Gold of Naples © Isabela Pacini
Genuss

Freude am Genuss: Aachens beste Restaurants

Aachen ist eine genussfreudige Stadt – das ist an Umfang und Qualität der Gastronomie gut abzulesen. Einheimische und Touristen lassen es sich rund um den Dom gut gehen, viele Lokale richten sich an den Studierenden der RWTH aus. Ein Führer zu den besten und originellsten Restaurants der Stadt.

Ein Drink in der Hand, die Sonne im Gesicht und im Blick die Chorhalle des Aachener Doms – besser kann man einen (Sightseeing-)Tag in Aachen kaum ausklingen lassen. Das sehen auch die Aachener so. Rings um den Hof, in Wurfweite zu Katschhof und Dom, liegen zahlreiche Restaurants und Kneipen. Im Unterschied zu anderen touristisch interessanten Städten richtet sich hier das Angebot nicht vorwiegend an Besucher, sondern vor allem an die Einheimischen und die vielen Studierenden der angesehenen Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) aus. Die Genussfreude ist Aachens Gassen und Straßen nicht nur im unmittelbaren Zentrum an die Hausfassaden geschrieben, überall geht man gern und gut aus. Eine Auswahl zwischen Imbiss und Sternerestaurants:

Domkeller

Ein Ort der Geschichten und Geschichte: Das alte Bürgerhaus stammt von 1658, eine gusseiserne Ofentür am Eingang erinnert daran, dass es im Laufe der Zeit auch mal als Bäckerei diente, und mittlerweile hat es auch schon 70 Jahre Gaststätten-Geschichte auf dem Buckel. Vor dem Tresen haben sich unzählige Freunde gefunden und Liebschaften ergeben. Das Publikum ist seit jeher bunt gemischt: Im oberen Stockwerk tummeln sich gern Studenten, montags finden sich Musikliebhaber zu Konzerten ein, und auf der Terrasse begegnen sich Stammgäste und Touristen.

Hof 1
www.domkeller.de

La Becasse

La Becasse

Das Sternerestaurant von Christof Lang zählt bereits seit rund 40 Jahren zu den ersten Adressen der Region. Der Chef ist eigentlich Volkswirt, hat dann aber lieber in Frankreich, unter anderem bei Paul Bocuse, das Kochen gelernt. Er selbst – typisch Rheinländer – bezeichnet seine Gerichte, die tagsüber als Mittagsmenü zu erschwinglichen Preisen und abends in mehreren Gängen auf den Tisch kommen, ganz einfach als „lecker“. Mit „crossing borders“-Partnern, befreundeten Gourmetlokalen in Belgien und den Niederlanden, veranstaltet er regelmäßig von Musik begleitete Feinschmeckerfeste. Und ab und zu tischt Lang auch jenes Wildgericht auf, dessen französischen Namen sein Restaurant trägt: Waldschnepfe.

Hanbrucher Str. 1
www.labecasse.de

Sankt Benedikt

Sankt Benedikt

Etwas außerhalb im historischen Stadtteil Kornelimünster wartet in einem denkmalgeschützten Haus ein weiteres Aachener Sternerestaurant: Im „St. Benedikt“ hat Maximilian Kreus die Auszeichnung quasi von seiner Mutter „geerbt“. Mittags mit Bistro-Karte.

Benediktusplatz 12
www.stbenedikt.de

Gold of Naples

Gold of Naples © Isabela Pacini

Seit Neapels Pizza 2017 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben worden ist, wacht eine Kommission in Italien darüber, wer sich Napoletana- Bäcker nennen darf. Das „Gold of Naples“ gehört dazu. Dafür wurde das Team von neapolitanischen Pizzabäckern geschult. Die Tomaten werden per Hand zu Soße zerdrückt, Blasen auf dem Teig werden in den Rand gepresst, sodass eine echte Pizza Napoletana entsteht. Der goldene Ofen hinten im Restaurant stammt natürlich auch aus der Hafenstadt.

Pontstr. 125
www.goldofnaples.de

Goldenes Schwein

Wer mal so richtig Fleischhunger hat, der wird hier glücklich. Vier Schnitzel-Varianten stehen auf der Karte, dazu Gyros, Burger, Schweinegeschnetzeltes oder Aachener Sauerbraten (mit Printensauce, klar). Ähnlich rustikal und gemütlich ist die Wirtshausatmosphäre zwischen den holzgetäfelten Wänden.

Franzstr. 40
www.goldenesschwein.de

Boulevard 30

Eine Kombination aus langen Tischen, Lounge-Ecken und Separee-Bereichen, dazu eine offene Küche, in der die Köche herumwirbeln – je nach Sitzplatz präsentiert sich das „Boulevard 30“ auf dem Campus Melaten der Hochschule RWTH von einer anderen Seite. Es gibt Crossover-Food aus saisonalen Zutaten, etwa offene Ravioli mit Gambas, Wurzelgemüse und Chorizo oder Birnen-Crumble mit Walnussmilchreis aus der hauseigenen Patisserie. Und dann wären da noch die Cocktails. Die genießt man am besten abends auf der Terrasse mit Blick ins Tal, in dem die Sonne untergeht.

Campus-Boulevard 30
www.blvd30.dea

Forckenbeck

„Für die kleine Stärkung zwischendurch, eine Pause vom Alltag oder einfach eine Pause von der Pause“, umschreibt das Restaurant augenzwinkernd sein Mittagsangebot. Da lässt man sich (auch abends) doch gerne zu Hackbällchen in Wodka-Preiselbeer-Dill-Sahnesauce oder anderen Leckereien nieder.

Forckenbeckstr. 61
www.forckenbeck.de

Lola Paroli

Nicht nur dass Pizza, Burger oder Chili in dieser Kneipe vegan sind, auch das Konzept dahinter ist äußerst sympathisch: Die Zutaten kommen möglichst aus der Nähe oder sind zumindest fair gehandelt; alle Entscheidungen fällt die Genossenschaft gemeinsam, die das „Lola Paroli“ betreibt. Etwa auch die, nur mittwochs und sonntags zu öffnen. Oder abends einfach mal zum Punkrock-Konzert einzuladen.

Friedrichstr. 117
www.lolaparoli.de

Die Kochnische

Fingerfood, Suppen und 3-Gänge-Menüs gibt es vor Ort, zum Mitnehmen oder als Catering für jegliche Anlässe.

Bergische Gasse 9
www.kochnische-aachen.de

Plaisir

Der Name ist Programm: Was Hamid Heidarzadeh kocht, ist geschmacklich wie optisch ein Genuss. Französische Küche vom Feinsten.

Schlossstr. 16
www.plaisiraachen.de

L’Osteria

Im Wintergarten blühen Zitronenbäumchen und Oleander, die Kellner feuern sich mit italienischen Rufen an –  „L’Osteria“ versucht sich an mediterranem Flair. Das Haus am Prager Ring wurde nach den Wünschen der Restaurantchefs gebaut: mit hoher Decke, offener Küche und gläserner Front. Als kleiner Gag läuft auf den Toiletten stets ein Italienischkurs, damit man seinen Vino auch passend bestellen kann.

Gut-Dämme-Str. 1
www.losteria.net

Pasta Nudelmanufaktur

Nicht alles ist hier italienisch: Manchmal bietet die „Nudelmanufaktur“ spezielle Kreationen an, etwa Ravioli mit Blutwurst- oder Printenfüllung.

Jakobstr. 1
www.pasta-aachen.metro.bar

Vietnamesisch – Minh Châu

Am vielleicht schönsten Platz der Stadt bekommt man bei Minh Châu vietnamesische Pho-Suppen, Sommerrollen oder Burger mit Blick auf römische Säulen.

Hof 6

Japanisch – Day Du

Edles Sushi, aber auch Curry oder Tempura-Garnelen werden im Day Du frisch zubereitet.

Kleinmarschierstr. 74
www.daydu.de

Koreanisch – Manl

Die Bowls oder Ramen-Suppen bei Manl sind schön scharf. Sehr zu empfehlen ist auch das Kimchi!

Kockerellstr. 4

Vietnamesisch Chinesich – Wei & Wei

Zehn Dumpling-Varianten hat Wei & Wei im Angebot, etwa mit Garnelen, Ingwer und Koriander oder mit Schweinefleisch, Ei und Frühlingszwiebeln.

Karlsgraben 45
www.weiundwei.de

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