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Natur

Vom Ufer in die Berge: Mit dem Rad durch Oberösterreich

Die beeindruckende Kulisse von Oberösterreich bietet Szenenwechsel im Minutentakt: Vom sanften Donauufer in die gewaltigen Berge, durch Schluchten, Ebenen und Seenlandschaften. Wir stellen Ihnen die sieben schönsten Fahrradrouten vor.

1

Alpenblick-Runde

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Als Alternative zum Klassiker Donau-Radweg gibt es seit 2022 insgesamt 15 neue Routen rund um den Fluss, entworfen spezifisch für Genussradler, die mit dem E-Bike unterwegs sind. Die insgesamt über 700 Kilometer langen Strecken führen durch das von der Donau geprägte Oberösterreich und bieten Radfahrern reichlich Abwechslung. Zu den neuen Routen zählen auch die traumhaften Mondstein- und Penzensteinrunden. Die längste der neuen Routen ist aber die Alpenblick-Runde: Sie verläuft durchs Herz der Machland-Ebene und hält einige Anstiege parat, die schon mal leicht in die Waden gehen können. Mit dem E-Bike ist aber auch diese 105-Kilometer-Runde machbar – und unbedingt lohnenswert.

Vom Startpunkt in Mitterkirchen geht es entlang der Donau stromaufwärts, bis bei Auhof der erste 250-Höhenmeter-Anstieg beginnt: Ein gestufter Bergrücken führt ins Klosterdorf Münzbach, dann über den Höhenrücken des Obergaisberges, wonach eine 2,5 Kilometer lange Panorama-Abfahrt folgt. Grandiose Aussichten in die Täler sind garantiert. Zu den Highlights der Tour gehören auch die Burg Clam und das Freilichtmuseum Keltendorf. Die Alpenblick-Runde verspricht famoses Bergradeln, bis sie nach einem Abstecher über Saxen zurück zum Start führt.

2

Donauschlingen-Runde

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Die Schlögener Donauschlinge ist ein Naturwunder und entsprechend berühmt: Durch zwei enge 180-Grad-Kurven fließt die Donau an dieser Stelle – und hat sich wie eine Schlange in die Welt gelegt. Von der Aussichtsstelle hoch über dem Tal ist der Blick atemberaubend. Nicht umsonst ist der Mäander Namensgeber dieser Radtour durch Oberösterreich: Die knapp 46 Kilometer lange Strecke, ebenfalls eine der 15 neuen Radtouren, beginnt am Wesenufer, führt anschließend hoch über das Sauwald-Hochplateau, wo man unbedingt zu Fuß einen kurzen Abstieg zur Aussichtsplattform machen sollte. Abwechslungsreich geht die Tour weiter: lange Waldanstiege durch steile Schluchtflanken, saftige Wiesen, verstreute Bauernhöfe. Am Ende geht es steil hinab: Eine flotte Waldabfahrt führt zum Strom selbst, wo man auf eine Fähre steigt und den Fluss samt Fahrrad überquert.

3

Drei-Sattel-Runde

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Wie verstreute Oasen liegen die Bauernhöfe zwischen Hügeln, Wiesen und Wäldern. Willkommen in der Strudengau-Schlucht! Diese nur 26 Kilometer lange und brandneue Tour führt ins Herz der alten Kulturlandschaft von Oberösterreich – über drei zu überquerende Sättel, die den Reiz der Strecke ausmachen. Anders als auf den anderen Routen geht es nach dem Start erst einmal bergab, von der Aumühle im einsamen Gießenbachtal, bis der kurze Waldanstieg auf die Moarhofer Ebene folgt. Danach steht die Waldabfahrt ins Dimbachtal an, als Nächstes der Anstieg auf den zweiten Sattel. Nun folgt eine Waldpiste bergab, dann kommt man als Biker durchs Waldhausener Becken mit seinem alten Markt, bevor man die letzte Bergfahrt nach Dörfl antritt. Krönender Abschluss: die zwei Kilometer lange Alpenblick-Abfahrt bis zur Moarhofer Ebene und schließlich zur Aumühle. Spannendster Rastplatz für Fahrrad-Freunde: das Stift Waldhausen, in dessen Kirchengruft drei Mumien aus dem 17. Jahrhundert liegen.

4

Römerradweg

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Als Kornkammer für das Römische Reich diente das Innviertel zu der Zeit, als seine Gebiete noch nicht Bayern oder Oberösterreich hießen, sondern zu den Provinzen Noricum und Raetia gehörten. Das 2018 renovierte Römermuseum in Altheim erklärt den Ackerbau und den Alltag der damals hier lebenden Römer – und ist dabei nur eine Station des bilateralen Römerradwegs, auf dem man auf den Spuren des Weltreichs in die Vergangenheit eintaucht. Die 242 Kilometer lange Tour, die in Passau beginnt und in Enns endet, führt zu römischen Relikten: zum Beispiel zu den Resten einer Luxusvilla am Attersee, wo schon die Römer gerne entspannten, oder der Ruine eines Gehöfts bei Bad Wimsbach-Neydharting. Entlang des Weges informieren Schautafeln über das römische Leben, als digitalen Reiseführer kann man die App „Römerspuren“ nutzen. 

5

Innradweg

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Die 520 Kilometer lange Tour führt mit dem Fahrrad mitten durch Oberösterreich entlang des namensgebenden Flusses – von seiner Quelle in der Schweiz bis zur Mündung in die Donau in Passau. So lang der gesamte Radweg ist, so handlich ist das Teilstück in Oberösterreich: Über rund 50 Kilometer zieht es sich von Braunau am Inn, wo man unbedingt auf den Turm der Stadtpfarrkirche klettern sollte – mit 87 Metern einer der höchsten Österreichs! –, bis zum Barockstädtchen Schärding. Auf dem Weg dorthin durchquert man das Europareservat Unterer Inn, ein wunderschönes Naturschutzgebiet mit vielen Inselchen und Auen, die Heimat von mehr als 300 Vogelarten sind. Einen Stopp sollte man auch möglichst im Augustiner Chorherrenstift Reichersberg einlegen – und sei es nur, um einen Tropfen aus dem hauseigenen Weinkeller zu probieren. Eine Verkostung gibt es allerdings nur nach Voranmeldung.

6

Bio-Entdeckertour

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Klingt wie ein ökologischer Stadtrundgang, ist aber eine der schönsten Radtouren Oberösterreichs. Mit seinen vielen nachhaltigen Betrieben ist das Mühlviertel die größte Bioregion des ganzen Landes. Diese rund 220 Kilometer lange Tour, die auf vier Tage angelegt ist, führt durch grandiose Landschaften wie den Böhmerwald, in dem es sich auch famos mountainbiken lässt, und zu kleinen Manufakturen, in denen man sich durch das Sortiment probieren kann. Darunter sind etwa eine Brennerei, eine Speckstube und eine ganze Reihe von Brauereien, perfekt für das Feierabendbier, um dabei die strapazierten Waden hochzulegen. Die Bio-Entdeckertour ist außerdem eine der am besten organisierten Routen im Bundesland: Es gibt einen eigenen Gepäckservice, Radverleih und exzellente GPS-Navigation, sodass man sich eigentlich nur noch aufs Radeln und Essen konzentrieren muss. Auch für Wanderungen durch Oberösterreich ist die Region ein Paradies. 

7

Hausruck-Tour

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Wels liegt nur knapp eine halbe Stunde von der sehenswerten Landeshauptstadt Linz und entfernt und ist vor allem bei Rennradfahrern ein beliebtes Quartier. Die Straßen, die von der 63.000-Einwohner-Stadt in die Region führen, sind gut ausgebaut und wenig befahren, auch Profis wie Extremsportler Wolfgang Fasching nutzen sie zum Training. Eine der anspruchsvollsten Touren, bei der man auf rund 114 Kilometern etwa 1300 Höhenmeter zu bewältigen hat, führt durch das Hausruckviertel, ein ehemaliges Kohleabbaugebiet. Startpunkt ist die Bar „Isola Bella“. Nach der rund sechsstündigen Rundtour hat man sich an gleicher Stelle einen Drink verdient.

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