Orgelbau Klais »Jede Orgel ist ein Unikat«

Seine Orgeln stehen in der Hamburger Elbphilharmonie und im Kölner Dom. Philipp Klais leitet in vierter Generation die 1882 gegründete Orgelbauwerkstatt in der Bonner Altstadt. Wir haben ihn gefragt, welches sein Meisterwerk ist. 

Zu Hause in der Bonner Altstadt: Im Firmensitz des Orgelbauers Klais von 1894 werden bis heute Orgeln gefertigt.

Merian: Herr Klais, Ihre Orgeln stehen in der Hamburger Elbphilharmonie und im Kölner Dom.
Philipp Klais: Und auch in Peking, Auckland oder Reykjavík, im Oman und in Sibirien. Unsere Orgeln erklingen in Kirchen und Konzertsälen auf der ganzen Welt.

Welche davon ist Ihr Meisterwerk?
Immer die, an der wir gerade arbeiten.

Je nach Größe entstehen in der Werkstatt von der Firma Klais vier bis fünf Orgeln im Jahr.
Und wie viele sind das im Jahr?
Je nach Größe vier bis fünf. Jedes Instrument ist ein Unikat, das speziell für akustische Rahmenbedingungen und die Aufgabenstellung im Kirchenraum oder Konzertsaal konzipiert, geplant und gebaut werden muss.

Einige Ihrer Orgeln stehen in Bonn. Welche sollte man gesehen haben?
Auf jeden Fall die im Bonner Münster! Sehenswert sind auch die Orgeln in der Schlosskirche und in der Krypta der Kreuzkirche, deren gesamte Technik offengelegt ist. Dadurch sind alle Bereiche des Instrumentes – vom großen Balg über Mechanik und Klaviaturen bis zu den Pfeifen – erlebbar. Ein wichtiges Stück Geschichte der Bonner Werkstatt, ein Instrument aus der ersten Klais-Generation, befindet sich in der St.-Elisabeth-Kirche: eine faszinierende Orgel, die über eine pneumatische Traktur verfügt, bei der das Signal zwischen Taste und Ventil durch einen Luftimpuls weitergeleitet wird.

Kölnstr. 148, www.klais.de, Werkstatt-Führungen nur nach Voranmeldung möglich unter
Tel. 0228/9824016

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