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Natur

Supermond 2023: Wann strahlt der nächste Vollmond?

Ein besonderes Spektakel am Himmel: Auch 2023 leuchtet der Supermond wieder über Deutschland. Bei diesem Spektakel kommt der Mond der Erde besonders nah und ist an vielen Orten deutlich zu sehen. Hier alle Informationen rund um den diesjährigen Supermond.

Text Mila Krull

Ein spannendes Phänomen war im vergangenen Sommer gleich zweimal am Himmel zu beobachten: der Supermond. Auch 2023 wird uns der riesige Mond wieder die Ehre erweisen und bei klarer Sicht deutlich zu sehen sein. 

Was es damit auf sich hat, wann er wieder zu sehen ist und wie Sie den Supermond am besten bestaunen können, verraten wir hier. Außerdem führen wir Sie in die schönsten Sternenparks in Deutschland. 

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Was ist ein Supermond?

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Als Supermond wird eine Zeit bezeichnet, in der der Mond der Erde besonders nah ist. Dann nähert sich der Erdtrabant in der Vollmondphase auf weniger als 360.000 Kilometer. Von hier aus erscheint der Mond dann deutlich heller und größer als gewöhnlich. Zwar ist die Mondoberfläche an sich nicht heller, dennoch erreicht uns während des Supermondes bis zu 30 Prozent mehr Licht. 

Somit leuchtet der Supermond für uns hell und riesig am Himmel. Da die Umlaufbahn des Mondes um die Erde elliptisch verläuft, ändert der Trabant seine Nähe zur Erde stetig. Die durchschnittliche Entfernung liegt bei 382.900 Kilometern. Besonders gut ist das Phänomen bei wolkenfreiem Himmel kurz vor Mondauf- und -untergang zu beobachten. 

Wann ist der Supermond 2023?

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Im Gegensatz zum Vorjahr wird der Supermond 2023 nur einmal über Deutschland aufgehen. Der Termin ist die Vollmondphase rund um den 1. August 2023. Um 20:31 Uhr deutscher Zeit erreicht die Vollmondphase an diesem Tag ihren Höhepunkt. Dann trennen Mond und Erde „nur“ noch 357.311 Kilometer.

Bis dahin gibt es eine Menge anderer Himmelskonstellationen zu bestaunen. Zum Beispiel Kometen oder die Perseiden-Schauer. Auch der klare Sternenhimmel an sich ist mancherorts überwältigend. Wo Sie unser Universum am besten beobachten können, verraten wir im Folgenden.

Der beste Blick auf den Supermond: Tipps

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Studieren Sie zunächst den Wetterbericht: Sollte die Vorhersage Regen oder dichte Wolken ankündigen, so stehen die Chancen auf ein Supermond-Erlebnis leider schlecht. Auch wenn Sie den Mond in den Sommermonaten bestaunen möchten, so ist warme Kleidung hilfreich. Nachts kann es auch im August kühl sein – vor allem außerhalb der Städte. 

Wer kein Fernrohr zur Hand hat, kann sich auch mit einem Fernglas behelfen. Die beste Chance auf einen guten Blick und tolle Fotos haben Sie an besonders dunklen Orten, abseits von unnatürlichen Lichtquellen und am besten etwas erhöht. Zusätzlicher Tipp: Die Augen benötigen Gewöhnungszeit, um sich im Dunkeln zurecht zu finden. Steuern Sie ihren Zielort daher rechtzeitig an. 

Aussichtspunkte: Wo kann ich den Supermond beobachten?

An vielen Orten im Land lässt sich der Mond bei klarem Himmel bestens beobachten. Einen besonders guten Blick haben Sie sowohl bei einem weiten Horizont als auch von erhöhten Aussichtspunkten. Zudem gibt es in einigen Bundesländern ausgezeichnete Gebiete oder Sternenparks, in denen es besonders dunkel ist und sich Sterne, der Himmel und der Supermond hervorragend beobachten lassen. 

Pellworm, Schleswig-Holstein

Ein besonderer Ort, um den Nachthimmel zu beobachten, ist die Sterneninsel Pellworm. Seit Jahren reduziert die Nordseeinsel ihre Lichtverschmutzung. Mitten im Wattenmeer sorgt die dünne Besiedlung dafür, dass in der Nacht Millionen Sterne am Himmel zu sehen sind. Unter anderem sind sogar Teile der Milchstraße sichtbar. Natürlich lässt sich hier auch der Supermond bestens sehen und fotografieren.

Schwäbische Alb, Baden-Württemberg 

Auf der Schwäbischen Alb liegt der Sternguckerplatz inmitten einer stockdunklen Natur. Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz leuchten nachts die Sterne um die Wette und auch der Supermond kann hier hervorragend beobachtet werden. Rund um den Platz finden regelmäßig Führungen und Wanderungen statt. 

Sternenpark Westhavelland, Brandenburg

Im Naturpark Westhavelland können Besucher:innen im ersten Sternenpark Deutschlands außergewöhnliche Aussichten auf den Nachthimmel genießen. Im gesamten Nachtschutzgebiet gibt es kaum Lichtquellen, stattdessen finden sich mehrere ausgezeichnete Beobachtungsplätze und Unterkünfte. Ein idealer Ort, um einen Blick auf den Supermond oder andere besondere Phänomene zu erhaschen. 

Sternenpark Nationalpark Eifel, Nordrhein-Westfalen

Auch der Sternenpark im Nationalpark Eifel lädt Besucher:innen ein, nach den Sternen zu greifen. Als erster offizieller Dark Sky Park wurde dieses Gebiet 2014 in das internationale Register aufgenommen. Vor Ort befindet sich eine Sternenwarte mit Astronomie-Werkstatt.

Sternenpark Biosphärenreservat Rhön, Mitteldeutschland

Nicht nur am Tag ist das Reservat Rhön einen Besuch wert. Mitten in Deutschland gelegen, gibt es auch hier kaum unnatürliche Lichtquellen. Neben Supermond, Milchstraße und Zodiakallicht zeigt sich mitunter auch der ein oder andere Nachbarplanet. Wenn der Mond besonders hell strahlt, erleuchtet er märchenhaft die nächtliche Hügellandschaft.