Serfaus Leading Family Hotels & Resorts Löwe&Bär

Im Winter haben die Hotels in den Alpen Hochsaison. Aber auch der Sommer in den Alpen hat enorm viel für Familien zu bieten. Unserer Autorin hat sich gemeinsam mit ihren zwei Söhnen im Familienhotel Löwe & Bär umgeschaut – und wurde begeistert.

Das Leading Family Hotel & Resort Bär in Serfaus

Die Waage ist das wichtigste im Hotel Bär. Zumindest für meinen Sohn. Auf dem Wochenprogramm des Kinderhotels steht für den nächsten Tag unter anderem der Serfauser Sauser. Eine Zipline, die die Kinder über 4 Stationen vom Hausberg ins Tal von Serfaus fliegen lässt. Um daran teilzunehmen, muss man mindestens 30 Kilo wiegen. „Wir müssen diese Waage finden, Mama“, sagt mein Jüngster, 9 Jahre alt. Also den Rucksack flott im Zimmer abgestellt, ich kann nur kurz unseren großzügig geschnittenen Raum bewundern, dann geht‘s durchs Hotel Bär. Wir passieren den Buggy-Raum, wo eine kleine Parade von bergtüchtigen Karren bereit steht, sowie Baby-Tragehilfen und Kinderkraxen. Es gibt auch hoteleigene E-Bikes, auf Wunsch mit Kinderanhänger, und Bollerwagen.

Das Resort, zudem die beiden Häuser Löwe und Bär gehören, wird seit den 1950ern von Familie Heymich geführt; zur Jahrtausendwende entschlossen sich die Heymichs, sich von nun an ganz auf Familien zu konzentrieren. „Wir haben da natürlich einige Stammgäste verloren,“ erzählt Nicole Heymich, „aber wir würden niemanden ohne Kinder hier buchen lassen.“ Nur so sei gewährleistet, dass alle zufrieden Urlaub machen können. Die Kinder, die in der Betreuung beim Hotel Bär (So - Fr von 8:30 bis 20 Uhr, ab 0 Jahren, im Preis inklusive) von einem 9köpfigen Team umsorgt werden. Und die Eltern, die derweil im Wellnessbereich (4 Saunen, einen Whirpool und Ruheräumen mit Wasserbetten) entspannen oder in Ruhe eine längere Wanderung oder eine Downhill-Mountainbike Tour unternehmen können. „So hat jeder die Chance seine Ruhe zu bekommen oder die Aktivität zu machen, die für einen selbst Urlaub bedeuten.“ erklärt Frau Heymich.

Außenpool mit Sandstrand und Blick auf die Berge

Meinen Sohn aber interessieren gerade weder Kinderwagen noch E-Bikes noch die Betreuung, er will zu seiner Waage, also weiter den Gang hinunter an der Wasserwelt vorbei, ein Kinder-Traum in Dschungelbuch-Optik mit Wasserrutsche und Außenpool. „Schau mal, wollen wir schwimmen gehen“, versuche ich meinen Sohn abzulenken, aber ich werde schon von ihm weiter gezogen, es geht im Laufschritt bis zum Beach-Club: ein weiterer Außenpool mit Sandstrand und Blick auf die Berge. Wir entdecken einen Spielplatz und ein Bungee-Trampolin, aber weit und breit keine Waage. Zurück zur Rezeption, wo mein Sohn bereits gefragt wird, ob er denn nun genug wiegt. Mein Sohn beschreibt die vergebliche Suche um sein Gewicht zu messen und uns wird erklärt, dass jedes Bad selbstverständlich auch eine Waage hat. Na, hätten wir mal doch zuerst die Suite inspiziert.

Erbarmungslose 28,3 Kilo zeigt die Digitalanzeige. Aber Aufgeben ist keine Option, findet mein Sohn, er ist auf einer Mission. Und weil die Belegschaft an der Rezeption so nett ist, werden alle direkt mit involviert. Steine in die Taschen wird verworfen, die beste Option entscheidet die Crew, wäre viel zu essen. Und essen kann man nicht nur fast jederzeit, sondern auch ausgesprochen gut im Hotel Bär. Doch trotz des üppigen Büffets für die Kinder und des leckeren Abendmenüs, das meine Jungs zu kleinen Gourmets werden lässt, sie würden alleine für das Rindertartar mit Wachtelei wieder zum Hotel reisen: Es reicht nicht. Die magische 30-Kilo-Grenze wird nicht geknackt.

Wandern mit der Familie in den Serfauser Bergen

Während also mein großer Sohn, 14 Jahre alt und 52 Kilo schwer, am nächsten Tag problemlos an seinem Seil durch die Berge fliegen darf, fährt der Rest der Familie mit der Seilbahn und Basti, dem Tourguide des Hotels, die Serfauser Berglandschaft hoch bis zum Murmliwasserpfad. Es ist heiß und mein Lütter ist mies gelaunt: Wandern scheint keine gerechte Alternative, wenn man auch fliegen könnte. Vor uns breitet sich der Murmlipark auf, eine bunte Wasserwelt für die Kleinen auf der einen Seite, Murmeltiergehege auf der anderen. Es gibt verschiedene Wege bergab, wir nehmen den Geschichtenweg, suchen unterwegs nach Tieren und lösen Rätsel. Als wir ein Gatter passieren und hohe Fichten in sattem Grün den Weg säumen, bimmeln Kuhglocken; unter einem umgestürzten Baum schiebt sich eine Kuh hervor, hinter uns kommt eine zweite Kuh den Weg entlang und geht unbeeindruckt an uns vorbei. Mein Lütter strahlt wieder. Wer hätte gedacht, dass Kuhglocken so glücklich machen.

„Wir haben Spaß beim Löwe-Bär“, mit diesem Lied beginnt jeden Morgen die Kinderbetreuung. Und ja, genau den haben wir: Nicht ohne Grund hat das Resort Löwe und Bär einen hohen Rücklauf, die Gäste fühlen sich hier heimisch. Das hat viel mit Familie Heymich zu tun, die vor Ort ist und wie ihre 138 Angestellten eine 6-Tage Woche arbeitet. Ständig feilen die Heymichs am Konzept für ihr Hotel und auch für den Ort: Lebensmittel werden möglichst regional einkauft, sie brachten mit durch, dass der Ort autofrei bleibt. Noch Tage, nachdem wir das Ressort verlassen haben, summe ich immer wieder dieses Lied vor mich hin: „Wir haben Spaß beim Löwe-Bär und alle machen mit...“ Ich war beruhigt im Hotel, dass auch viele andere Eltern es den ganzen Tag vor sich hingesummt haben.

Fazit: Liebevoll geführtes Familienhotel, großartige Küche, es gibt überhaupt nichts auszusetzen.

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