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Sehenswürdigkeiten

Zwinger bis Frauenkirche: Dresdens Sehenswürdigkeiten

Imposante Bauten und Kunstschätze von Weltrang zeugen von der großen Zeit als Residenzstadt der Kurfürsten und Könige. Das barocke Zentrum mit Zwinger, Oper, Residenzschloss und Frauenkirche ist unvergleichlich. Weiter draußen locken Szene-Viertel und großartige Gartenanlagen.

Prächtig, glänzend und ziemlich beeindruckend: Dresden beherbergt einige der wertvollsten Kunstschätze des Landes. In den Sammlungen des Zwingers und des Residenzschlosses können Besucher:innen Bilder alte Meister, historischen Schmuck, Juwelen und antike Möbel bestaunen.

Das Stadtzentrum bestickt mit barocker Architektur, herrlichen Grünanlagen und neuen Szene-Vierteln. Entdecken Sie die schönsten Sehenswürdigkeiten von Dresden.

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Zwinger: Gesamtkunstwerk mit Alten Meistern

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Seit einigen Jahren stehen wieder Orangenbäume zwischen den Galerien und Pavillons: Ursprünglich war die Anlage als Orangerie gedacht. Im 18. Jahrhundert entstand daraus ein barockes Gesamtkunstwerk, eine opulente Bühne für Feste und Paraden. Im Dresdner Zwinger und im Semperbau nebenan befinden sich heute mehrere besondere Museen, darunter die Gemäldegalerie Alte Meister (Cranach, Raffael und Rembrandt!) und der Mathematisch-Physikalische Salon mit alten Uhren und Globen.

Residenzschloss: Pracht im Grünen Gewölbe

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Wo über Jahrhunderte die sächsischen Kurfürsten und Könige wohnten, sind nun viele ihrer Schätze zu sehen, etwa eine bedeutende Sammlung osmanischer Kunst, Münzen, Rüstungen und Gewehre sowie prächtige Herrscherkostüme. Höhepunkt ist für viele die glitzernde Schatzkunst des Residenzschlosses, die teils authentisch in der barocken Schatzkammer, dem Historischen Grünen Gewölbe, teils effektvoll inszeniert im Neuen Grünen Gewölbe zu sehen ist. Auch das Schloss selbst ist sehenswert, etwa die bis 2019 rekonstruierten königlichen Paraderäume.

Die Frauenkirche: Wuchtige Strahlkraft

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Elf Jahre dauerte der Wiederaufbau des Dresdner Wahrzeichens, finanziert auch mit Spenden aus aller Welt. Die gewaltige Frauenkirche, einer der größten Sandsteinbauten auf dieser Erde, wirkt im Innern wie eine Traumwelt in Pastelltönen. Noch dämpft hier keine Patina die Strahlkraft der Farben, und der barocke Gestaltungswille zeigt sich in seiner ganzen Wucht.

Äußere Neustadt: Flanieren im Szene-Viertel

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Das Szeneviertel ist ein wunderbares Kontrastprogramm zum Sightseeing in der Altstadt. Hier flaniert man entspannt durch Straßenzüge voller Leben, vorbei an Street-Art, Pop-up-Stores, Kinos und Kneipen. Zu den Fixpunkten in diesem kreativen Kiez gehören die farbenfrohe „Kunsthof Passage“ und auch das Kulturzentrum „Scheune“, das allerdings gerade saniert wird. Überbrückt wird die Zeit mit einem „Blechschloss“, einer Spielstätte aus Containern.

Großer Garten: Nostalgie mit Schlösschen

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Der ab 1678 angelegte Park hat einen passenden Namen: Mit 147 Hektar ist er so groß, dass die nostalgische Parkeisenbahn eine halbe Stunde braucht, um ihn zu durchfahren. Mittelpunkt der Grünanlage ist ein barockes Palais, in dem Konzerte stattfinden. Ein beliebtes Ziel ist auch das Restaurant „Carolaschlösschen“, vor allem wegen der romantischen Seeterrassen. Für einen Ausflug sollte man am besten einen ganzen Tag einplanen. Denn um den Großen Garten herum befinden sich viele weitere Attraktionen, etwa der Zoo, der Botanische Garten und die Gläserne Manufaktur, in der VW Elektroautos montiert.

Militärhistorisches Museum: Leid und Konflikt

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Schon die Architektur macht klar, was im Innern wartet: Wie ein martialischer Keil zerteilt der Neubau von Daniel Libeskind das symmetrische Arsenalgebäude aus dem 19. Jahrhundert. Mit 10.000 Exponaten aus 700 Jahren wird in der Dauerausstellung eine Kulturgeschichte der Gewalt aufgezeichnet. Statt auf der Technik liegt der Fokus des Militärhistorischen Museums dabei auf der menschlichen Perspektive. So geht es etwa um das Leid, das durch Krieg entsteht, um die Ursachen von Konflikten und um Erinnerungskultur.