auf der zentralen Bühne geben Wiesn-Bands Charts, Schlager und Partyhits zum Besten, serviert wird dazu Spaten-Bier. Während sich mittags meist noch ein Sitzplatz findet, hält es am Abend niemanden mehr auf den Bänken. Hier wird bis zum Ende auf Parkett und Tischen getanzt.

Reservierungen im Festzelt Schottenhammel

Paulaner Festzelt (Winzerer Fähndl): Traditionell und münchnerisch

Oktoberfest Paulaner Festzelt, Winzerer Fähndl © München Tourismus/B. Roemmelt
Hier zu sehen: das Paulaner Festzelt auf dem Oktoberfest München.

Im Winzerer Fähndl am Fuße der Bavaria startet der Wiesn-Tag gemächlich. Bei Paulaner und saftigen Hendln sind am Nachmittag im Biergarten sowie unterm Zelthimmel meist noch Plätze zu finden. Gen Abend verwandelt sich das bei Münchner:innen beliebte Zelt in eine Party-Oase: Zu Schlager und bayerischen Klassikern wird lautstark gesungen und geschunkelt.

Reservierungen Paulaner Festzelt

Kleine Festzelte auf der Wiesn

Wer keine Lust auf lange Schlangen vor Zelten und Toiletten hat, kann sich gemütlich in eine der kleineren Hallen zurückziehen. Neben den Cafézelten wie „Bodo’s Cafézelt“ oder dem berühmten „Café Kaiserschmarrn“ empfiehlt sich ein Besuch in „Hochreiters Haxnbraterei“ oder dem „Glöckle Wirt“ mit gerade einmal 90 Plätzen. Hier lässt es sich in Ruhe speisen, trinken, feiern und genießen.

Neuheiten auf dem Oktoberfest München 2023

Auch 2023 kommt die Wiesn mit einigen Neuheiten daher. Beispielsweise wird es zum ersten Mal ein übergreifendes Online-Portal geben, auf dem nicht genutzte Reservierungen zum Originalpreis verkauft oder getauscht werden können. Ab dem 1. September können Interessierte auf dem Portal die verfügbaren Karten in Echtzeit sehen. Diese Lösung soll dazu beitragen, die intransparenten, überteuerten Weiterverkäufe von Tickets auf anderen Plattformen zu unterbinden. 

Auch der sogenannte Menüzwang fällt beim Oktoberfest München 2023 weg; bis dato mussten Besucher:innen immer auch ein Menü im jeweiligen Festzelt mit reservieren. 

Auch auf dem Außengelände gibt es Neuerungen: Gäste finden nun drei Informationsstände: 

  • in der Nähe des Haupteingangs
  • in der Schaustellerstraße 
  • an der Matthias-Pschorr-Straße

Die „Münchner Weinstub'n“ ist ein neuer Ausschankstand auf dem Festgelände; ein neues Fahrgeschäft namens „Mr. Gravity“ sorgt mit rotierenden Gondeln für Aufregung. 

Warum beginnt das Oktoberfest im September?

Oktoberfest, Oide Wiesn © München Tourismus/Frank Bauer
Der Brauch des Oktoberfestes geht bis ins Jahr 1810 zurück.

Die Ursprünge des Oktoberfests gehen bis ins Jahr 1810 zurück. Damals wurde anlässlich der Hochzeit von Prinz Ludwig von Bayern und Prinzessin Therese am 12. Oktober ein Pferderennen auf der Münchner Theresienhöhe veranstaltet. Das Fest dauerte bis zum 17. Oktober an und wurde fortan jährlich ausgetragen. Weil die Feierlichkeiten großen Andrang fanden, legte man sie schließlich in den milderen September vor. Das angenehme Wetter im Spätsommer zieht seither noch mehr Besucher:innen auf die Wiesn.

Was ziehe ich zum Oktoberfest an?

Erlaubt ist, was gefällt. Schotten kommen gern im Schottenrock, zum Gay Sunday am ersten Wiesn-Sonntag stöckeln schon mal Drag-Queens übers Gelände. Hüte mit Plüschhendl bleiben unkleidsame, aber unverwüstliche Wiesn-Accessoires. Gesehen wurden auch US-Gäste im weiß-blauen Rautenkostüm.

Viele Einheimische wie auch ausländische Gäste kommen allerdings in Dirndl und Lederhose. Noch in der Nachkriegszeit trug die Dame Kleid oder Kostüm, der Herr Anzug. Später dominierten Jeans und T-Shirt. Mitte der 1990er Jahre machten der damalige Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) und die frühere Wiesnchefin Gabriele Weishäupl die Tracht salon- und Wiesn-fähig. Wer sich schnell auf dem Weg zur Wiesn noch umziehen möchte: Buden rund ums Festgelände verkaufen billige Varianten.

Wie öko ist das Oktoberfest?

Die Wirt:innen haben ein ehrgeiziges Ziel: Die großen Festzelte sollen binnen fünf Jahren klimaneutral werden, wenn möglich sogar schon 2026. Nun ermitteln die Wirt:innen ihren Verbrauch an Kohlenstoffdioxid, um den CO2-Fußabdruck zu verkleinern. 

Seit langem wird auf dem Fest Ökostrom verwendet, Bierkrug-Spülwasser für Toiletten zweitverwertet und Abfall reduziert. Zum Thema Nachhaltigkeit tagte im Juni erstmals ein runder Tisch mit Vertreter:innen von Stadt und Bauern, Schausteller:innen, Marktkaufleuten und Wirt:innen. 

Nach einer Debatte, ob die Wiesn nur mit Bio-Produkten oder zumindest einer Bio-Quote möglich wäre, bietet das Paulaner-Festzelt nun testweise nur Bio-Hendl an. In jedem Zelt soll es mindestens ein veganes Gericht geben, zudem mehr vegetarische Gerichte. Kufflers Weinzelt will auch die Lebensmittel-Abfälle messen. Daraus sollen fürs nächste Jahr Konsequenzen gezogen werden.

Die Wiesn aus der Ferne erleben

Noch müssen Gäste für das Wiesn-Erlebnis leibhaftig kommen. Aber bald sollen sie virtuell übers Festgelände schlendern können. Derzeit wird ein Online-Spiel entwickelt, bei dem Oktoberfest-Fans als Avatare mit VR-Brille das Volksfest besuchen. Die Wiesn sei ein traditionelles Fest, verliere aber nicht den Anschluss an die Zeit, sagte Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner (CSU). Voraussichtlich wird es einen Prototyp für ausgewählte Nutzer:innen geben. Als Vorsorge für die nächste Pandemie ist das Spiel laut Baumgärtner aber nicht gedacht. Er glaube auch nicht, dass die virtuelle Variante den Zulauf zum echten Fest schmälere. Die Wiesnmaß allein vor dem PC – das wäre doch etwas einsam.

Alternative Oktoberfeste weltweit

In aller Welt. Mehr als 2.000 Nachahmer gab es nach Schätzungen vor der Pandemie. Viele wurden wieder aufgenommen. Die wichtigsten und größten sind im brasilianischen Blumenau, in Cincinnati in den USA und in Qingdao in China. Auch in vielen deutschen Städten wird nach Münchner Art gefeiert: unter anderem in Frankfurt, Hannover, im Rheinland und in Leipzig. Berlin hat laut Hauptstadtportal sogar mehrere „Oktoberfeste“. Stuttgart allerdings scheint weitgehend Oktoberfest-frei zu bleiben – es hat den Cannstatter Wasen (22. September-8. Oktober 2023).

-mit dpa

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