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Savoir-vivre in Courchevel: Skifahren trifft auf Luxusurlaub

Courchevel und sein Nachbarort Méribel im französischen Skigebiet Les Trois Vallées locken mit fulminanten Pisten und traumhaften Panoramen. Luxushotels und Gourmet-Restaurants setzen dem Urlaub die Krone auf.

Vom 6. bis 9. Februar findet im Skigebiet Les Trois Vallées in den französischen Alpen die Alpine Skiweltmeisterschaft 2023 statt. Der Wintersportort Courchevel zieht dann Skifahrer:innen und Luxusliebhaber:innen gleichermaßen an. Denn neben phänomenalen Pisten und einer hohen Schneesicherheit warten hier exklusive Unterkünfte und edle Restaurants auf Besucher:innen – Courchevel ist das winterliche Pendant zu St. Tropez. Welche Besonderheiten das Skigebiet mit sich bringt sowie Tipps zur Anreise und den besten Restaurants erfahren Sie hier.

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Das St. Tropez im Schnee: Courchevel

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Luxushotels, Gourmetrestaurants und Edelhütten: Courchevel ist das St. Tropez im Schnee. Wenn die feine Gesellschaft im Winter das Savoir-vivre in dem bekannten Ferienort in den französischen Alpen zelebriert, sind Skifahren und Snowboarden für viele nur Nebensache. Dabei schlägt in Courchevel und im benachbarten Méribel ein sportliches Herz hinter der noblen Fassade – und es schlägt ziemlich stark.

Denn die Gastgeber:innen der Alpinen Skiweltmeisterschaft 2023 sind eine Keimzelle des französischen Skirennsports. Kaum laufen zum Saisonstart Anfang Dezember die Lifte, flitzen dort Nachwuchstalente mit ihren Trainer:innen über präparierte Pisten. Ihre eleganten wie rasanten Schwünge verraten sie längst, bevor man ihre mit Sponsorenlogos und Club-Emblemen übersäten Skianzüge erkennt.

Zusammen mit Val Thorens bilden die WM-Stätten das Skigebiet Les Trois Vallées. Mit mehr als 180 Liften und 339 markierten Pisten mit einer Gesamtlänge von rund 600 Kilometern ist der „Drei-Täler-Verbund“ das nach eigenen Angaben größte zusammenhängende Skigebiet der Welt. An Neuschneetagen sind vor allem die Varianten-Abfahrten im lawinenüberwachten Freeride-Areal am Creux Noirs ein Traum.

Wintersport in den französischen Alpen

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Während die weiße Pracht anderswo wegen des Klimawandels oft ausbleibt, rieselt sie in den Hochlagen des Département Savoyen noch recht zuverlässig vom Himmel. 85 Prozent der Pisten befinden sich zwischen 1800 und 3230 Metern über Meereshöhe. Das schafft Schneesicherheit. Auch Talabfahrten in die Orte sind fast immer möglich, vor allem in Val Thorens.

Die von Bettenburgen geprägte Siedlung auf 2300 Metern ist der höchstgelegene Wintersportort der Alpen. Das charmante Méribel liegt im Herzen des Verbunds immerhin noch auf 1400 Metern. Courchevel erstreckt sich mit seinen diversen Ortsteilen von 1300 bis auf 1850 Meter Höhe. Damit liegen die Orte höher als so manche Gipfelstation anderswo. Und sollte Frau Holle doch mal streiken, helfen 2300 Kunstschnee-Anlagen nach. Sie werden nach Betreiberangaben ausschließlich mit Wasser und erneuerbaren Energien betrieben.

Das Panorama der Trois Vallées ist immer beeindruckend. Vom Gletscher unterhalb des 3561 Meter hohen Aiguille de Péclet schweift der Blick über 1000 Gipfel der italienischen, schweizerischen und französischen Alpen – den 4808 Meter hohen Mont Blanc inklusive.

Skiweltmeisterschaften 2023 in Courchevel und Méribel

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Mit der Ausgabe 2023 in Courchevel und Méribel hat Frankreich bereits vier Mal den Zuschlag für die Skiweltmeisterschaften bekommen. Zuvor war die WM in Chamonix 1937 und 1962 sowie in Val-d'Isère 2009 zu Gast. 1992, als in Albertville Olympische Winterspiele ausgetragen wurden, fanden Skisprung-Wettbewerbe und alpine Rennen in Courchevel und Méribel statt.

Aus der Olympia-Abfahrt, der Roc de Fer-Piste in Méribel, wurde nun die WM-Piste für die Abfahrts- und Super-G-Rennen der Frauen. Neu ist die Piste für Männer-Speedrennen in Courchevel. Die 3200 Meter lange Eclipse startet am Chenus-Gipfel und endet nach einem atemberaubenden Zielsteilhang neben den Skisprungschanzen im Ortsteil Le Praz. Für Skiurlauber:innen ist die Eclipse-Rennstrecke eine ultimative Herausforderung, „für Rennläufer ein Highlight“, sagt die Französin Marie Marchand-Arvier, früher selbst eine Weltklasse-Skirennfahrerin und jetzt WM-Sprecherin. 

Auch Eclipse-Rennchef Sébastien Santon schwärmt von der neuen Strecke. „Ein Teil sieht aus wie die Schikanen beim Formel-1-Grand-Prix von Monaco.“ Wie passend. So nobel wie im Sommer im Fürstentum, geht's im Winter nämlich in Courchevel 1850 zu, dem feinsten Ortsteil mit unzähligen Luxushotels und Chalets.

Savoir-vivre und eine große Prise Kulinarik

Die Hautevolee schwebt in Courchevel gern mit dem Privatflieger auf dem Altiport ein, oder sie brettert mit High-End-Karossen in die Berge. Umweltbewusster reist man im Hochgeschwindigkeitszug TGV bis Lyon an, das für Genießer:innen ein Muss-Zwischenstopp ist. Schließlich ist Lyon die Stadt von Paul Bocuse. Der 2018 verstorbene Jahrhundertkoch hat seine Heimatstadt am Fuße der Alpen zu einem Mekka für Gourmets gemacht.

Bocuse hat auch die Top-Köch:innen in Courchevel und Méribel inspiriert. Die Trois Vallées beherbergen ein Dutzend Sterne-Restaurants, aber auch einfache, urige Lokale mit lokalen Spezialitäten wie das „L’Étable des Lys“ in einer engen Gasse von Le Praz. Schon aus der Ferne verrät der Käseduft, dass sich dort in einem Gewölbekeller eine der besten Fondue- und Raclette-Stuben der Gegend versteckt. Fondue, Raclette sowie Tartiflette (mit Käse überbackene Kartoffeln) gehören neben deftigen Würsten zu den bekanntesten Spezialitäten der Region.

Genuss im Les Trois Vallées

Genuss ist vielen Gästen in Savoyen mindestens so wichtig wie das Skifahren, weshalb auch die Almen mit erstklassigen Hütten übersät sind. Wer nicht reserviert hat, braucht Geduld, um im „La Cave des Creux“ oder im „Chalet de Pierres“ einen Platz zu ergattern. „Trois Vallées ist so riesig, das schafft ihr ohnehin nicht an einem Tag - warum also hetzen?“, sagt die Kellnerin im „La Cave des Creux“, bevor sie für eine feuchtfröhliche Runde noch eine Weinflasche öffnet.

Für den Heimweg gibt es zum Glück eine sehr einfache Piste von der Hütte am Altiport vorbei nach Courchevel. Und zur Not bringt der Wirt seine weinseligen Gäste ohnehin mit einer kleinen Pistenraupe ins Tal. Für wahre Sportler:innen käme das allerdings wohl nicht in Frage.

- dpa

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