Lübecks süße Seite: 8 ausgezeichnete Cafés der Marzipanstadt

Traditionsbetriebe, Designcafés und gemütliche Läden, in denen man sich direkt heimisch fühlt: Lübecks Cafés sind vielseitig und charmant. Viele nutzen den Standortvorteil, um sich in historischen Gemäuern und mit Blick auf bedeutende Backsteinbauten zu inszenieren. Ob Pancakes, Marzipantorten oder erlesene Bohnen zum Mitnehmen: Hier finden Kaffeeliebhaber, wonach das Herz begehrt. Wir zeigen die schönsten Cafés in Lübeck.
Uter Konditoreibar

Bei gutem Wetter sitzen die Besucher der Uter Konditoreibar draußen mit Blick auf Lübecks beeindruckende Marienkirche. Ansonsten nehmen sie drinnen auf Holzbänken mit Kissen aus Kaffeesäcken Platz und müssen sich dort zwischen diversen Kreationen entscheiden: ein Törtchen aus dunkler Mousse mit flüssigem Johannisbeerkern, Lübecker Nuss mit Sahne und Marzipan oder doch lieber weiße Mousse mit Maracuja?
Café Niederegger

Natürlich darf auch diese Institution nicht fehlen: Zentral in der Breiten Straße befindet sich das ehrwürdige Stammhaus der Lübecker Marzipanmanufaktur Niederegger. Im Erdgeschoss können Gäste den edlen Süßstoff in sämtlichen Farben und Formen bestaunen, hinter dem Geschäft und auf der ersten Etage liegen die plüschig-roten, golden akzentuierten Caféräume. Wer einkehrt, sollte unbedingt die berühmten Torten probieren: Biskuitrolle, Frankfurter Kranz oder natürlich die legendäre Lübecker Nusstorte aus Sahne, Walnuss und Marzipan. Direkt gegenüber findet sich übrigens eine weitere Niederegger-Dependance: das Arkaden-Café, auf dessen Terrasse man seinen Marzipan-Cappuccino mit Blick auf die Marienkirche trinken kann.
Cafébar

Im Sommer werden die Fenster dieses lauschigen Eckcafés weit aufgerissen, und die Gäste setzen sich mit einem Kissen im Rücken ins Fenster. Gleichzeitig genießen sie das gemütliche Flair, in dem Pflanzen von der Decke baumeln und bunte Frida-Kahlo-Porträts die Wände zieren. Tagsüber ist die Cafébar ein Café, abends gibt’s Drinks mit lustigen Namen wie „Drunken Mango“, „Balsam für die Birne“ oder einfach „Inge“. Einmal die Woche spielt eine Band oder ein DJ legt auf.
Café Steinhusen

Kirschkuchen, Marzipantorte, Mandelkekse und selbstgemachtes Eis im Café Steinhusen sind der vielleicht zärtlichste Schlag ins Gesicht des Low-Carb-Konzepts, den man sich denken kann. Traditionell und verschnörkelt sind hier nicht nur Tresen, Auslage und der Gastraum, sondern auch die Kuchen- und Tortenspezialitäten. Macht aber nichts, das gemütliche 80er-Jahre-Ambiente gestaltet das Café-Erlebnis noch authentischer. Besonders schön ist es auf der Säulen-Terrasse, die zum Garten hinausführt. Tipp: Einige der hauseigenen Leckereien kann man praktisch verpackt mit nach Hause nehmen.
Kulturcafé tonfik

Selbst gebackener Kuchen und Musik sind das Konzept dieses schönen Kulturcafés. Inhaberin Carolin Peter empfiehlt außerdem das Thai-Curry und die womöglich größte Kakao-Auswahl Lübecks. Neben robusten Holzstühlen stehen gemütliche Retro-Samtsofas, die Fenster umrahmen bunte Lichterketten und an der Decke dreht sich eine Discokugel. Abends finden im tonfink kleine Livekonzerte zwischen Folk und Jazz mit freiem Eintritt statt. Für noch mehr Kultur zieren wechselnde Kunstausstellungen die Wände.
Ulrich’s

Weiße Stühle und weißer Boden, glatter Beton und schroffes Mauerwerk: Das Café Ulrich's, das von der Diakonie Nord-Nord-Ost betrieben wird, setzt auf modernes, minimalistisches Ambiente. Das Essen hingegen ist etwas solider: Es gibt eine Frühstückskarte und einen täglich wechselnden Mittagstisch. Am Nachmittag locken hausgemachte Kuchen und selbst gerösteter Kaffee.
Fräulein Brömse

Ob beim Frühstück vor dem Besuch im Hansemuseum oder danach bei einem Stück Kuchen: Bei Fräulein Brömse sitzt man herrlich in historischem Ambiente. Faszinierend ist die Ausstattung des Gebäcks, das mit Liebe zum Detail zubereitet wurde, vom Cupcake in der Porzellantasse bis zur zerbrechlichen Schokoladenverzierung auf dem Marzipankuchen. Drinnen fühlt man sich wie im Wohnzimmer einer Freundin, draußen blickt man auf die Backsteinwand des Beichthauses, das zum benachbarten Burgkloster gehört.
Cycle Roasters Coffee

Philip und Sergey, die Inhaber von Cylce Roasters Coffee, haben ihre Passion für guten Kaffee zum Beruf gemacht. In dem hellen Laden kann man verschiedene Sorten probieren und sich kompetent beraten lassen. Woher der Name kommt? Sergey und Philip teilen neben der Liebe zu dunklen Bohnen noch eine zweite Leidenschaft, nämlich Rennradfahren.
Schatzcafé
Früher war es eine Werkstatt, in der Kunden mal einen Kaffee bekamen. Irgendwann hat das Koffein die Deutungshoheit übernommen. Jetzt liegt in den Räumen ein das Schatzcafé mit hohen Decken, getünchten Balken, vielen antiken Objekten und erstklassigem New York Cheesecake.


