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Sehenswürdigkeiten

Melbourne: Wo die Lässigkeit wohnt

Australiens zweitgrößte Stadt ist eine der glücklichsten auf dem Globus – überragende Lebensqualität, freundliche Menschen, tolle Strände. Viele Sehenswürdigkeiten im Zentrum sind zu Fuß erreichbar. Aufregend: Melbourne ist eine Street-Art-Metropole.

Wenn sich auf dem Federation Square, gegenüber dem verkehrsreichsten Bahnhof der Stadt, zig Tennisfans auf Liegestühlen in der Sonne fläzen und ein Match der Australian Open angucken, sagt das schon viel über die Lebensqualität in Melbourne aus. Institute, Magazine und Reiseführer bestätigen es immer wieder neu: Die gut fünf Millionen Einwohner in Australiens zweitgrößter Stadt zählen zu den glücklichsten auf dem Globus.

Tolle Bars und neue Freunde

Die Gründe: In Melbourne findet man überragend gute Bars und Restaurants – und dazu schnell neue Freund:innen. Tennis kann man nicht nur im Liegestuhl, sondern auch live in der Rod Laver Arena angucken, dem Austragungsort der Australian Open. Plus: Grandiose Strände liegen stadtnah, von der Flinders Street Station fährt man etwa eine Viertelstunde mit dem Zug und spaziert dann entspannt zum Elwood Beach, südlich von St. Kilda. Oder man besucht Phillipp Island, die berühmte Pinguin-Insel.

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Melbourne und seine Sehenswürdigkeiten

CityCircleTramsVisitVictoria

Melbournes großes Zeitalter begann mit den Goldfunden 1851. Diese Ära dauerte nicht einmal 45 Jahre, doch der Reichtum sollte die Stadt verändern. Heute führt ein von Bronzeplaketten markierter Weg, der „Golden Mile Trail“, entlang der Architektur jener goldenen Zeit. Hier finden sich Clubs und Hotels, Banken und Arkaden, Theater und Kirchen. Der Weg ist etwa vier Kilometer  lang, und je nach Stopps braucht man zwischen zwei und vier Stunden. Viele Sehenswürdigkeiten der Stadt sind zu Fuß also gut erreichbar.

City Circle Trams

Die Straßenbahn fährt durch die wichtigsten Straßen und an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei. Man kann die Strecke entweder als Rundfahrt machen oder beliebig aus- und einsteigen.

Federation Square

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Der Federation Square liegt nicht nur beim historischen Zentrum, sondern hat sich auch mit seinen Museen, Instituten und Veranstaltungen zum kulturellen Nabel entwickelt. Zugleich ist er eine architektonische Explosion von Glas, fallenden Linien, Beton und lauschigen Ecken. Dazu Kino, Cafés, Bars, Musik, Liegestühle, Public Viewing – hier trifft sich die ganze Welt.

Immigration Museum

Melbournes bewegende Einwanderergeschichte, multimedial präsentiert im alten Zollhaus aus dem 19. Jahrhundert. Unbedingt das Rollenspiel im Immigration Museum ausprobieren, bei dem Sie entscheiden, wer warum einwandern darf und durfte.

National Gallery of Victoria International

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Rembrandt, Tiepolo, Turner, Picasso – die Sammlung in dem riesigen grauen Gebäude ist immens, der Genuss groß. Die National Gallery of Victoria zeigt die besten einheimischen und internationalen Künstlerinnen und Künstler und hat fantastische Sonderausstellungen. 

Queen Victoria Market

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Der älteste und größte Markt Australiens ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch noch das Mekka aller Feinschmecker: Von Roo (Känguru) bis zum Wrap gibt es hier alles. Im Queen Victoria Market finden sich zudem hervorragende Schnellimbisse und sehr empfehlenswerte Touren, bei denen man kostend lernt.

Hidden Secrets Tours

Unbekanntes entdecken auf der Hidden Secrets Tour: Ein Bummel durch versteckte Gassen und viktorianische Arkaden zu Restaurants und Boutiquen, in den Underground, zu Trends und Traditionellem.

Royal Botanic Gardens

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Die malerische, über 36 Hektar große Gartenanlage der Royal Botanic Gardens gilt als eine der schönsten der Welt, liegt am Yarra-Fluss, bietet mehrere Seen, vielfältige Flora (und Fauna) und wunderschönen Picknickrasen.

Crown Entertainment Complex

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Im gigantischen Entertainment-Klotz Crown Entertainment Complex gibt es ein luxuriöses Fünf-Sterne-Hotel, elegante Restaurants, Cafés, Bars, Nachtklubs, Designer-Boutiquen sowie das größte Kasino der südlichen Hemisphäre.

Australian Centre for Contemporary Art

Australiens spannendster Ort für zeitgenössische Kunst. Das rostrote Gebäude des Australian Centre for Contemporary Art selbst ist schon Skulptur.

Street Art, Laneways

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Melbourne ist eine der Street-Art-Hauptstädte der Welt – in beinahe jeder Gasse der Stadt, den sogenannten Lanes, hat die internationale Szene ihre Spuren hinterlassen. Als Hotspot gelten die Hosier Lane um die Ecke von Federation Square und Flinders Street Station und die davon abzweigende Rutledge Lane. Selbst die Müllcontainer sind dort in das grandiose Open-Air-Gesamt-Spraywerk integriert. Weitere berühmte Graffiti-Gassen: In der AC/DC-Lane, fünf Minuten Fußweg von der Hosier Lane, dreht sich in den Bildern alles um Musik. Etwas weiter nördlich liegt die Blender Lane, die als Wiege der Street-Art in Melbourne gilt. Die „Melbourne Street Tours“, bei denen man von den Künstler:innen selbst durch die Lanes geführt wird, starten vor dem Easey’s und am Federation Square.

Abbotsford Convent

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Das ehemalige Nonnenkloster Abbotsford Convent ist nur vier Kilometer von der Innenstadt entfernt, aber der alte Bau, umgestaltet zu Werkstätten, Theaterstudios, Café und Restaurant und umgeben von einem kleinen Park ist eine Welt für sich. Im ehemaligen Speisesaal ist heute das „Lentil as anything“, ein Restaurant, das von Freiwilligen betrieben wird: viele vegetarische Gerichte und ein origineller Ort zum Relaxen. Jeder zahlt so viel er möchte, der Gewinn kommt der Gemeinde zugute.

Abbortsford

Melbourne ist eine Stadt der Viertel, und meine liebste Nachbarschaft ist Abbotsford, ein Stadtteil mit rauen Kanten, wo sich Künstler wohlfühlen – und das quirlige Collingwood. Das „Dr Morse“ war das erste Café in Abbotsford, das cool war. Zwischen Backsteinmauern unter der Bahnlinie gibt’s „Scotch Eggs Benedict“ mit Senf und Wasserkresse zum Frühstück.

Paradise Alley

ParadiseAlley

Snacks und Tacos gibt es in der „Paradise Alley“ auch, vor allem aber geht’s hier um Drinks in lässigem Lagerhaus-Ambiente. Man kann, muss aber nicht draußen in der Gasse stehen, drinnen ist es auch sehr charmant: Ziegelwände, Holztheke, Pool-Tisch und eine enorme Auswahl an Getränken.

Backwoods

Backwoods GalleryBradley Eastman

Schon die Galerie zu finden, ist ein kleines Abenteuer, aber es lohnt sich. Das Logo von „Backwoods“ blinkt am Ende der Paradise Alley, Treppe hoch, und da sind sie: die Räume der wahren Pioniere von Australiens Straßenkunst-Szene. Gezeigt werden internationale und australische Künstler:innen, es gibt auch einen kleinen Laden, der Drucke, Bücher und Kunstwerke verkauft.

Rooftop-Bars

RooftopBarNakedforSatanTourismAustralia

Über Melbournes Dächer verteilen sich viele Rooftop-Bars. Eine heißt schlicht „Rooftop Bar“, eine andere, eher rosa-plüschig, „Madame Brussels“. Unser Favorit: das „Naked for Satan“ im Viertel Fitzroy, eine feine Tapasbar mit einer unteren Drinnen- und einer oberen Draußen-Ebene.

Easy’s

Nicht weit vom „Naked for Satan“: dieses einstige Bürohaus, in dem man heute sehr gut essen, trinken und Kunst ansehen kann. Blickfang sind die Waggons eines ausrangierten Hitachi-Zuges, die auf dem Dach stehen und über seine Kante hinausragen. In den umgestalteten Abteilen werden in „Easy's“ heute grandiose Burger serviert.

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