Frankfurt Skyline © Georg Knoll
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Städel bis Hafenpark: Frankfurts Sehenswürdigkeiten

Die Main-Metropole setzt sich aus vielen Frankfurts zusammen, die ineinander verschachtelt sind und gemeinsam eine mitreißende Energie entwickeln. Und das Beste an diesem Großstadtdschungel: Man kann ihn wunderbar zu Fuß erkunden.

Wer erstmals Frankfurt am Main besucht, richtet den Blick unweigerlich gen Himmel. Im Zentrum der Stadt ragen die Wolkenkratzer empor, ganz oben mit dabei ist das höchste Gebäude des Landes - der Commerzbank Tower. Nicht umsonst trägt das Bankenviertel von Frankfurt den Spitznamen „Mainhattan“.

Nur wenige Kilometer entfernt, liegt ein völlig anderes Frankfurt: Auf dem Römerberg findet sich historisches Fachwerk und gleich dahinter die Paulskirche. Wir nehmen Sie mit auf einen spannenden Rundgang durch die Stadt der Kontraste und zeigen Ihnen die Sehenswürdigkeiten von Frankfurt

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Symbolträchtige Paulskirche

Paulskirche © Georg Knoll

„Wiege der Demokratie“ wird die Paulskirche genannt, und die Frankfurter sind stolz auf ihre symbolträchtige Sandsteinkirche in der Altstadt. 1848 tagte dort die erstmals vom Volk gewählte Nationalversammlung und arbeitete an der ersten Verfassung für einen deutschen Nationalstaat. Heute ist der Rundbau vor allem ein Ort der Erinnerung. Und einer, der sanierungsbedürftig ist. Bis 2023, also zum 175-jährigen Jubiläum der Nationalversammlung, soll die Paulskirche erneuert werden und ein zeitgemäßes Dokumentationszentrum entstehen.

Allround-Kunst im Städel

Städel Museum Frankfurt © Städel Museum

Ein rundum beeindruckendes Allround-Kunstmuseum! Ganz oben hängen die Alten Meister wie Vermeer oder Botticelli, ein Stockwerk tiefer taucht man in die Moderne ein, etwa durch die zahlreichen Werke der Brücke-Künstler. Und in den Gartenhallen des Städel Museums, einem unterirdischen Anbau, nimmt sich die Gegenwart viel Platz für Stars wie Gerhard Richter oder Julian Schnabel. Gründungsvater des Museums war der Kaufmann Johann Friedrich Städel, der 1815 der Stadt seine hochkarätige Kunstsammlung vermachte. Seitdem ist der Museumsbestand enorm gewachsen.

Neue Altstadt, ins Herz geschlossen

Neue Altstadt © Anja Jahn

Seit 2018 hat Frankfurt ein kleines Stück seiner im Krieg verlorenen Kleinteiligkeit zurück. Die Skepsis war groß, doch inzwischen haben viele Frankfurter das im Mai 2018 eröffnete Areal zwischen Römerberg und Dom ins Herz geschlossen. Es gilt nun als Modell für einen gelungenen architektonischen Mix: aus historischen Rekonstruktionen wie der „Goldenen Waage“ und Neubauten, die Historie zeitgenössisch interpretieren, wie das Stadthaus am Markt.

Hafenpark mit Banken und Bänkern

Hafenpark Frankfurt © Georg Knoll

Die neue Grünanlage im Ostend, vier Hektar groß, ist toll: Man kann sich entspannt ins Gras fallen lassen, auf einer Bank picknicken oder Trampolin springen. Beeindruckend ist die Skate- und BMX-Anlage, auch „Concrete Jungle“ genannt. Oft kann man dort Profis bei ihren Stunts zusehen. Auf dem Main, der nur wenige Meter entfernt fließt, schippern die Schiffe gemächlich in Richtung Skyline. Und seit 2014 ragt gleich nebenan die Europäische Zentralbank 185 Meter hoch in den Himmel. Auch manch EZB-Mitarbeitenden macht jetzt Mittagspause im Grünen.

Authentisches Jüdisches Museum

Jüdisches Museum © Norbert Miguletz/Jüdisches Museum Frankfurt

Deutschlands ältestes jüdisches Museum, 1988 eingeweiht, hat zwei Standorte: Im Museum Judengasse (Battonnstr. 47) stehen fünf ausgegrabene Ruinen im Zentrum, die zum ältesten jüdischen Ghetto Europas gehörten. Rundum saniert eröffnete auch das Rothschild-Palais 2020 wieder (Bertha-Pappenheim-Platz 1). Seine Ausstellung folgt der jüdischen Geschichte von 1800 bis heute und erzählt das Schicksal dreier Frankfurter Familien, darunter die Bankiersfamilie, die einst zwischen diesen Wänden lebte.

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