Das Knarren von dunklem Parkett, tiefes Smaragdgrün und sanftes Licht, das sich in schweren Kristallgläsern bricht – im Gabányi atmet jeder Quadratzentimeter die intellektuelle Eleganz eines klassischen Künstler- und Literatursalons. Stefan Gabányi, Urgestein der deutschen Barszene und einstiger Wegbegleiter von Charles Schumann, hat hier ein zeitloses Refugium geschaffen. Der Raum lebt von einer schummrigen Wärme und seiner dichten, geradezu filmischen Stimmung, die den Trubel der Großstadt sofort absorbiert. Hinter dem Tresen wird die Gabányi-gewohnte Perfektion ohne Attitüde zelebriert – dafür mit Koteletten. Sein flüssiges Meisterwerk ist der Gabányi Manhattan: Rye Whiskey, Wermut und ein hauseigener Kräuter-Bitter, der bittersüß und samtig im Gaumen nachhallt.