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Kultur

Le Bel Art de Paris: 7 imposante Kunstmuseen in der Stadt der Liebe

„Musée du Louvre“, „Centre Pompidou“ oder „Musée d‘Orsay“: Für jede:n gibt es in Paris das passende Kunstmuseum. Wir stellen die schönsten vor.

Datum 12.06.2023

Ob im Pariser Zentrum oder im Trendviertel Le Marais: In der Stadt der Liebe locken jede Menge zauberhafte Kunstmuseen. Sie geben Einblick in die unterschiedlichsten Epochen und zeigen die schönsten Gemälde und Skulpturen von Weltkünstler:innen wie van Gogh, da Vinci, Picasso oder Rodin. Und nicht nur das: Häufig sind die Gebäude, in denen die Kunstmuseen von Paris untergebracht sind, schon für sich eine Sehenswürdigkeit.

Wir stellen Ihnen sieben imposante Kunstmuseen in Paris vor. 

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Musée du Louvre: Das Zuhause der Mona Lisa

Person macht Foto von der Mona Lisa, Gemälde im Louvre © IMAGO/agefotostock
Das berühmteste Gemälde im „Musée du Louvre“: die „Mona Lisa“ von Leonardo da Vinci.

Das berühmteste Museum der Stadt Paris ist zweifelsohne das „Musée du Louvre“. Der „Louvre“, wie dieser Komplex mit pyramidenförmiger Glaskuppel oft kurzerhand genannt wird, beherbergt schließlich Leonardo da Vincis „Mona Lisa“ – um die sich zu Besuchszeiten stets eine Traube an Menschen bildet. 

Nicht verwunderlich, brachte dieses Gemälde doch schon die bekanntesten Menschen der Weltgeschichte um den Schlaf: Napoleon ließ sich die „Mona Lisa“ einst aus dem Louvre bringen und hängte sie in sein Schlafzimmer. Und Jackie Kennedy tat alles, um Charles de Gaulle davon zu überzeugen, das Bild in den USA auszustellen, was mit einem unfassbaren Aufwand unter größten Sicherheitsvorkehrungen ermöglicht wurde.

Auch heute noch zieht die „Mona Lisa“ – neben anderen Ausstellungsstücken im „Musée du Louvre“ – jährlich Millionen von Besucher:innen an. Im Jahr 2022 kamen 7,8 Gäst:innen, wie das Museum mitteilte. Alles an einem Tag zu sehen, ist hier unmöglich. Etwa 35.000 Exponate werden gezeigt, exzellent sind die griechischen und römischen Antikensammlungen, die italienische Renaissancemalerei und die französische Malerei bis ins 19. Jahrhundert. Höhepunkte der Sammlung sind neben der „Mona Lisa“ die Gemälde „Das Floß der Medusa“ von Théodore Géricault und „Die Freiheit führt das Volk“ von Eugène Delacroix sowie Antonio Canovas Skulptur „Amor küsst Psyche“.

Musée du Louvre: Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Der „Louvre“ ist bis auf dienstags täglich geöffnet – immer von 9 bis 18 Uhr, freitags sogar bis 21:45 Uhr. Der Eintritt kostet 17 Euro pro Person. EU-Bürger:innen bis 26 Jahre zahlen keinen Eintritt. Dennoch wird empfohlen, sich im Voraus ein Ticket online zu reservieren – bei dem hohen Besucheraufkommen ist das die einzige Möglichkeit, um Ihren Zutritt zu garantieren. 

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Musée de l’Orangerie: Impressionismus von Monet und Cézanne

Museé de l’Orangerie in Paris © IMAGO/agefotostock
Einst Pflanzen-Winterquartier, heute Museum: das „Musée de l’Orangerie“ in Paris.

Kurz nach Claude Monets Tod am 5. Dezember 1926 wurde das Erdgeschoss der Orangerie zu einem heiligen Ort der Kunst – zu einer „Sixtinischen Kapelle des Impressionismus“, wie sie der Maler André Masson später nannte. Monet hatte seine späten Seerosen-Gemälde dem französischen Staat geschenkt. Die beiden elliptischen Räume im Erdgeschoss des einstigen Pflanzen-Winterquartiers der Tuilerien wurden für diese Werke geschaffen.

An den Wänden entfalten sich die riesigen Formate zu einem insgesamt fast 100 Meter langen Panorama. Die echten Seerosen ließ Monet in seinem Garten in Giverny hegen und pflegen, gut vierzig Jahre lang bot ihm der Wassergarten Inspiration für seine berühmtesten Werke. Wer lange genug vor den Bildern sitzt, meint, das Wasser plätschern zu hören. Und wer sich lösen kann, bekommt im Haus auch Werke von Cézanne, Picasso, Modigliani und sehr gute wechselnde Ausstellungen zu sehen.

Wann kann ich das Musée de l’Orangerie besuchen?

Das Museum öffnet täglich außer dienstags, jeweils zwischen 9 und 18 Uhr, seine Pforten für Besucher:innen. Eine Eintrittskarte kostet 12,50 Euro pro Person.

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Musée Rodin: Hommage an den französischen Bildhauer

Musée Rodin, Gärten des Kunstmuseums © IMAGO/Panthermedia
Zum „Musée Rodin“ gehört auch ein bezaubernder Garten.

Ein Raum in dem Stadtpalais aus dem 18. Jahrhundert ist Carla Bruni gewidmet; ansonsten dreht sich in dem Haus, in dem Rodin die letzten neun Jahre seines Lebens verbrachte, alles um den Meister selbst. Und das seit 100 Jahren. Rodin vermachte einen Großteil seiner Werke und seiner Sammlung dem französischen Staat, keine zwei Jahre nach seinem Tod im November 1917 eröffnete das Museum. Im Garten sind neben dem „Denker“ auch die „Bürger von Calais“ zu sehen.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise im Musée Rodin

Das „Musée Rodin“ ist von Dienstag bis Sonntag jeweils zwischen 10 und 18:30 Uhr geöffnet. Besucher:innen zahlen 13 Euro Eintritt.

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Centre Pompidou: Kunstmuseum im Vierten Arrondissement von Paris

Centre Pompidou, Paris © iStock/Michael Mulkens
Architektur mit Industriecharme: Das ist das „Centre Pompidou“.

Viele Architekt:innen hätten es gerne entworfen, das Kunst- und Kulturzentrum, das schon Präsident Charles de Gaulle im Sinn hatte. Sein Nachfolger Georges Pompidou beauftragte zwei damals noch junge Baumeister, den Briten Richard Rogers und den Italiener Renzo Piano. Als grüne Stahlskulpturen des Künstlers Xavier Veilhan zieren sie heute den Platz schräg vor dem Komplex – Rogers stehend, Piano sitzend. Ihr 1977 eröffneter Bau lässt innen maximalen Raum für die Kunst. Die verglasten Rolltreppen verlaufen außen an der Westfassade, die Leitungen für die Technik liegen außen am Gebäude, farblich markiert (die Klimaanlage in Blau, die Elektrik in Gelb). 

Der Industrie-Look, in den Siebzigern radikal und provozierend, mag heute etwas in die Jahre gekommen wirken – die Kunst, die hier gezeigt wird, bleibt aber erstklassig. Das gilt für die großen Wechselausstellungen ebenso wie für das „Musée National d’Art Moderne“ im 4. und 5. Stock, das Werke von Matisse, Picasso, Braque und Kandinsky zeigt.

Wann kann ich das Centre Pompidou besuchen?

Das „Centre Pompidou“ können Sie bis auf dienstags täglich zwischen 11 und 21 Uhr besuchen. Der Eintritt kostet 15 Euro.

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Musée Picasso Paris: Alles rund um den Weltkünstler

Nirgendwo bekommt man Pablo Picasso so gut erklärt wie hier, mitten im Viertel Le Marais. In dem von 1656 bis 1659 erbauten Stadtpalais befand sich einst die Botschaft Venedigs und später eine Kunsthochschule. Seit 1985 zeigt das weitläufige Haus Picasso in all seinen Lebens- und Schaffensphasen. Die Sammlung umfasst etwa 5.000 Werke – neben Gemälden und Skulpturen auch Keramiken, Zeichnungen und Fotos. Den Grundstein dafür legten Picassos Nachfahr:innen, die ihre Erbschaftssteuer in Form einer Schenkung entrichteten. Picasso war auch Sammler, und so sind hier auch Werke von Matisse, Cézanne und seinem guten Freund Joan Miró ausgestellt. Die Bänke, Tische, Stühle und Lichter schuf Alberto Giacomettis Bruder Diego. Seit der Renovierung von 2009 bis 2014 wird noch mehr Raum für die Werke geboten – sowie ein schönes Café auf dem Dach.

Übrigens: Im Jahr 2023 wird in mehr als 30 Ländern das Picasso-Jahr zu Ehren des Weltkünstlers gefeiert. Auch in Frankreich nehmen zahlreiche Museen mit besonderen Programmpunkten teil, allen voran natürlich das „Musée Picasso Paris“.

Besuch des Musée Picasso

Von Dienstag bis Freitag öffnet das „Musée Picasso Paris“ von 10:30 bis 18 Uhr seine Türen, samstags und sonntags von 9:30 bis 18 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt 14 Euro pro Person.

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Zauberhaftes Kunstmuseum in Paris: Musée d’Orsay

Museé d’Orsay © iStock/Bruno Giuliani
Am südlichen Seine-Ufer finden Sie das „Musée d‘Orsay“, das in einem ehemaligen Bahnhofsgebäude untergebracht ist.

Großer Bahnhof für die Kunst: Das 173 Meter lange Gebäude am südlichen Seine-Ufer wurde zur Weltausstellung 1900 als „Gare d’Orsay“ erbaut. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg fuhren dort die letzten Züge. Auf Initiative des Staatspräsidenten Valéry Giscard d’Estaing wurde der Komplex in ein Kunstmuseum verwandelt. 1986 erfolgte die Eröffnung durch seinen Nachfolger Mitterrand, 2011 eine Erweiterung. Was unter dem Glasdach gezeigt wird, ist ein einmaliger Querschnitt der Kunst, von der französischen Romantik bis zum Postimpressionismus. 

Ein besonderer Schatz ist die weltweit größte Sammlung von Impressionist:innen und Postimpressionist:innen: Renoir, Degas, Manet, Monet, Cézanne. Dem Bildhauer Rodin ist ein Raum mit 20 Plastiken gewidmet. Van Gogh ist sehr gut vertreten, außerdem Courbet und Toulouse-Lautrec. Es lohnt sich, auf allen drei Ebenen auf Entdeckungstour zu gehen und dann ganz oben von der Dachterrasse des Cafés den Blick hinüber zu den Tuilerien zu genießen.

Musée d’Orsay: Eintrittspreise und Öffnungszeiten

Sie können das „Musée d’Orsay“ von Dienstag bis Sonntag jeweils zwischen 9:30 und 18 Uhr besuchen, donnerstags sogar bis 21:45 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt 16 Euro.

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Kunst und Völkerkunde im Musée du Quai Branly

Darf ein Völkerkundemuseum 230 Millionen Euro kosten? Paris stritt darüber, als der Neubau des „Musée du Quai Branly“ entstand. Einen „schwebenden Safe“ nannte Le Figaro das 2006 eröffnete Haus. Entworfen hat es Jean Nouvel als eine Art Schachtelgebilde auf 26 Pfeilern. Wie Bauklötze hängen Ausstellungsboxen zur Seine hin an der Hauptgalerie, ringsum dichtes Grün, das sich sogar in der Vertikalen die Fassade hoch rankt. Der Schatz in diesem Safe kommt aus der ganzen Welt: Masken, Statuen, Malereien aus Afrika, Asien, Ozeanien. Als Zentrum der arts premiers, der ersten Künste, versteht sich das Museum. Als einen Ort, der Kunst ganz neu interpretiert und den Blick über den eigenen Kulturkreis hinaus weitet. Und das wiederum, da ist sich Paris mittlerweile einig, war den Preis wert!

Wann kann ich das Musée du Quai Branly besichtigen?

Auch dieses Museum öffnet seine Türen von Dienstag bis Sonntag – und zwar jeweils von 10:30 bis 19 Uhr. Donnerstags gelten Sonderöffnungszeiten bis 22 Uhr. Erwachsene zahlen 12 Euro pro Eintrittskarte.

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