Westparkviertel Aachen © Isabela Pacini
Natur

Hangeweiher bis Kurgarten: Aachens schönste Parks

Eine gute Nachricht für alle, die ein bisschen Erholung brauchen von Aachens mittelalterlicher Hochkultur: Schöne Parks sind so um den Altstadtring gruppiert, dass es nie weit ist zu einem Spaziergang im Grünen.

Historisch gewachsene, im Kern sehr alte Städte haben mit ihren grünen Anteilen mitunter ihre Probleme. Nicht so Aachen, und das passt zu dieser lebensfrohen Stadt: Knapp außerhalb des mittelalterlichen Rings liegen mit dem Stadtpark, dem Hangeweiher Park und dem Westpark wunderschöne Anlagen. Auch der Euregio-Zoo ist noch im Zentrum.

Stadtpark: denkmalgeschützte Oase

Wenn man nicht aus Aachen raus will, aber ins Grüne möchte, ist nichts naheliegender als der Stadtpark. Die Bezeichnung kann zu Verwirrung führen: Es gibt auch den Kurpark Monsheimallee, den Stadtgarten oder den Farwickpark. Gemeint ist immer derselbe  prächtige Park nordöstlich des Altstadtrings oder Teile davon. Die verschiedenen Namen haben sich aus der Geschichte mit Umwidmungen und Erweiterungen ergeben – das Resultat jedenfalls steht unter Denkmalschutz, ist sehr vielseitig und ein Musterexemplar eines stadt- und zugleich naturnahen Erholungsgebiets.

„Classix“-Musik im Sommer

Umgeben vom Kongresszentrum und altem Kurhaus (deshalb „Kurpark“) lädt die Anlage mit ihren Brunnen, Wiesen und Gärten zum Verweilen ein. Ein besonderes Highlight sind die „KurparkClassix“ im Sommer. Internationale Gäste und das Sinfonieorchester Aachen bieten unterschiedlichste Open Air-Konzerte aus Oper, Sinfonie und Crossover dar.

Nördlich schließt sich der 1925 dazu erworbene Farwickpark an. Über das ganze Areal verteilt finden sich einzelne uralte Bäume, zum Beispiel drei um 1800 gepflanzte Esskastanien westlich der Tennisanlage, die luxuriös inmitten des Stadtparks gepflegt wird.

Stadtpark auf der Webseite der Stadt Aachen
 

Hangeweiher-Park: perfekter Ausflug ins Grüne

Hangweiher Aachen © Andreas Herrmann/medien.aachen.de

Eigentlich heißt er Kaiser-Friedrich-Park, doch das ist den meisten kein Begriff. Die Aachener kennen und lieben die Grünanlage am Südrand ihrer Stadt schlicht als Hangeweiher Park. Herzstück ist das Gewässer, auf dem Enten, Gänse, Teichhühner und Schwäne ihre Runden ziehen. Im Sommer bekommen sie Gesellschaft von Tretbötchen, während auf der Wiese am Ufer die Landratten Fußball spielen. Größter Schatz des Parks sind seine unterschiedlichen Bäume, von denen viele schon 1907 gepflanzt wurden, als der Park angelegt wurde: Eichen, Kastanien und Douglasien, Silber-Ahorn und Tulpen- Magnolien, dazu Atlas-Zedern und ein Katsurabaum, dessen Herbstlaub wie Lebkuchen duftet, daher auch sein Spitzname: Kuchenbaum.

Das Freibad Am Hangeweiher verfügt über Kinderpool, Rutsche und Sprungturm. Wem es auf den Wiesen oder im Wasser langweilig wird: Nebenan bietet die Sternwarte Aachen interessante Führungen und sogar einen Astronomiekurs an.

Am Hangeweiher 23
www.sternwarte-aachen.de

Westpark: einst Schlangen, heute Grillplatz

Westparkviertel Aachen © Isabela Pacini

Westlich der Altstadt war einmal der Aachener Zoo, der damals für seine Riesenschlangen berühmt war. Nach dem Umzug blieb eine schöner Erholungspark für diesen Teil der Stadt, in dem immer mal wieder Ausmaß und Verbreitung des Grillvergnügens ein Streitthema ist.

Burg Frankenberg mit Park

Park um Burg Frankenberg © Isabela Pacini

Dass eine frühere Wasserburg aus dem 13. Jahrhundert die ideale Kulisse für Open Air- Konzerte oder Theateraufführungen ist, zeigt die Burg Frankenberg seit 30 Jahren Sommer für Sommer. Das Programm steht im Netz, Karten bekommt man etwa im Frankenberger Buchladen. Falls ein Event mal ausverkauft ist: Im Park um die Burg kann man herrlich picknicken – und dabei den Klängen aus dem Burghof lauschen.

Goffartstr. 45
www.burgfrankenberg.de

Euregio-Zoo: Panda und Pinguin

Gar nicht so leicht, sich hier für seinen persönlichen Liebling unter den rund 1000 Tieren zu entscheiden. Ein heißer Kandidat ist der Kleine Panda, der so niedlich an Bambuszweigen und Obststückchen knabbert. Viele Fans haben auch die leuchtend grünen Blaustirnamazonen – Papageien, die Geräusche und menschliche Sprache verblüffend gut imitieren können. Außerdem sind da noch die Geparden und natürlich die Brillenpinguine, die zugleich das Wappentier des Euregio-Zoos sind.

Wie im Landschaftspark fühlt es sich rund um den Beverbach-Stausee an. Der See ist das Herz des Landschaftsschutzgebietes Drimborner Wäldchen, das den Tierpark eine stolze Größe von neun Hektar erreichen lässt.

Obere Drimbornstr. 44
www.euregiozoo.de

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