Big Ben und Themse, London © Hugo Sousa/Unsplash
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Radfahren in London: Vier erlebnisreiche Touren

Die Metropole London wird häufig mit pulsierendem Nachtleben und enormem Trubel – auch auf den Straßen – verbunden. Wenn die Rush Hour vorbei ist und sich das Chaos legt, ist London aber auch ein Paradies für Radler:innen. Wir verraten Ihnen unsere Lieblingstouren zum Radfahren in London.

Britisches Flair und weltbekannte Sehenswürdigkeiten: London ist eine der beliebtesten Städte für touristische Besuche in Großbritannien. Um die Stadt kennenzulernen, bieten sich neben der Fahrt mit dem Hop On and Off-Bus längst weitere Möglichkeiten. Radfahren in London mag zunächst anstrengend und hektisch klingen, ist abseits der Rush Hour aber definitiv empfehlenswert. Zahlreiche Leihstationen laden dazu ein, das Auto stehen zu lassen und auf dem Drahtesel die Großstadt zu erkunden – ob entlang der Themse, rund um den Hyde Park oder in den Hackney Marshes im Norden der Stadt. 

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Londons Rad-Infrastruktur

Leihfahrräder in London, Santander-Label © Yomex Owo/Unsplash

Man sieht zahlreiche Radler:innen durch die Straßen der 9-Millionen-Metropole sausen. Und zwar nicht nur auf eigenen Rädern: Der Rad-Trend wurde durch das 2010 gelaunchte, öffentliche Leihrad-System befeuert, das seitdem immer weiter ausgebaut wird.

Mittlerweile ist London mit rund 800 „Santander” gelabelten Dockingstationen gespickt. Laut der Verkehrssystemkoordinierung „Transport for London” kann man darüber mehr als 12.000 Leihräder mieten, darunter rund 500 E-Fahrräder. 30 Minuten kosten 1,65 Pfund, also knapp 1,90 Euro. E-Bikes liegen bei 3,30 Pfund. Da die Dichte der Stationen hoch ist, wird das Ausleihen und Zurückgeben zu einem Kinderspiel. Bezahlt wird per App oder mit Bankkarte direkt an der Stationssäule.

Gut zu wissen: Neben den  allgegenwärtigen Santander Cycles gibt es noch verschiedene weitere Anbieter, darunter Dott, Lime oder Freebike, deren E-Räder aber im Vergleich teurer sind.

Radfahren in London: Dank gutem Streckennetz ein Kinderspiel

Damit Radler:innen sicherer durch den Straßenverkehr navigieren können, ist ein weitläufiges Radroutennetz entstanden. Gut 360 Kilometer existieren schon, insgesamt 1.400 sollen es noch werden. Die gut markierten, separaten Radwege verbinden verschiedene Stadtteile miteinander, führen durch Parks, entlang der Themse und zu Sehenswürdigkeiten. Sie bieten Tourist:innen neben geführten Radtouren – die etwa auf dem offiziellen Besucherportal „Visit London” zu finden sind – die Option, London auf eigene Faust zu entdecken.

Grundsätzlich gilt: Zunächst ans Linksfahren gewöhnen und stets wachsam fahren. 

Vom Hyde Park zum Big Ben: Entlang der schönsten Sehenswürdigkeiten

Hyde Park in London © Igor Sporynin/Unsplash

Was wäre London ohne den Hyde Park samt legendärer Speaker's Corner und Kensington Palace? Nicht auf allen Wegen ist das Radeln erlaubt, doch auf den Routen C, C55 und Q lässt sich der weitläufige Park umrunden oder durchqueren. Die einzelnen Strecken sind auf der Radroutennetz-Karte entsprechend nummeriert.

Einen besonders schönen Ausblick erhascht man von der Serpentine Bridge auf das gleichnamige Gewässer. Hier lohnt ein Café-Stopp. Wer weiter möchte: In östliche Richtung radelt man auf der Route CS durch den Green Park und am Buckingham Palace vorbei. Über den St. James's Park sind Themse, Big Ben und Westminster Bridge bald erreicht.

Tour Nummer Zwei: Gartenschau in London

Little Venice in London © Matthew Waring/Unsplash

Auch der Regent's Park mit dem Londoner Zoo lässt sich auf zwei Rädern entdecken. Erlaubt ist das Fahren hier auf dem viereinhalb Kilometer langen Outer Circle (beliebt auch als Trainingsstrecke für Jogger:innen) sowie auf den Stichstraßen „York Bridge” und „Chester Road”, die zum Inner Circle führen – ebenfalls eine Radpiste.

Tipp: An einem Tor des Inner Circle absteigen und den „The Japanese Island Garden” oder die „Queen Mary's Rose Gardens” erkunden.

Wer mag, setzt seine Tour im Norden des Parks auf dem Treidelpfad des Regent's Canals in westlicher Richtung fort. Bis nach Little Venice lockt ein kilometerlanges Idyll samt farbenfroher Hausboote.

Radfahren in London: Die Themse-Tour

Big Ben in London © Chris Karidis/Unsplash

Ein schöner Pfad führt am Südufer der Themse durch den sehenswerten „Battersea Park”. Über die Chelsea Bridge ans Nordufer gefahren, geht es dann auf der Route C8 ostwärts. Nachdem der Westminster Palace westlich umfahren wurde, führt die Route C vom Big Ben weiter flussabwärts.

Kunstbegeisterte können an der Millennium Bridge einen Ausflug zur gegenüberliegenden Tate Modern einlegen und moderne, zeitgenössische Werke genießen. Oder Sie radeln weiter bis zur London Bridge und überqueren sie. Dann präsentieren sich die vielfältigen Lebensmittelstände des Borough Markets.

Unweit ragt „The Shard” empor, mit knapp 310 Metern das höchste Gebäude Großbritanniens. Insbesondere bei dieser Acht-Kilometer-Strecke gilt: Unbedingt die Rush Hour meiden!

Tour Nummer Vier: Grünes East End

Radfahren in London,Victoria Park © Bruno Souza/Unsplash

Ein guter Startpunkt für die Tour ist die U-Bahn-Station „Mile End”. Der gleichnamige, langgestreckte Park hält mehrere Dockingstationen bereit. Von hier geht es am Regent's Canal zum nördlich angrenzenden, großzügig angelegten „Victoria Park”. Nach einem Halt im Pavillon-Café am West Lake lässt sich die Grünanlage wunderbar erradeln.

Entlang des Hertford Union Canals oder der ausgewiesenen Radroute Q22 ist in östlicher Richtung schnell der „Queen Elizabeth Olympic Park” erreicht. Nach Gusto können Radler:innen diesen nordwärts erkunden; einige Dockingstationen sind vorhanden. Wer mag, folgt dem Fluss Lea noch weiter nach Norden bis in die naturbelassenen Hackney Marshes – und zurück, denn dort stehen keine Stationen mehr zur Verfügung.

- dpa

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