Die schönsten Orte auf Hawai‘is Hauptstadtinsel O‘ahu

Honolulu, Waikīkī, Pearl Harbour und die North Shore – viele Hawai‘i-Ikonen befinden sich auf O‘ahu. Wir stellen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und schönsten Aktivitäten auf der Insel vor.
Text Antonia Aust
Datum22.04.2026

Die Wellen von Waikīkī, die Berge aus „Jurassic Park“: Hawai‘is Hauptstadtinsel O‘ahu ist ziemlich großes Kino. Die drittgrößte Insel des Archipels bietet eine besondere Kombination aus Urbanität und beeindruckender Natur. Hier, mitten im Pazifik, kommen östliche, westliche und polynesische Einflüsse zusammen, das zeigt sich in der Küche, aber auch im reichen kulturellen Erbe der Inselgruppe. O‘ahu heißt soviel wie „der Sammelplatz“ und ist tatsächlich mit über einer Million Einwohnern die bevölkerungsreichste Insel Hawai‘is. 

Die kompakte Mischung aus legendären Surfstränden, filmreifen Landschaften, tief verwurzelten Traditionen und dem pulsierenden Leben in der Hauptstadt Honolulu macht die Insel mit ihrem berühmten „Aloha-Spirit“ zu einer perfekten Wahl für abwechslungsreichen Urlaub – besonders Hawai‘i-Anfänger kommen auf O‘ahu auf ihre Kosten. Hinzu kommt, dass die touristische Infrastruktur hier hervorragend ausgebaut ist: Eine vielfältige Hotellandschaft, die sich ständig weiterentwickelnde Foodszene und der gut angebundene Internationale Flughafen von Honolulu machen das Eiland zu einem überaus komfortablen Reiseziel. Welche Orte man auf O‘ahu gesehen haben sollte und weitere Reisetipps für Hawai‘i lesen Sie im Folgenden.

Übrigens: Wer sich die Reise zu diesem Sehnsuchtsziel erfüllt und genügend Zeit mitbringt, kann von O‘ahu aus gut andere Inseln auf Hawai‘i zu besuchen, etwa Maui, Kauai oder Big Island – es lohnt sich! Mehr über O‘ahu und Maui erfahren Sie übrigens in unserem Podcast.

1

Surfen am Waikīkī Beach

Die Strandikone schlechthin: Waikīkī Beach ist das Aushängeschild für Hawai‘is Aloha Spirit und toll für Surf-Anfänger.

Der breite Sandstrand in Honululus prominentem Stadtviertel Waikīkī und die meist regelmäßigen, sanften Wellen machen es Surf-Anfängern hier besonders leicht. Und wer möchte nicht erzählen können, an dieser Strandikone Surfen gelernt zu haben? Zahlreiche Surfschulen bieten direkt am Wasser Kurse an, zum Beispiel Waikīkī Beach Services

2

Tour durch Jurassic Park: Kualoa Ranch

Die perfekte Dino-Kulisse fand Steven Spielberg für „Jurassic Park“ auf Hawai‘i, er drehte unter anderem auf der Kualoa Ranch auf O‘ahu.

Ob Film-Fan, natur- oder kulturinteressiert, auf der traditionsreichen Ranch an O‘ahus Ostküste können Besucher die spektakuläre Landschaft erkunden, einige berühmte Filmsets besuchen (hier wurden unter anderem Teile von „Jurassic Park“ gedreht!) und viel über hawaiianische Kultur und nachhaltige Landwirtschaft lernen.

kualoa.com

3

Pearl Harbor National Memorial

Die USS Missouri liegt als Teil des Pearl Harbour National Memorial zur Besichtigung im Pier. Links im Bild: das Denkmal für die gesunkene USS Arizona.

Ein Ort von immenser historischer Bedeutung, der an den Angriff vom 7. Dezember 1941 erinnert. Hier können Besucher das USS Arizona Memorial besichtigen, das über dem gesunkenen Schlachtschiff liegt und den Gefallenen gewidmet ist. Auch im Battleship Missouri Memorial, dem U-Boot USS Bowfin und dem Pearl Harbor Aviation Museum lernen Besucher viel über Militärgeschichte und den Angriff, der die amerikanische Kultur bis heute prägt. Ein Muss für jeden Geschichtsinteressierten, aufgrund der Komplexität und der verschiedenen Sehenswürdigkeiten sollten einige Stunden für den Besuch eingeplant werden. Für das Visitor Centre und das Gelände ist kein Ticket erforderlich, für einzelne Stätten wie das USS Arizona Memorial macht es Sinn, vorab zu reservieren.  

nps.gov

4

Insel-Hopping im Polynesian Cultural Center

Hawai‘i, Samoa, Fidschi und Co: Im Polynesian Cultural Centre können Besucher die Kultur der Inselwelten kennenlernen.

Das große Kulturzentrum an der North Shore ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Hawai‘is. Hier wird verdeutlicht, dass für viele Polynesier der Ozean nicht als trennendes, sondern als verbindendes Element zwischen den Inseln verstanden wird. In angedeuteten Dörfern werden Handwerkstraditionen, Tanz und Rituale vermittelt (Mitmachen erwünscht). Eine gewisse „Disneyfizierung“ ist da kaum zu verhindern, das Angebot ist umfangreich und touristisch, bietet aber einen Überblick über Kulturen und Traditionen des Pazifikraums. Besonders gefragt ist das große Lūʻau, hawaiianisches Barbeque mit im Erdofen gegartem Schwein, lokalem Fisch und umfangreichem Buffet. Im Ticket enthalten ist auch der Eintritt zur Show „Hā: Breath of Life“, eine Art Musical-Reise durch die polynesische Inselwelt.

polynesia.com

5

Surfkultur an der North Shore & Hale‘iwa

Hawai‘i und besonders die Nordküste O‘ahus sind Hotspots für Profi-Surfer.

O‘ahus North Shore ist ein weltberühmter Hotspot für Profisurfer, die im Winter (November bis März) zum Big Wave Surfing an Spots wie Hale‘iwa Ali‘i Beach Park, Waimea Bay und Banzai Pipeline kommen (bitte nicht nachmachen!). Hier findet die internationale Wettbewerbsserie Triple Crown of Surfing statt, für die Top-Athleten wie Kelly Slater nach Hawai‘i reisen. Die Kleinstadt Hale‘iwa dient als charmantes Zentrum mit entspannter Surfer-Atmosphäre, perfekt zum Bummeln zwischen Foodtrucks, Shave-Ice-Ständen und Boutiquen wie No. 808 Shop. Für Surf-Anfänger sind die Sommermonate mit sanfteren Wellen geeignet.

6

Wanderung auf dem Lē‘ahi (Diamond Head)

Die Wanderung auf den Lē‘ahi, auch als Diamond Head bekannt, eröffnet einen der schönsten Ausblicke auf Honululu und Waikīkī Beach.

Der Aufstieg auf den ehemaligen Vulkankrater führt über einen überwiegend gut ausgebauten Weg mit Tunneln und Treppen. Oben eröffnet sich ein weiter Blick über Honolulu und den Pazifik. Etwa zwei Stunden dauert der Rundweg. Da dies einer der beliebtesten Wanderwege der Insel ist, kann es voll werden, Reservierung erforderlich.  

gostateparks.hawaii.gov/diamondhead

7

Hawai‘i verstehen im Bishop Museum

„Mahiole“ heißen die prachtvollen Federhelme hawaiianischer Herrscher, die im Bishop Museum ausgestellt werden.

Mit rund 25 Millionen Artefakten das größte Museum Hawaiʻis, widmet sich das Bishop Museum in Honululu der Geschichte, Kultur und Natur des Pazifikarchipels. Ausstellungen zu polynesischer Navigation, hawaiianischem Königshaus und Vulkankunde geben einen umfassenden Überblick über Hawai‘is vielseitige Inselwelt.

bishopmuseum.org

8

Besuch im Königshaus: ʻIolani Palace

Hawai'is Antwort auf den Buckingham Palace: ‘Iolani Palace im Zentrum von Honululu

Schon die Tatsache, dass Hawai‘i mal ein Königreich war, bevor es Teil der USA wurde, ist vielen Besuchern nicht bekannt. Bereits vier Jahre vor dem Weißen Haus wurden hier elektrische Lampen installiert: Der ehemalige Königspalast im Zentrum Honolulus erzählt von der Zeit des hawaiianischen Königreichs, von Macht, Umbruch und Kolonisierung und ist unbedingt einen Besuch wert! 

iolanipalace.org

9

Große Show bei Cirque du Soleils „ʻAuana“

In ‘Auana treffen hawaiianische Traditionen auf die beeindruckenden Artisten von Cirque du Soleil

Gemeinsam mit lokalen Performern verbinden die weltberühmten Artisten in dieser Show spektakuläre Performances mit Hawai‘is Kultur. Durch Musik, Tanz und Erzähltradition inszeniert ʻAuana Geschichten der Insel. Die Show befindet sich im Theater des Outrigger Waikiki Beachcomber Hotels.

cirquedusoleil.com/auana 

10

Bootsfahrt auf der Vida Mia

Gemächlich tuckert das hübsche Oldtimer-Boot „Vida Mia“ vor O‘ahus Küste. Es spielte schon in der Erfolgsserie „The White Lotus“ eine Rolle.

Wer die Serie „White Lotus“ gesehen hat, könnte die Vida Mia aus Staffel Eins wiedererkennen. Das hübsche Holzboot von 1929 fährt aber auch normale Gäste umher. Etwa auf einer morgendlichen Tour mit Kaffee aus lokaler Röstung oder zum Sonnenuntergang. Eine wunderbare Art, Waikīkī vom Wasser aus zu sehen, mit Glück schauen auch Delfine vorbei. 

thevidamia.com

11

Shopping-Rausch bei Bailey's Antiques and Aloha Shirts

Das Hawai‘ihemden-Paradies „Baileys Antiques“ in Honululu bietet eine schier endlose Auswahl an bunten Hemden, einige sind echte Vintage-Schätze!

Achtung Reizüberflutung: Über 15.000 Hawai‘ihemden umfasst das Sortiment – und reicht von Designerstücken bis zu Alltagskleidung aus mehreren Jahrzehnten. Seit den 1980er-Jahren ist der Laden eine Institution für Vintage-Mode in Honolulu. Hier kann man wunderbar verloren gehen!

alohashirts.com

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Hübsches Kulturerbe: Lei-Workshops

Lei-Expertin Meleana Estes versteht sich als Brücke zwischen Tradition und Moderne.

Eine Lei ist das Hawai‘i-Klischee schlechthin: eine farbenfrohe Blumenkette, aber auch ein Kulturgut. Schon Meleana Estes’ Tūtū (Großmutter) war Lei-Macherin, sie selbst bezeichnet sich selbst als Kuratorin des modernen Aloha. Meleana ist Buchautorin und Lei-Expertin und hat ein eigenes Schmucklabel namens HIE – Heirlooms of Hawai’i. Nach Absprache gibt sie Lei-Workshops.

meleana.com, Instagram: @meleana_hawaii

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Dekoratives Kulturerbe bei Royal Hawaiian Woodwork

Die Alaia Boards von Leleo Kinimaka erzählen die Geschichten seiner Ahnen.

Die Surfbretter von Leleo Kinimaka sind Kunstwerke und Geschichtsbücher in einem. Neben den Alaia Boards fertigt er auch traditionelle Waffen, Möbelstücke und kleinere Holzobjekte an – alles mit tiefem Bezug zu seinem hawaiianischen Erbe. 

royalhawaiianwoodwork.com

Urlaub auf Hawai‘i: Reisezeit, Anreise und praktische Tipps für O‘ahu

An- und Einreise

Flüge zum Daniel K. Inouye International Airport (HNL) in Honolulu werden von mehreren europäischen Drehkreuzen angeboten, meist mit einem Zwischenstopp in Los Angeles oder San Francisco, ab hier beträgt die Flugzeit nach Oʻahu rund fünf Stunden. Je nach Verbindung beläuft sich die Reisezeit von Deutschland nach Hawaii auf mindestens 17-20 Stunden. Verbindungen gibt es etwa mit United Airlines von München oder Frankfurt über San Francisco nach Honolulu (HNL). Zwischen den einzelnen Inseln fliegt Hawaiian Airlines und zwischen Lana‘i und Maui gibt es eine Fährverbindung. 

Hawai‘i ist der jüngste Bundesstaat der USA, für die Einreise wird ein Esta-Visum benötigt, dieses muss vorab online beantragt werden und ist dann zwei Jahre gültig. 

In der Stadt kommt man mit Uber gut herum, für die Insel lohnt sich ein Mietwagen.

Beste Reisezeit für Hawai‘i

Hawai‘i ist ein ganzjährig angenehmes Reiseziel und bietet in der Regel immer angenehme Temperaturen von über 20 Grad. Es kommt allerdings auf die individuellen Vorlieben an. Das Wetter ist in den Monaten von Mai bis September mit bis zu 30 Grad ideal für Strandurlaub. Zwischen November und März ist Regenzeit, was aber nicht bedeutet, dass es täglich regnet. Bei Profisurfern ist der europäische Winter besonders beliebt, weil es dann die größten Wellen gibt. 

Weitere Infos unter gohawaii.com

Tipp: Zur Planungserleichterung bietet visittheusa.com ein KI-Tool an, das Sehenswürdigkeiten und Routen nach Wunsch zusammenstellt.