Supermond 2026: Alle Infos zum Himmelsspektakel

Auch 2026 leuchtet der Supermond wieder über Deutschland. Bei diesem Spektakel kommt der Vollmond der Erde besonders nah und ist an vielen Orten deutlich zu sehen. Hier alle Informationen rund um den Supermond.
Text Mila Krull
Datum08.01.2026

Seit einiger Zeit findet der Supermond als besonderes Himmelsspektakel zunehmende Beachtung. Auch in diesem Jahr wird uns der überdimensionale Erdtrabant wieder die Ehre erweisen und bei klarer Sicht am Nachthimmel zu sehen sein. 

Was es damit auf sich hat, wann er das nächste Mal zu sehen ist und wie Sie den Supermond am besten beobachten können, verraten wir hier. Außerdem stellen wir einige der schönsten Sternenparks in Deutschland vor.

Was ist ein Supermond?

Ein Supermond ist ein Vollmond, der der Erde besonders nahe ist.

Als Supermond wird das Phänomen bezeichnet, wenn ein Vollmond der Erde besonders nah ist. Dann nähert sich der Erdtrabant in der Vollmondphase auf weniger als 360.000 Kilometer. Von hier aus erscheint der Mond dann deutlich heller und größer als gewöhnlich. Zwar ist die Mondoberfläche an sich nicht heller, dennoch erreicht uns während des Supermondes bis zu 30 Prozent mehr Licht. 

Somit leuchtet der Supermond für uns hell und riesig am Himmel. Da die Umlaufbahn des Mondes um die Erde elliptisch verläuft, ändert der Trabant seine Nähe zur Erde stetig. Zur Orientierung: Die durchschnittliche Entfernung liegt bei 382.900 Kilometern. 

Wann ist der nächste Supermond zu sehen?

Der nächste Supermond ist Ende 2026 über Deutschland zu sehen.

Der nächste Supermond wird am 24. November 2026 am Himmel zu sehen sein. Ein weiterer folgt einen Monat später, am 24. Dezember. An beiden Tagen trennen den Trabanten und die Erde nur rund 360.000 Kilometer, wodurch der Mond um einiges größer und heller erscheint.  Zum Vergleich: Beim sogenannten „Minimond“ liegen zwischen Erde und Mond mehr als 400.000 Kilometer. 

Wie oft gibt es einen Supermond?

Den erdnächsten Punkt – das sogenannte Perigäum – erreicht der Mond üblicherweise etwa alle 13 bis 14 Monate. In dieser Zeit kann der Mond bis zu 15 Prozent größer erscheinen als üblich. Mitunter kommt es durchaus vor, dass – wie zuletzt 2025 – drei bis vier Supermonde pro Jahr zu sehen sind, auch wenn sie nicht alle das Perigäum erreichen.

Besonderheit 2026: Partielle Mondfinsternis

Am 28. August wird in weiteren Teilen Europas, auch in Deutschland, eine partielle Mondfinsternis zu sehen sein. Da der Mond zu mehr als 96 Prozent in den Kernschatten der Erde eintritt, wird sich dieses Ereignis kaum von einer totalen Mondfinsternis unterscheiden. Am frühen Morgen haben Beobachter die besten Chancen, den tieforange gefärbten Mond zu erblicken. 

Supermond und Mondfinsternis 2026: Die beste Bedingungen

Die beste Aussicht auf den Supermond gibt es an besonders dunklen Orten.

Besonders gut ist der Supermond bei wolkenfreiem Himmel kurz vor Mondauf- und -untergang zu beobachten. Studieren Sie zunächst den Wetterbericht: Sollte die Vorhersage Regen oder dichte Wolken ankündigen, so stehen die Chancen auf ein Supermond-Erlebnis leider schlecht. Warme Kleidung ist hilfreich: Im Dezember ist nachts mit Frost zu rechnen – vor allem außerhalb der Städte. 

Wer kein Teleskop zur Hand hat, kann sich auch mit einem Fernglas behelfen. Die beste Chance auf einen guten Blick und tolle Fotos haben Sie an besonders dunklen Orten, abseits von unnatürlichen Lichtquellen und am besten etwas erhöht. 

Zusätzlicher Tipp: Die Augen benötigen Gewöhnungszeit, um sich im Dunkeln zu orientieren und an die Lichtverhältnisse zu gewöhnen. Steuern Sie den Zielort daher rechtzeitig an. 

Aussichtspunkte: Wo kann ich den Supermond in Deutschland beobachten?

An vielen Orten in Deutschland ässt sich der Supermond bei klarem Himmel bestens beobachten. Einen besonders guten Blick haben Sie sowohl bei einem weiten Horizont als auch von erhöhten Aussichtspunkten. Zudem gibt es in einigen Bundesländern ausgezeichnete Gebiete oder Sternenparks, in denen es besonders dunkel ist und sich Sterne, der Himmel und der Supermond hervorragend beobachten lassen. 

Pellworm, Schleswig-Holstein

Ein besonderer Ort, um den Nachthimmel zu beobachten, ist die Sterneninsel Pellworm. Seit Jahren reduziert die Nordseeinsel ihre Lichtverschmutzung. Mitten im Wattenmeer sorgt die dünne Besiedlung dafür, dass in der Nacht Millionen Sterne am Himmel zu sehen sind. Unter anderem sind sogar Teile der Milchstraße sichtbar. Natürlich lässt sich hier auch der Supermond bestens sehen und fotografieren.

Schwäbische Alb, Baden-Württemberg 

Auf der Schwäbischen Alb liegt der Sternguckerplatz inmitten einer stockdunklen Natur. Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz leuchten nachts die Sterne um die Wette und auch der Supermond kann hier hervorragend beobachtet werden. Rund um den Platz finden regelmäßig Führungen und Wanderungen statt. 

Sternenpark Westhavelland, Brandenburg

Im Naturpark Westhavelland können Besucher im ersten Sternenpark Deutschlands außergewöhnliche Aussichten auf den Nachthimmel genießen. Im gesamten Nachtschutzgebiet gibt es kaum Lichtquellen, stattdessen finden sich mehrere ausgezeichnete Beobachtungsplätze und Unterkünfte. Ein idealer Ort, um einen Blick auf den Supermond oder andere besondere Phänomene zu erhaschen. 

Sternenpark Nationalpark Eifel, Nordrhein-Westfalen

Auch der Sternenpark im Nationalpark Eifel lädt Besucher ein, nach den Sternen zu greifen. Als erster offizieller Dark Sky Park wurde dieses Gebiet 2014 in das internationale Register aufgenommen. Vor Ort befindet sich eine Sternenwarte mit Astronomie-Werkstatt.

Sternenpark Biosphärenreservat Rhön, Mitteldeutschland

Nicht nur am Tag ist das Reservat Rhön mitsamt Sternenpark einen Besuch wert. Mitten in Deutschland gelegen, gibt es auch hier kaum unnatürliche Lichtquellen. Neben Supermond, Milchstraße und Zodiakallicht zeigt sich mitunter auch der ein oder andere Nachbarplanet. Wenn der Mond besonders hell strahlt, erleuchtet er märchenhaft die nächtliche Hügellandschaft.