Toskana Die wilde Küste der Maremma

Das Gegenstück zur weltberühmten Toskana der gepflegten Weinberge und komfortablen Landhäuser ist die Küste der Maremma – wild, waldreich und wirklich einsam. Früher ein von Piraten und Malaria heimgesuchter Landstrich, bietet sie heute mitten in Italien ein völlig unbebautes, unverfälschtes Stück Küstenlandschaft und entsprechend authentische Badefreuden.

Kunstvoll: Treibholz in der Cala di Forno, Toskana.

Das Meer der Maremma: duftende Pinienwälder weit weg vom Getümmel der Toskana.
Doch, auch diese Toskana ist Wirklichkeit! Ein nahezu unberührter Küstenstrich, gesäumt von sanft geschwungenen und dicht bewaldeten Hügeln, die wie ein dicker, grüner Teppich in Richtung Meer rollen. Es gibt Dünen, auf denen Ginster und der rare Etrusker-Strandflieder in der Brise wehen. Ausgedehnte Pinienhaine, deren Kronen sich wie Schirme aufspannen und eine frische, harzige Kühle verbreiten. Weiden, auf denen frei lebende Maremma-Rinder grasen, und Sumpfwiesen wie die »Palude della Trappola«, an denen man nachvollziehen kann, wie die Maremma aussah, bevor sie im 19. Jh. von den toskanischen Großherzögen trockengelegt wurde.

Fakten
  • Gründungsjahr: 1975
  • Fläche: 8.902 Hektar
  • Lage: an der südtoskanischen Küste, zwischen Principina a Mare und Talamone
  • Höhe: 0 – 417 m
  • Aktivitäten: Wandern, Radfahren, Birdwatching, Baden, Kajak
  • Besucherzentren: Talamone (auch Acquarium), Collecchio, Alberese
Und es gibt die Küste selbst. Rötliche Klippen, die steil ins Meer abfallen, aber auch lange und breite Sandstrände, auf denen nur ausgeblichenes Treibholz zu finden ist – vom Wasser angespülte Baumstämme, von der Natur präsentiert wie abstrakte Skulpturen in einem Open-Air-Museum. Sämtliche Ökosysteme der Region sind in diesem Park zu finden, über den zahlreiche alte Sarazenentürme wachen – vor 500 Jahren zum Schutz vor Piraten errichtet, heute Mahnmale zum Schutz der Natur.

Unser Tipp: Weit weg vom Getümmel der gut besuchten Städte wie Florenz beherrschen die toskanischen Cowboys das Land: die Butteri, berittene Hirten, die die frei lebenden Rinderherden der Maremma in Schach halten. Auf dem großen staatlichen Landgut Alberese kann man sie das ganze Jahr über bei ihrer Arbeit in freier Natur erleben. In Alberese befindet sich auch das Besucherzentrum, über das Sie Zugang zum Park bekommen (Ticketverkauf). In Zeiten erhöhter Waldbrandgefahr sind nur geführte Touren möglich.

 

Anzeige