Wie praktisch, wenn Orte anhand des Namens zu verorten sind. Und wenn die grüne Eingangstür dafür nicht reicht, ist da ja noch das ebenfalls grüne Neonschild, das diese Berliner Institution markiert. Das Green Door ist kein prätentiöses New-Era-Speakeasy, sondern ein faszinierendes, charmant-schräges Universum, das sich selbst als „irgendwo zwischen privatem Salon und David-Lynch-Film“ beschreibt. Dazu gehören Karomuster an den Wänden, Kitschdetails, Möbel aus dem New York der 90er-Jahre und eine lange, einladende Holzbar, die den Raum dominiert. Seit nun drei Jahrzehnten wird hier das Motto „The Power of Positive Drinking“ gelebt. Das preisgekrönte Team serviert meisterhafte Eigenkreationen, vergisst dabei aber nie die Klassiker. Die Atmosphäre ist herzlich, lebendig und wunderbar unangepasst – ein zeitloser Schöneberger Zufluchtsort für Freigeister und Genießer, der gerade seinen zweiten Frühling feiert.