Friaul-Julisch Venetien Im Wilden Osten der Dolomiten

Der wildeste, ursprünglichste Teil des UNESCO-Welterbes Dolomiten liegt ganz in ihrem Osten, in der Region Friaul-Julisch Venetien im Parco Naturale Dolomiti Friulane. Hier hat sich völlig ungestört von menschlichen Interventionen ein Stück authentischer Gebirgswelt erhalten, in dem Wanderer und Bergsteiger noch die wahre Natur der berühmten »Bleichen Berge« erleben können.

Hoch hinauf: Kletterer am Campanile di Valmontanaia.

Gern gesellig in den Dolomiten unterwegs: Gämsen.
Wenige Kilometer vom ganz normalen italienischen Kleinstadttreiben entfernt gibt es tatsächlich noch: totale Abgeschiedenheit. Unberührte Gebirgsnatur. Ausgedehnte Täler, durch die keine Straße führen, sondern nur Bergbäche rauschen. In denen nie ein Mensch gesiedelt hat. Eine Bergwelt, in der keiner stört und in der umso mehr Tiere unterwegs sind: Gämsen und Rehe, Hirsche und Steinböcke, Murmeltiere, Auerhähne und Birkhühner. Mit den grünen Mischwäldern dieser Region kontrastieren die Felszacken der Dolomiten, auch »Bleiche Berge« genannt, die leuchtend weiß in den Himmel ragen und mit ihren bizarren Formen an von Riesenhand geschaffene Kunstobjekte denken lassen.

Fakten
  • Gründungsjahr: 1996
  • Fläche: 36.950 Hektar
  • Lage: im Südosten der Dolomiten, zwischen den Flüssen Piave und Tagliamento
  • Höhe: 400 – 2.851 m
  • Aktivitäten: Wandern, Bergsteigen, Klettern
  • Besucherzentren: Andreis, Cimolais, Claut, Erto e Casso, Forni di Sopra, Forni di Sotto, Poffabro, Tramonti di Sopra
Der Naturpark Friulanische Dolomiten, ganz im abgelegenen und unberührten Osten dieser Gebirgsregion gelegen, zeigt die Dolomiten in ihrer ganzen ursprünglichen Schönheit. Seine Wahrzeichen: die senkrechten Felswände des Monfalconi-Massivs und der Campanile di Valmontanaia, ein beliebtes Kletterziel. In tieferen Regionen erfrischt Wanderer im Naturreservat Forra di Cellina, einem beeindruckenden Canyon, das Flüsschen Cellina mit kristallklarem (und eiskaltem) Wasser.

Unser Tipp: Nicht weit vom Stauwehr des Vajont entfernt können sich Felskletterer in der Erto Rock Climbing Area austoben – an rund 300 verschiedenen Routen aller Schwierigkeitsgrade und an einer Felswand, die Freeclimbing-Geschichte geschrieben hat. 

Anzeige