12 Tipps für Thessaloniki

Thessaloniki ist kulturhistorisch so reich, dass man leicht vor Ehrfurcht erstarren könnte. Dennoch zeigt sich die zweitgrößte Stadt Griechenlands cool und entspannt. Welche Sehenswürdigkeiten, Museen und Genuss-Spots es rund um den Hafen zu entdecken gibt, verraten wir hier. 
Datum31.08.2025

Meist steht Thessaloniki im Schatten der Hauptstadt Athen, dabei ist die historisch bedeutende Hafenstadt ebenso antik wie lebendig und zeugt von viel Charakter. Über Jahrzehnte haben sich die Bewohner der zweitgrößten Stadt Griechenlands etwas Kostbares konserviert: das sehr ausgeprägte Gefühl für Nachbarschaft und freundschaftliches Miteinander, das in einem traditionell verflochtenen Bewusstsein für die eigene Historie mündet.

Wir zeigen, wo das römische, byzantinische und osmanische Erbe der Stadt noch heute erlebbar ist und geben die besten Tipps für Sightseeing in Thessaloniki

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Weißer Turm

Der Weiße Turm ist das Wahrzeichen von Thessaloniki.

Löwenturm, Turm von Kalamaria, Turm der Janitscharen, Blutturm – seit Jahrhunderten steht der 33,9 Meter hohe Turm unter verschiedenen Namen an Thessalonikis zentralem Ufer. Im 15. Jahrhundert unter osmanischer Herrschaft gebaut, war er mal Wachturm, mal Antiquitätenlager, mal Gefängnis. Heute ist er historisches Denkmal und beherbergt ein Museum. Den Namen Weißer Turm trägt er seit 1883.

2

Archäologisches Museum

Faszinierende Funde aus mehr als 2.000 Jahren Geschichte zeigt das Archäologische Museum.

Mit 15 UNESCO-Stätten ist Thessaloniki selbst ein gewaltiges Freilichtmuseum. Wer nicht genug von historischen Schätzen bekommen kann, besucht das Archäologische Museum, das zu den bedeutendsten Museen Griechenlands zählt. Das Ausstellungshaus präsentiert rund 12.000 Artefakte aus der umliegenden Region, teils mehr als 2.000 Jahre alt. Besonders sehenswert sind die Darstellung der Königsgräber von Makedonien sowie die eindrucksvollen Goldschmiedearbeiten und Skulpturen. 

amth.gr

3

MOMus-Thessaloniki

Thessaloniki kann auch modern, zum Beispiel im MOMu

Neben all den Altertümern gibt es natürlich auch aktuelle Kunst in Thessaloniki, etwa im Museum für Fotografie auf dem Hafen-Pier, der sich zu einem lässigen Kultur- und Hangout-Spot entwickelt hat. Zum MOMus-Verbund zählen auch das Experimental Center for the Arts sowie die Museen für Moderne und für Zeitgenössische Kunst.

momus.gr

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Metro-Station Venizelou

In der Metro-Station trifft modernes Leben auf die Antike.

Für 60 Cent – so viel kostet ein U-Bahn-Ticket in Thessaloniki – können Touristen buchstäblich in die Antike einfahren. Während der mehr als 40 Jahre währenden Bauarbeiten am Tunnelsystem entdeckten Arbeiter Pflastersteinstraße der Via Egnatia (die einst Rom mit Konstantinopel verband), einen byzantinischen Markt, einen römischen Friedhof und rund 300.000 weitere Artefakte. 

Das Außergewöhnliche: Die Funde wurden nicht nur ausgegraben und restauriert, sie wurden danach wieder zurückgebracht und in die Metro-Stationen integriert. Am eindrücklichsten ist dies an der Station Venizelou im Stadtzentrum zu bestaunen: Auf 3.500 Quadratmetern entfaltet sie ihren weltweit einzigartigen Museumscharakter.

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Ladadika

Das Ladadika-Viertel ist berühmt für sein Nachtleben.

Eine bewegte Geschichte kann auch das Ladadika-Viertel unweit des Hafens aufweisen. Lange galt die Gegend als bedeutendes Handels- und Lagerzentrum, bis sie im Verlauf des 20. Jahrhunderts zunehmend zerfiel. In den 1990er Jahren kehrten neben kreativen und engagierten Bewohnern auch Investoren und Stadtplaner zurück und verhalten der Nachbarschaft zu neuem Glanz. Heute steht Ladadika unter Denkmalschutz und gilt als Hotspot für Gastronomie, Kultur und das aufregende Nachtleben von Thessaloniki. 

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Agora

Inmitten des Zentrums liegt die Agora, ein römischer Handelsplatz.

Unter den Römern diente die zentrale Agora mehrere Jahrhunderte lang als Marktplatz und wichtiges Handelszentrum. Davon zeugt auch das bis heute in Teilen erhaltende Odeon samt Bühne für Versammlungen und Theater. In den 1960er Jahren wurde die Anlage zufällig entdeckt und anschließend von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern freigelegt. Heute kann das Museum, das sich im unterirdischen Teil der Anlage befindet, von Mai bis Oktober besichtigt werden.

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Oberstadt Ano Poli

Von wegen Betongrau: die Oberstadt von Thessaloniki ist bunt und lebendig

Ano Poli – „Oberstadt“ – heißt das historische Viertel von Thessaloniki, das sich in verwinkelten Gassen über der Innenstadt erhebt. Während die hafennahen Quartiere von Beton und Häuserwänden geprägt sind, zeigt sich die Stadt hier von einer völlig anderen Seite. Ruhige Straßen, schmucke Häuschen, Palmen und andere Pflanzen versprühen einen fast dörflichen Charakter, von der Hektik des Zentrums keine Spur. Zu den schönsten Straßen zählt die Alexandras Papadopoulou, an die authentische Tavernen und Restaurants grenzen. 

8

Vlatades-Kloster

Ruhiger Oase inmitten der Stadt: das Kloster Vlatades

Ebenfalls in der Oberstadt liegt das byzantinische Vlatades-Kloster aus dem 14. Jahrhundert, das noch heute als orthodoxe Glaubensstätte betrieben wird. Trotz des aktiven Klosterlebens sind Teile der Anlage öffentlich zugänglich, etwa die schattigen Gärten und die Hauptkirche mit eindrucksvollen Fresken und Mosaiken. Bei einem Aufenthalt sollten sich Besucher aus Rücksicht ruhig verhalten und die religiöse Etikette wahren. 

9

Trigonen-Turm

Vom Trigonen-Turm aus kann man Stadt, Golf und Hafen überblicken.

Noch ein Turm, der es in die Liste geschafft hat: Auch der Trigonen-Turm ist Teil der historischen Befestigungsanlage von Thessaloniki und wurde im 15. Jahrhundert als Verteidigungsturm errichtet. Statt nach möglichen Angreifern Ausschau zu halten, genießen Besucher heute vor allem das Panorama auf die Stadt und den Thermaischen Golf. Pünktlich zum Sonnenuntergang lohnt der Aufstieg, der sich bestens mit einem Spaziergang durch die Oberstadt kombinieren lässt, besonders.

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Rooftop Bar im ON Residence

Hotspot am Hafen: die ON Rooftop Bar

Thessalonikis Hotel der Stunde: Frisch mit einem Michelin-Key ausgezeichnet, greift das noch junge ON Residence die Struktur seines Gebäudes aus den 1920er Jahren auf und transportiert sie in die Moderne. Die 60 Zimmer sind elegant gestaltet, die Gemeinschaftsräume und das neu aufgelegte Restaurant Olympos Naoussa, das als früherer kulinarischer Hotspot der Stadt wohlbekannt ist, greifen die Art-déco-Linie des Hauses auf. 

Die Lage direkt am Wasser könnte kaum besser sein, besonders zum Sundowner in der stylischen ON Rooftop Bar. Das Haus ist Mitglied der Small Luxury Hotels.

onresidence.gr

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Restaurant Orizontes

Zum großartigen Blick über Thessalonikis berühmte Platia Aristotelous und den Thermaischen Golf serviert das Restraurant Orizontes, Teil des eleganten Hotels Electra Palace, gehobene griechische Küche und gute Cocktails. Auf der Speisekarte finden sich mediterrane Seafood-Spezialitäten wie gegrillter Oktopus, Garnelen und Wolfsbarsch. 

linktr.ee/orizontesroofgarden

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Kapani-Markt

Alles, was es zum Leben braucht, finden Besucher auf dem Kapani-Markt.

Ebenfalls in der Nähe des Aristoteles-Platzes liegt der Kapani-Markt als einer der ältesten der Stadt. Neben frischen Lebensmitteln, darunter Fisch, Gemüse und Gewürze, gibt es auch mehrere spannende Streetfood-Optionen und kleine Lokale. Der Markt hat bis auf sonntags täglich geöffnet. 

kapani.gr