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Sehenswürdigkeiten

Spaniens schöner Süden: Einzigartige Orte in Andalusien

Alhambra, Alcazabar, Alcázare: Andalusien steckt voller prächtiger Sehenswürdigkeiten der spanischen Geschichte – eine beeindruckender als die nächste. Wir zeigen die schönsten Orte zwischen Granada, Cordoba und Cádiz.

Text Wiebke Harms
Datum 04.02.2023

Durch enge Gassen führt der Weg vorbei an weiß getünchten Häusern in blühende Patios führen. Wer nach Andalusien reist begibt sich in eine reizend schöne Welt, die seit jeher Künstler:innen, Filmemacher:innen und Reisende inspiriert. 

Wenn die Luft nicht mehr flirrt, am frühen Abend die Gitarren erklingen und sich die Altstadt-Gassen mit immer mehr Stimmen füllen, ist die Region in Südspanien besonders atmosphärisch. Entdecken Sie die schönsten Orte und Sehenswürdigkeiten in Andalusien

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Alhambra

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Sogar ihre Wände schwärmen von der Schönheit dieser maurischen Burg. In feinen Schwüngen werden zwischen Ornamenten und Schnitzereien Gedichte erzählt. Alle Köpfe neigen sich gen Decke, wenn Besucher:innen den Löwenpalast der Alhambra betreten. Wie viel Arbeit, Fleiß und Präzision dieses Meisterwerk der Nasridenkunst mit seinen Säulengängen, Sälen und Kuppeln erfordert haben muss, lässt sich nur erahnen. 

Tausendfach fotografiert und bestaunt sind auch der Löwenbrunnen und duftenden Gartenanlagen. Nehmen Sie sich Zeit, um all die faszinierenden Details der Alhambra zu entdecken und planen Sie Ihren Besuch früh. Tickets und Zeitfenster für den Besuch sollten unbedingt im Voraus gebucht werden. 

Übrigens: Auch von Weitem ist die Alhambra wunderschön. Eine tolle Aussicht samt Flamenco-Atmosphäre hat man in den Abendstunden am Mirador de San Nicolás im Albaicín. 

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Mezquita-Catedral

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Die Alhambra ist zwar der bedeutendste, aber nicht der einzige erhaltene maurische Palast von Andalusien. Málaga hat seine Alcazaba, Sevilla und Córdoba haben ihre Alcazare. Ein Bauwerk aus der maurischen Epoche fasziniert darunter besonders: Córdobas Moschee-Kathedrale

Wer sie betritt, wandelt anfangs durch einen Wald aus Säulen, um dann unvermittelt in einer gotischen Kathedrale anzukommen, die ab dem 15. Jh. mitten in die ehemalige Moschee gesetzt wurde, „mit dem schlimmsten Schund barocker Bildmalerei“, wie der andalusische Schriftsteller Antonio Muñoz Molina wütet.

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Córdobas Patios

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So viele Geranien, Rosen und Petunien auf so kleinem Raum wie in den Innenhöfen Córdobas hat man kaum gesehen. Auf ihre Patios sind die Bewohner:innen extrem stolz, einmal im Jahr laden sie darum Besucher:innen ein, sie anzuschauen. Damit, dass zur Fiesta de los Patios inzwischen so viele anreisen, sodass die Leute sich in den Höfen gegenseitig auf den Füßen stehen, sind viele nicht glücklich. Besuchen Sie Córdoba unbedingt – aber nicht in den ersten beiden Maiwochen.

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Sevilla

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Andalusiens Hauptstadt weiß mit schummerigem Licht zu verführen. Erst in der riesigen Kathedrale, in der sich die Augen an das ewige Zwielicht gewöhnen müssen, bevor ihre Dimensionen klar werden. Ebenfalls beeindruckend sind der Plaza de España und die Alcázar de Sevilla, die beide als beeindruckende Kulissen in so manch einer Hollywood-Produktion zu sehen waren. 

Dann in der Dämmerung, wenn die Hitze nachlässt, Stimmengewirr durch die Straßen geistert, sich die Stühle vor den Tapasbars füllen. Der schönste Platz in diesen Stunden: die Alameda de Hercúles in San Lorenzo. Wer Lust auf einen Spaziergang hat, sollte quer durch die Innenstadt nach Triana auf der anderen Seite des Guadalquivir schlendern. 

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Málaga

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Pablo Picasso kam in der zweitgrößten Stadt Andalusiens zur Welt. Kunstbegeisterte fahren nicht nur wegen ihm nach Málaga. Das Pariser Centre Pompidou und das Russische Staatliche Museum St. Petersburg haben Dependancen eröffnet, spanische Newcomer:innen stellen im Centro de Arte Contemporáneo aus. Auch abseits der Kunst lohnt ein Besuch in der Küstenstadt. Besonders elegant ist die Einkaufsstraße Calle Marqués de Larios für einen sensationellen Ausblick lohnt der Aufstieg auf die Alcazabar. 

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Mittelmeer-Küste

Die Costa del Sol in Andalusiens Osten lockt schon seit den 1960ern Urlauber:innen an. Zwar reiht sich eine Feriensiedlung an die nächste, schöne Ecken gibt es aber trotzdem, der Ort Nerja mit seiner berühmten Küstenpromenade oder die verwinkelte Altstadt Marbellas beispielsweise. Diese hat ihren schicken Charme bewahrt, auch wenn der Jetset längst zehn Kilometer weitergezogen ist, wo die protzigen Yachten im Sporthafen Puerto Banús liegen. Die Strände im Naturpark Cabo de Gata im Osten sind dagegen unbebaut und wild.

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Cádiz und der Atlantik

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Von günstigen Lagen hatten die Phönizier:innen als Seefahrervolk Ahnung. Verständlich, dass sie um 1100 v. Chr. das heutige Cádiz als Handelsstützpunkt gründeten. Die Altstadt zählt zu den schönsten Sehenswürdigkeiten von Andalusien. Sie liegt spektakulär vom Meer umgeben und ist nur über eine schmale Landzunge mit dem Festland verbunden, wenige Kilometer außerhalb der Stadt beginnen die riesigen Sandstrände, deretwegen die Costa de la Luz viele Fans hat.

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Weiße Dörfer

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Einen fantastischen Ausblick gibt’s an der Puente Nuevo in Ronda.

Von der Bucht von Cádiz zieht sich die Betische Kordillere quer durch Andalusien. In den karstigen Berglandschaften liegen die weißen Dörfer, die bis auf die Farbe oft wenig gemeinsam haben. Einige sind längst zu schmucken Städten herangewachsen, in anderen geht es beschaulich zu. Ronda, das bekannteste Dorf, macht im Panorama mehr her als in der Nahaufnahme: Von unten betrachtet balancieren die Häuser aufregend am Rand der Schlucht El Tajo, über die sich die wuchtige Puente Nuevo spannt. Steht man jedoch in der Altstadt, ist Ronda nur ein gut besuchtes Kopfsteinpflaster.

Ein weiteres Juwel liegt hinter Málaga: Antequera hat die perfekte Größe zum Hindurchschlendern, und unterwegs kann man in den Straßen und Museen Eindrücke der Epochen sammeln: Von der Jungsteinzeit über Antike und Mittelalter bis in die Neuzeit.

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