Keine Karte, dafür ziemlich viele Fragen: Im kleinen, gedimmten Parlour nahe dem Wenzelsplatz beginnt jeder Cocktail mit einem Gespräch. Jakub Ondříšek und Martin Tomášek eröffneten den versteckt gelegenen Keller 2012 und machen bis heute wenig Aufhebens um ihr Konzept. Wer bestellt, beschreibt, was sie oder er mag – oder nicht mag: eine Spirituose, bestimmte Aromen, süß, sauer, bitter – oder einfach die momentane Stimmung. Daraus entwickelt das Team einen individuellen Drink. Klassiker können dabei ebenso Ausgangspunkt sein wie spontane Eigenkreationen. Serviert wird häufig in alten Vintagegläsern, die zum eigenwilligen Charme des kleinen Raums mit Sesseln, Büchern und Bildern passen. Ein Ort, an dem das Gespräch mit dem Bartender tatsächlich wichtiger ist als die Getränkekarte. Gibt ja auch keine.