Hamburg Sehenswürdigkeiten in der Hamburger Neustadt

Wer das kleine, zentrale Viertel besucht, schaltet automatisch ein paar Gänge runter. Hier finden Sie unsere Lieblingsorte zum Sightseeing, Stöbern und Kaffeetrinken.
Die Hamburger Neustadt ist bekannt für den Michel

Unsere Lieblingsorte in der Neustadt:

Großneumarkt – ein Dorfplatz mitten in der Stadt

Großneumarkt – das Zentrum der Neustadt

Er ist das Zentrum der Neustadt, für die Anwohner auch ihr Herz. Am Großneumarkt, der wie das ganze Viertel im 17. Jahrhundert angelegt wurde, laufen sechs Straßen zusammen – und viele Alltagswege. Es gibt jede Menge gute Gründe, dort zu verweilen, über die Jahrhunderte hat sich der Platz mit seinem buckelig gewordenen Kopfsteinpflaster einen dörflichen Charakter bewahrt. Im Sommer spenden die Linden ringsum Schatten, diverse Cafés und Restaurants stellen die Tische raus. Eines davon ist das »Thämer’s« beliebt für seine Bratkartoffeln. Im Backsteinbüdchen »Porto Lucia« auf dem Platz bekommt man zu mittelmäßigem Eis eine große Portion Nachbarschaftsflair. Der Brunnen (Foto) steht hier seit 1976, die Wahl-Hamburgerin Doris Waschk-Balz entwarf ihn als Erinnerung an die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg. Mittwochs und Samstags trifft sich das halbe Viertel auf dem Wochenmarkt. Tipp: Lassen Sie sich nicht von der Schlange abhalten und holen Sie sich zum Kaffee ein Rosinenbrötchen beim Stand der Bäckerei Pfeiffer.

Der Michel - das wahre Wahrzeichen Hamburgs

Hauptkirche St. Michaelis Hamburg

Sie ist das Erste, was Matrosen aus aller Welt in Hamburg sehen: St. Michaelis, eine der fünf evangelischen Hauptkirchen. Seit 1661 ersetzt sie eine Kapelle. Nach einem Feuer neu errichtet, war 1786 auch ihr markanter Holzturm fertig, verkleidet mit Kupfer. 1906 brannte sie erneut ab, wurde aber – nun mit Stahl und Beton – neu aufgebaut. Das Kirchenschiff prägt seitdem weiß-goldener Barock. Der Turm wiederum gibt sich Mühe, bald wieder der Alte zu sein: Das nach einer Restaurierung erneu erte Kupfer wird dank des hohen Salzgehaltes der Fast-See-Luft schnell wieder grün.
Englische Planke 1

Grünes Glück: Planten un Blomen

Planten un Blomen Botanischer Garten Hamburg

Seine 45 Hektar Grün (die Fläche ist gut doppelt so groß wie die Binnenalster) mitten im Zentrum verdankt Hamburg dem Dreißigjährigen Krieg. Zum Schutz errichtete man Wallanlagen, die dann nie bebaut und schließlich im frühen 19. Jahrhundert zum Park umgewandelt wurden. Die Niederdeutsche Gartenschau »Planten un Blomen« brachte dem westlichen Wallring 1935 nicht nur »Pflanzen und Blumen«, sondern auch seinen Namen auf Platt. Heute ist der Park Spielplatz und Ruheoase in einem. Beliebt im Sommer: die Konzerte im Musikpavillon und die Wasserlichtkonzerte auf dem Parksee (Eintritt frei). Highlight im Winter: die Eisarena. www.plantenunblomen.hamburg.de

Komponisten-Quartier und Laeiszhalle

»Hamburg hat eine einzigartige Musiktradition «, sagt Alexander Odefey – und betont, Musikliebhaber sollten nicht nur zur Elbphilharmonie pilgern, sondern auch in die Neustadt. Genauer in die Peterstraße, wo das 2018 erweiterte »Komponisten- Quartier« von sieben namhaften Komponisten erzählt, die in Hamburg gewirkt haben: Telemann, Bach, Hasse, Brahms, Mahler sowie Fanny und Felix Mendelssohn. Odefey ist im Vorstand des kleinen, auf 130 Quadratmetern sehr liebevoll gestalteten Museums. In der Kirchen-, speziell der Orgelmusik, war die Stadt lange führend, 1775 schrieb ein Kritiker: »Bach führt die Klaveristen an, wie Klopstock die Dichter.« Erst 1908 bekam die Musik in Hamburg mit der nahen neobarocken Laeiszhalle eine Heimat jenseits der Kirchen. Das Haus, finanziert vom Reeder Carl Laeisz, untersteht wie die Elbphilharmonie dem Intendanten Christoph Lieben-Seutter. Es hat gut 2000 Plätze im Großen und 640 im Kleinen Saal.

Anzeige